Mobbing-Prävention
Von "normalen" Konflikten und Streitereien unterscheidet sich Mobbing dadurch, dass es gezielt, systematisch und über einen längeren Zeitraum mit der Absicht betrieben wird, "auszugrenzen bzw. vom Arbeitsplatz zu vertreiben". Von Mobbing Betroffene werden gekündigt oder sind durch die langen "Quälereien" am Arbeitsplatz arbeitsunfähig geworden. Wenn man Mobbing eindeutig von alltäglichen Konflikten und Streitereien abgrenzt, dann wird das wahre Ausmaß des Problems deutlich.
Die über Monate und Jahre andauernden Feindseligkeiten der MobberInnen führen bei den Gemobbten zu verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden und dauerhaften Erkrankungen. Mobbing ist in diesem Zusammenhang ein bedeutender Belastungsfaktor, der zusätzlich neben den anderen täglichen Belastungen das berühmte "Fass zum Überlaufen" bringt.
Störungen, die bereits oft in der Frühphase von Mobbing auftreten:
- Schlafstörungen
- Migräne und Spannungskopfschmerzen
- Verspannungen, Herzbeschwerden
- Kreislaufprobleme
- Erschöpfungszustände
Als langfristige Folgen von Mobbing kann es neben den körperlichen bzw. psychosomatischen Beschwerden auch zu psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen kommen, wie z. B.:
- Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen
- Selbstzweifel, Selbstunsicherheit
- Depressionen, Antriebslosigkeit, Weinkrämpfe
- Gefühle der Verzweiflung und Selbsttötungsgedanken
- Paranoide Zustände, Verfolgungswahn
Wir fordern daher:
- Einsatz von Führungskräften, auch im Hinblick auf Sozialkompetenz und nicht nur im Hinblick auf Fachkompetenzen,
- Verpflichtende Führungskräfteschulungen im Bereich Soziale Kompetenz,
- Mehr Personal und Interventionsmöglichkeiten für die Mobbing und Konfliktbe-ratungsstellen im Magistrat der Stadt Wien,
- Belastende Arbeits- und Organisationsabläufe vermeiden bzw. Arbeitspsycho-logInnen einplanen,
- Offenes Gesprächsklima innerhalb des Betriebes fördern (z. B. Führungskräfte- Coaching),
- Eine Betriebsvereinbarung, Leistungsvereinbarung abschließen, in der Mobbing-handlungen als verpönte Praktiken verurteilt und geahndet werden,
- Verpflichtende interne Aus- und Weiterbildungen für alle MitarbeiterInnen,
- Flächendeckende Ausbildung von KonfliktlotsInnen.






























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