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Besser Honig, weißer oder brauner Zucker?

Zucker als Lebensmittel ist in unserer täglichen Ernährung sehr präsent.

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Die maximale tägliche Zuckerzufuhr sollte nicht mehr als 10 Prozent des Tagesenergiebedarfs betragen. Das sind im Durchschnitt etwa 50 g Zucker pro Tag. Da diese Empfehlung oft überschritten wird, zählt der Zucker unter anderem zu den Ursachen von Übergewicht und Adipositas.

Um diesen Zuckerkonsum zu reduzieren, wählen viele die angeblich gesünderen Alternativen wie z. B. Honig oder braunen Zucker. Was besser ist?

"Die Dosis macht das Gift."

Brauner Zucker ist ein Zwischenprodukt in der Herstellung von weißem Zucker. Beide werden aus Zuckerrüben gewonnen. Am braunen Zucker klebt jedoch noch ein wenig mehr Sirup. Er enthält einen minimal höheren Gehalt an Mineralstoffen und schmeckt leicht karamellartig. Siebt man braunen Zucker weiter aus, so erhält man weißen Zucker.

Mit dem Honig verhält es sich ähnlich. Mit 320 kcal auf 100 g ist er zwar ein wenig energieärmer als Zucker (400 kcal/ 100 g), jedoch wahrlich kein Schlankmacher. Im Honig sind Vitamine und Mineralstoffe auch nur in geringen Mengen vorhanden. Durch die klebrige Konsistenz bleibt der Honig länger auf den Zähnen haften und bietet somit einen guten Nährboden für Karies.

Für viele von uns bedeuten Honig, Zucker und zuckerreiche Lebensmittel Genuss beim Essen. Letztendlich ist aber die Menge, die wir täglich aufnehmen, entscheidend. Um also nicht komplett auf den süßen Geschmack verzichten zu müssen, sollten wir uns an Paracelsus' Erkenntnis halten: Die Dosis macht das Gift.

Karin Varga & Annika Hackl, DiätologInnen am Sanatorium Hera