News Archiv Beiträge 

"EQUAL-PAY-DAY Aktionstag"

in Österreich, 08.10.2013

Was ist der Equal Pay Day?

Der Equal Pay Day (EPD) ist der Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen und macht auf den bestehenden Gender Wage Gap (Geschlechter-Einkommenslücke oder Geschlechter-Lohnlücke) aufmerksam. Er wird in zahlreichen Ländern an unterschiedlichen Tagen begangen. In Österreich ist der Equal Pay Day-2013 am 8.10. Der Einkommensunterschied beträgt sage und schreibe 23,2%. An diesem Tag haben Männer bereits jenes Einkommen erreicht, wofür Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. Anders gesagt: Frauen arbeiten 85 Tage gratis.

Warum Equal Pay Day?

Equal Pay Day Kampagne der ÖGB-Frauen (www.oegb.at/frauen)

Mit einer bundesweit angelegten Kampagne zum Equal Pay Day (EPD) wollen die ÖGB Frauen die Einkommensschere in Österreich gezielt in Ländern und Regionen thematisieren und aufzeigen, dass "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" noch immer nicht Realität ist. Im Mittelpunkt stehen Lohngerechtigkeit, Entgeltdiskriminierung und Arbeitsbewertung sowie Einkommenstransparenz. Themen, die den ÖGB-Frauen zu wichtig sind, um zwei Mal im Jahr - zum Weltfrauentag und zum Equal Pay Day als Nebenschauplatz im medialen Tagesgeschäft abgehandelt zu werden. Mit der Kampagne wollen die Gewerkschafterinnen auf das strukturelle Problem der Einkommensunterschiede aufmerksam machen, informieren und sensibilisieren, aber auch Lösungsansätze aufzeigen und politische Forderungen stellen.

Was ist das Ziel?

Ursachen von Entgeltunterschieden aufzuzeigen und langfristig die Entgeltunterschiede abzubauen. Einkommensunterschiede wirken sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes aus. Weniger Einkommen führt zu weniger Investitions-Spielraum und Konsum und zu einer verminderten Rücklagenbildung und Vorsorge. Vielfach besteht auch das Vorurteil, dass der Einkommensunterschied auf Grund der Tatsache besteht, dass Frauen öfter Teilzeit arbeiten als Männer. In den Berechnungen zum Equal Pay Day werden jedoch Teilzeitjobs nicht miteinbezogen. Verglichen werden ganzjährig Vollbeschäftigte.

Reden wir darüber!

Unbezahlte und bezahlte Arbeit sind noch immer sehr ungerecht verteilt. Des Weiteren spielt auch die Berufswahl für das Einkommen eine entscheidende Rolle. Oftmals entscheiden sich Frauen eher für schlechter bezahlte Berufe. Typische Frauenberufe, beispielsweise Kindergartenpädagoginnen oder ein Beruf in der Pflege, sind schlechter bezahlt als technische Berufe. So ist eine Mechanikerstunde mehr wert als die Stunde Arbeit an einem Menschen. So muss man davon ausgehen, dass diesen Tätigkeiten eine geringe Wertschätzung entgegengebracht wird.

Diese Probleme können nur gesellschaftspolitisch gelöst werden. Es ist eine Neubewertung von Arbeit notwendig. Wichtige Schritte wurden bereits gesetzt.

Für weitere Informationen zum Equal Pay Day steht ihnen, Frau Regina MÜLLER unter (01) 4000 – 59243 gerne zur Verfügung!

Weitere Online-Informationen erhalten sie unter: www.oegb.at/frauen