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Manfred Obermüller c) HG 1

Gemeindebedienstete machen Wien lebenswert
"Beamten-Bashing" - Politik lenkt von schwachen Leistungen ab
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Zeitungen c) NS Newsflash, flickr.com

"Beamten-Bashing"
Medien sind Opfer des eigenen Systems
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Norbert Pelzer c) HG 1

Amoklauf im Blätterwald
Beamtinnen und Beamte im Fadenkreuz des Boulevards
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Symbolbild copyright: Swami Stream, flickr.com

Stressprävention

Die Arbeitswelt verändert sich zunehmend. Hat man sich vor einigen Jahren im ArbeitnehmerInnen- bzw. Bedienstetenschutz noch in erster Linie um Sicherheitsvorkehrungen an Maschinen oder um ergonomische Sessel im Büro gekümmert, sind es heute zunehmende Arbeitsmenge, schlechtes Betriebsklima und zu wenig Gestaltungsspielraum bei der Arbeit, die die ArbeitnehmerInnen belasten. Positiver Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Druck, Spannung oder Veränderungen in seinem Umfeld zu reagieren, während der schädliche Stress auf Dauer krank macht und zu Burn Out führen kann.
Laut einer von Marketagent.com durchgeführten aktuellen Studie, bei der 500 berufstätige ÖsterreicherInnen zwischen 16 und 65 Jahren zum Thema Burn Out befragt wurden, fühlt sich jeder vierte Österreicher von Burn Out bedroht, obwohl für 77,8 % der Österreicher der Job einen hohen bis sehr hohen Stellenwert einnimmt und 84 % Spaß an der Arbeit haben!
Internationale Studien belegen, dass Menschen, die unter hohem psychischem Druck und mit geringem Handlungsspielraum arbeiten, um mindestens 50 Prozent mehr und um 75 bis 160 Prozent längere Krankenstände haben als Menschen, die nicht unter diesem Arbeitsstress leiden.


Psychische Erkrankungen sind bereits die zweitgrößte Gruppe der Neuzugänge in die Erwerbs-unfähigkeitspension - größer ist nur mehr die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen, deren Ursache aber auch oft auf psychischer Belastungen zurückzuführen ist.

Burn Out kann beschrieben werden als ein über längere Zeit (Wochen, Monate) andauernder körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfungszustand, in dem es dem oder der Betroffenen nicht mehr möglich ist, sich durch normale übliche Regenerationsphasen (z.B. Urlaubswoche) zu erholen.
Um Burn Out vorzubeugen ist es unabdingbar, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Letztlich geht es darum, Stress zu vermindern, an einem menschlichen Betriebsklima zu arbeiten, Anerkennung zur Unternehmenskultur zu machen.


Wir fordern daher:

  • Vermehrte Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten,
  • Fortbildungsangebote (Kommunikation, Informationsaustausch, …),
  • Fortbildung und Qualifizierung regelmäßig den Erfordernissen der Arbeit an-passen,
  • Tätigkeitswechsel für möglichst viele MitarbeiterInnen,
  • Vermehrter Einsatz von ArbeitspsychologInnen und die Erweiterung des betrieblichen Sozialdienstes (SozialarbeiterInnen, GesundheitsberaterInnen, …),
  • Möglichkeiten der Wertschätzung (Teamcoaching, MitarbeiterInnenorientierungs-gespräche in Begleitung mit Job-Coachs, Betriebliches Eingliederungs-management, …),
  • Aus- und Fortbildung für Führungskräfte,
  • Stresspräventionsorientierte Gesundheitszirkel,
  • Verpflichtende Führungskräftebeurteilung durch MitarbeiterInnen,
  • Geringe Umgebungsbelastungen (bezüglich Lärm, Klima, Staub, etc.),
  • Ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze (richtige Arbeitshöhe, ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes, körpergerechtes Heben und Tragen, etc.).

 

 

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