Betriebliche - bzw. berufliche Gesundheitsförderung
Verdichtung der Arbeitsanforderungen und gesundheitliche Beschwerden durch hohe Arbeits-belastungen (Lärm, Hitze, Staub, usw.) wirken sich genauso negativ auf das Arbeitsklima aus, wie Führungsschwäche, Arbeits- und Beinaheunfälle, Sucht, Konflikt/Mobbing und innere Kündigung.
Damit Menschen lange gesund, motiviert und zufrieden in der Arbeitswelt bleiben können, muss dies entsprechend vorbereitet und unterstützt werden.
Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) muss für die Unternehmen und Betriebe ange-sichts wachsender Arbeitsbelastungen, gesundheitlicher Einschränkungen sowie des Anstiegs psychischer Erkrankungen ein wichtiges Thema sein!
Sie ist als eine Organisationsentwicklungsstrategie zu begreifen, da sie sich so nah wie möglich an jenen Faktoren der Arbeitswelt orientiert, die Krankheiten auslösen können. Die Zielsetzungen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) bestehen in der Schaffung von menschenwürdigen und menschengerechten Arbeitsplätzen.
Sie umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von ArbeitgeberInnen, MitarbeiterInnen und Gesell-schaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, wobei die Maß-nahmen der BGF bei der Verhältnisprävention (Ursachenbekämpfung) ansetzen sollen, selbstverständlich ergänzt um die Verhaltensprävention (Bekämpfung der Symptome).
Die beste Grundlage für BGF-Maßnahmen bieten die Ergebnisse der Ermittlung und Bewertung der Gefahren und Belastungen der Arbeitsplätze (Evaluierung), wobei hier die aktive Beteiligung der MitarbeiterInnen als ArbeitsplatzexpertInnen für den Projektablauf wichtig ist, um adäquate Problemlösungen zu entwickeln.
BGF ermöglicht folglich eine WIN-WIN-Situation und bringt sowohl den MitarbeiterInnen als auch den Gemeinden eine Reihe von Vorteilen (z. B. Verringerung individueller gesundheitlicher Risikofaktoren, Erweiterung der Fähigkeiten im Umgang mit Belastungen und der Fähigkeit, mit spezifischen Problemen besser umzugehen, Erhöhung der Kompetenz der Beschäftigten in Gesundheitsfragen, Steigerung von Arbeitszufriedenheit, Verbesserung des Betriebsklimas, Fehlzeitenreduzierung bzw. Verminderung von Krankenständen bei den MitarbeiterInnen) Fachkundige Hilfe bieten ArbeitsmedizinerInnen, ArbeitspsychologInnen, Sicherheitsfachkräfte und Sicherheitsvertrauenspersonen, wie sie das ArbeitnehmerInnenschutz- und die Bedienstetenschutzgesetze der einzelnen Bundesländer vorsehen.
Wir fordern daher:
- Mittels Betriebsvereinbarungen sollen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheits-förderung erzwingbar durchgesetzt werden können,
- Flächendeckende Ausbildung von GesundheitslotsInnen,
- Verpflichtende Führungskräfteschulung - BGF in der Praxis,
- Einheitliche und flächendeckende Gesundheitsförderung bei der Stadt Wien und deren Betriebe und Unternehmungen,
- Umsetzung des Gesundheitsförderungskonzeptes "Gesundheitsförderung im Bereich der Stadt Wien" - Gesamtkonzept der KooperationspartnerInnen: MA 3, Wiener Stadtwerke, KAV, KFA, BKK der WVB und der GdG-KMSf",
- Gesunde Pausen (Powernapping, Aktivpausenräume, flächendeckende Ein-führung eines Bildschirmschoners mit Bewegungsübungen),
- Verpflichtende Gesundheitszirkel zur Überprüfung der aktuellen Ressourcen und Belastungen am Arbeitsplatz.






























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