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"Je suis Charlie"

Solidarität ist unverzichtbar

Trauermärsche, Mahnwachen, Solidaritätskundgebungen in ganz Europa: Die Zeit nach diesem 7. Jänner ist eine andere als davor. Der kaltblütige Mord an 17 Menschen in Paris hat viele Menschen aufgerüttelt: Seither sind Millionen auf die Straßen gegangen, um der Opfer zu gedenken und Solidarität zu bekunden. Da der erste blutige Anschlag an diesem 7. Jänner gegen das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" gerichtet war, wird sich dieser Tag in die Erinnerung eingraben, an dem ein Anschlag auf Meinungs- und Pressefreiheit verübt worden ist.

 

Dem Schock folgte jedoch die grimmige Entschlossenheit von Millionen. Sie machen mobil für demokratische Grundwerte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Pressefreiheit. Sie machen sich stark für die Demokratie insgesamt. Und gegen Extremismus und Gewalt jedweder Art. Dafür stehen Sätze wie "Je suis Charlie" oder "Nous sommes tous Charlie", dafür stehen die hochgehaltenen Bleistifte. Selbst 90-Jährige haben sich auf der place de la République in Paris eingefunden um Solidarität zu zeigen.  Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkünfte, Kulturen und Religionen haben einander die Hände gereicht und damit ein Zeichen gesetzt: für den Frieden, Demokratie und Freiheit. Gegen Hass, Fanatismus  und Menschenfeindlichkeit. Auf einem handgeschriebenen Plakat war ein Zitat von Thomas Jefferson zu lesen: "Unsere Freiheit beginnt mit der Freiheit der Presse". Europa erlebt Tage der Trauer, aber auch der Solidarität.

 

"Solidarität ist die DNA der gewerkschaftlichen Bewegung. Es ist großartig und unendlich wichtig, dass sich so viele Menschen für Meinungs- und Pressefreiheit einsetzen und dafür auf die Straßen gehen", betont HG1-Vorsitzender Norbert Pelzer. "Unsere Grundfreiheiten wurden mühsam erkämpft. Sie bilden das Fundament unserer europäischen Demokratien und des sozialen Friedens. Frieden ist eines der höchsten Güter, das es zu verteidigen gilt", so Pelzer weiter. Deutlich zeige sich auch, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu belebt werden müsse. „Solidarität ist dabei unverzichtbar“.

 

Der zunehmende Extremismus zeige aber auch, dass sich Europa intensiv mit Fragen von  Verteilungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Bildung befassen müsse, erklärt der HG1-Vorsitzende. Junge Menschen mit guter Ausbildung und Perspektive neigten weit weniger dazu, sich fundamentalistischen Gruppen anzuschließen.

 

Solidaritätserklärung zu "Charlie Hebdo"

Österreichs JournalistInnen rufen zur Unterstützung auf. Die Unterschriftenliste wird als Zeichen der Solidarität an den französischen Botschafter in Österreich übergeben. 

Zur Unterzeichnung der Solidaritätserklärung