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Gleichberechtigt Leben!

Wir bleiben dran!

8. März Internationaler Frauentag

Der internationale Frauentag erinnert an den langen Kampf der Frauen für eine gerechte Gesellschaft.

In der Zeit von 1933 bis 1945 sogar verboten, fordert dieser Tag dazu auf, zu bedenken, dass Gleichberechtigung und Chancengleichheit nicht selbstverständlich sind. Geht die Tradition des Frauentages auch auf die Jahrhundertwende zurück, seine inhaltliche Ausrichtung ist heutzutage (leider) genauso aktuell wie damals.

Frauenfeindliche Äußerungen eines amerikanischen Präsidenten, dem Frauenrechte (Menschenrechte) scheinbar unwichtig sind, politische Gruppierungen, die Frauen für die Brutpflege verantwortlich sehen – schon längst überwunden geglaubtes „feiert“ unverschämt sein Comeback. Es ist offensichtlich wieder gesellschaftsfähig, veraltete Frauenbilder zu verbreiten, frauenfeindlich zu sein!

All das, wie auch die Ereignisse in Köln fordern uns auf, deutliche Zeichen zu setzen, Stellung zu beziehen. Egal aus welchem Eck Frauenfeindlichkeit kommt, sie wird nicht toleriert, wir wollen das nicht! Die Frauenrechte wurden hart erkämpft, diese gilt es zu verteidigen und auszubauen.

Rückschritte akzeptieren wir nicht. Wir wollen, dass Frauen und Männer, Töchter und Söhne ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben führen können. Und das in einer Gesellschaft, in der Gleichberechtigung und Chancengleichheit Selbstverständlichkeiten sind.

Selbstverständlich oder hart erstritten?

  • 1918: Einführung des Allgemeinen Frauenwahlrechts
  • 1975: Familienrechstreform

    • Mann nicht mehr Haushaltsvorstand
    • Frauen dürfen ohne Erlaubnis des Mannes einen Beruf ausüben
    • Frauen dürfen über den Wohnsitz mitentscheiden

  • 1976: Scheidungsreform
  • 1978: Straffreier Schwangerschaftsabbruch (§144): Fristenlösung
  • 1979: Gleichbehandlungsgesetz
  • 1989: Wegweiserecht
  • 1990: Johanna Dohnal wird 1. Frauenministerin Österreichs
  • 1997: Gewaltschutzgesetz
  • 1998: Gleichstellung der Geschlechter in der Verfassung
  • 2004: Vergewaltigung in der Ehe oder Lebensgemeinschaft gilt uneingeschränkt als Offizialdelikt

 

Regina Müller

HG1-Frauenvorsitzende

regina.mueller(at)wien.gv.at