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Internes Arbeitsmarktservice jetzt!

Auf gut Glück? Das ist zu wenig. Wer sich innerhalb des Wiener Magistrats beruflich verändern möchte, soll beraten und begleitet werden.

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Eine "attraktive Arbeitgeberin" mit breitem Leistungsspektrum: So wirbt die Wiener Stadtverwaltung mit der Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten. Damit auch MitarbeiterInnen diese ausschöpfen können, müsste sie aber auch Karriere-, Entwicklungs-, Aufstiegs- oder Umstiegsmöglichkeiten anbieten.

Viele KollegInnen im Magistrat suchen nach einigen Jahren neue Herausforderungen und sind bereit, die Dienststelle zu wechseln. Das ist normal, wichtig und gut so! Doch leicht haben sie es dabei nicht. Es ist eine Suche auf "gut Glück". Oft wenden sie sich dazu an DienststellenleiterInnen, PersonalvertreterInnen und GewerkschafterInnen. Ob eine berufliche Veränderung gelingt, hängt häufig vom Zufall ab, denn die KollegInnen sind weitgehend auf sich allein gestellt.

Berufliche Entwicklung ermöglichen

Und genau an dieser Stelle wird ein großes organisatorisches Defizit der Dienstgeberin sichtbar: Die Stadt Wien, bei der mehr als 60.000 Personen beschäftigt sind (inklusive Krankenanstaltenverbund, Wiener Wohnen, Wien Kanal), hat keine zentrale Stelle, an die sich Bedienstete wenden können, um einen Überblick über aktuell in Frage kommende Jobangebote zu bekommen. Die KollegInnen wünschen sich außerdem eine persönliche, kompetente und vertrauliche Beratung über notwendige Formalqualifikationen, Zugangsvoraussetzungen und Perspektiven. Die elektronische Jobbörse kann das nicht leisten.

Freude an der Arbeit

Letztendlich wäre diese Stelle eine Win-win-Situation für beide Seiten: Die KollegInnen können sich weiterentwickeln, die Dienstgeberin profitiert vom Erfahrungszuwachs der MitarbeiterInnen. Deshalb fordert die HG 1 vehement ein internes Arbeitsmarktservice. Wir sind überzeugt, dass der Bedarf an dieser Einrichtung in den kommenden Jahren steigen wird, allein schon vor dem Hintergrund des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM).

Durch dieses Programm könnten auch gesundheitlich eingeschränkte, aber durchaus noch dienstfähige KollegInnen bei der Suche nach einer passenden Verwendung unterstützt werden. Im Endausbau soll es sich aus unserer Sicht nicht nur auf Kernmagistrat und den KAV beschränken, sondern sämtliche Unternehmungen der Stadt Wien umfassen, an denen die Stadt Wien beteiligt ist.

manfred.obermueller(at)wien.gv.at