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"Beamten-Bashing"
Medien sind Opfer des eigenen Systems
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Amoklauf im Blätterwald
Beamtinnen und Beamte im Fadenkreuz des Boulevards
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Recht auf Bildung als soziales Grundrecht

Der Grundkonsens in der Europäischen Union sowie in Österreich über Bildung als Voraussetzung für erfolgreiche Volkswirtschaften der Zukunft ist fast verdächtig. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung sowie VertreterInnen der Zivilgesellschaft bekennen sich dazu. Betrachtet man Aussagen von einzelnen RepräsentantInnen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Bildungsinstitutionen näher, so könnten die Unterschiede nicht größer sein. Es werden in der Diskussion über Bildung in Europa und Österreich Floskeln verwendet wie: "Lebenslanges Lernen (Lebensbegleitendes Lernen) wird in Zukunft für die Menschen unerlässlich sein", "Die Zukunftschance erfolgreicher Volkswirtschaften liegt in der Aus- und Weiterbildung von Menschen" oder "Die Wirtschaft braucht gut ausgebildete MitarbeiterInnen"! Solche Aussagen hören sich logisch und sehr praxisnah an. Hinterfragt man was hinter solchen Pauschalaussagen steht, werden die Unterschiede sehr schnell klar.

VertreterInnen der Wirtschaft verstehen darunter günstiges Humankapital für den Arbeitsmarkt zu bekommen, ohne dafür Sorge zu tragen, wie die Ausbildungssysteme in Zukunft finanziert werden. In der Politik wird die Meinung vertreten, dass Bildung bereits im Vorschulalter ansetzen muss, ohne konkret festzuhalten, wie diese aussehen soll. Wird dadurch nicht bereits im Kindesalter Humankapital für die Wirtschaft erzeugt? Der universitäre Bereich kämpft mit Überbelegung der Universitäten, langen Studienzeiten und unzureichender finanzieller Ausstattung. In diesem Bereich wird Bildung bereits sehr differenziert gesehen. Bestehen soll nur mehr diejenige bzw. derjenige können, die bzw. der durch ein Ausleseverfahren dazu berechtigt wird (Zwischenprüfungen, Eingangstest).

Recht auf Bildung als soziales Grundrecht
Der Weg zur Wissensgesellschaft und damit auch zu höherer Bildung für eine große Mehrheit der Bevölkerung - nicht nur für Eliten - ist grundsätzlich ein gewerkschaftspolitisches Ziel, das mit allem Nachdruck weiterverfolgt werden muss. Solche und ähnlich lautende Aussagen machen die Frage von Bildung und Qualifikation zunehmend auch zu einer Frage der Arbeitsmarktpolitik und wird dadurch auch zu einer relevanten Frage für die Gewerkschaftsbewegung. Bildungspolitik im Konnex mit Sozial- und Wirtschaftspolitik eines Landes ist die Grundlage für den Stellenwert einer Gesellschaft im internationalen Vergleich.
Das Recht auf Bildung muss daher auch für alle ein soziales Grundrecht sein!
Dieses Recht muss Grundbildung, berufliche Erstausbildung und weiterführende Bildung gleichermaßen umfassen.

Chancengleichheit und Durchlässigkeit
Dabei gilt es den Ausgleich zwischen regionalen, geschlechterspezifischen und vor allem sozialen Unterschieden im Auge zu behalten. Ein breiter Zugang zu Bildung und Wissen - ohne soziale Selektion - unter Rücksichtnahme auf geschlechtsspezifische Bedürfnisse und mit dem Ziel der Chancengleichheit und Durchlässigkeit, muss ein gesellschaftspolitisches Anliegen sein.

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