Gleichstellung statt Doppelbelastung
Gleiche Chancen für Frauen und Männer - trotz zahlreicher Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung sind essentielle Forderungen wie Einkommensgerechtigkeit und die tatsächliche Gleichstellung in der Gesellschaft auch im 21. Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit. "Chancengleichheit 'passiert' nicht von selbst. Damit etwas weiter geht, braucht es den Druck der Frauen. Je mehr wir sind, umso stärker können wir auftreten und unseren Forderungen ein ernstzunehmendes gesellschaftspolitisches Gewicht verleihen", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht.
"Als Vertreterinnen der Arbeitnehmerinnen können wir nicht tolerieren, dass die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern weiter auseinander klafft. Typische Beispiele aus der Einstellungspraxis zeigen auf, dass, bedingt durch die ungleiche Bewertung der von Frauen und Männern geleisteten Arbeit, oft bereits bei der Ausschreibung einer Stelle unterschiedliche Einkommenshöhen angesetzt werden", so ÖGB-Bundesfrauensekretärin Sylvia Ledwinka, die die Problematik auf den Punkt bringt: "Neue Formen der Arbeitsbewertung, erste Schritte zur Einkommenstransparenz in den Betrieben - geregelt in den notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingen - sind erforderlich, um einen aktiven Prozess der Bewusstseinsbildung zu unterstützen. Wir alle tragen Verantwortung, diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu lösen.





























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