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Jobbörse neu

Transparenter interner Arbeitsmarkt

Zu den langlebigsten Forderungen der Gewerkschaft gehört die Wiederbelebung einer magistratsweiten Jobbörse. Gegeben hat es sie schon vor Jahrzehnten, und zwar für alle KollegInnen, nicht nur für solche in höheren Funktionen. Es kann ja einfach nicht sein, dass Babypause, Sabattical oder Bildungsurlaube direkt ins berufliche Nirwana führen können: Fast jeder muss sich heutzutage „irgendwo in den Weiten der Stadtverwaltung“ um einen passenden Job anstellen. Ungemütlich kann es werden, wenn man sich bei Vorgesetzten mit dem Wunsch meldet, den Arbeitsplatz oder „gar“ die Dienststelle zu wechseln. Von einem Tag auf den anderen wird man „schief“ angeschaut und als unzuverlässig betrachtet; kann Entwicklungschancen in den Wind schreiben, wenn aus der Versetzung doch nichts werden sollte.

Niemand kann sagen, wie viele Menschen bei ihrer Rückkehr in den Beruf welche Karriere anstreben; und welchen Wert für sie das Gleichgewicht zwischen Job mit gutem Verdienst einerseits und andererseits legitimem Interesse an Freizeit mit Familie sowie persönlicher Weiterentwicklung hat. Wenn die Dienstgeberin dabei ein gutes Händchen beweist, kann sie damit rechnen, dass die betreffenden MitarbeiterInnen am neuen Arbeitsplatz ausgeglichener sind, weniger leicht ins Burn-out schlittern, mit hoher Verantwortung gut zurechtkommen und Zeitdruck, wenn erforderlich, aushalten.

Zeitpunkt für internen Arbeitsmarkt jetzt genau richtig

Aber all das passiert jetzt noch wenig strukturiert. Die MitarbeiterInnenzeitschrift „wien aktuell“ sagt nur das Notwendigste. Konkrete, weiterführende Aussagen über die stets wechselnden freien Dienstposten fehlen oder sind wenig attraktiv.
Es ist also notwendig, Dienstgeberin und Arbeitsplatz-suchende nach überschaubaren Regeln zusammenzuführen, die von externen SpezialistInnen entwickelt werden könnten. Was in privaten PartnerInnenbörsen durch automatischen Abgleich von gewünschten und gebotenen Eigenschaften aus einem großen Datenbestand manch gutes Ergebnis liefert, könnte Pendants auch auf dem Arbeitsmarkt der Stadt Wien erzeugen.

Richtiger Zeitpunkt für Jobbörse neu
Der Zeitpunkt für eine solche Umstellung wäre gerade jetzt genau richtig, weil die Besoldungsreform für jeden einzelnen Arbeitsplatz eine detaillierte Postenbeschreibung verlangt.

michael.kerschbaumer(at)wien.gv.at