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'Kinderbetreuungsgeld Neu' seit 1. März

Gab es bisher verschiedene Pauschalvarianten, ist für Geburten seit dem 1. März 2017 ein Kinderbetreuungsgeldkonto eingerichtet. Die Pauschalmodelle wurden zu einem flexiblen, selbst gestaltbaren Konto verbunden. Unabhängig von der Anspruchsdauer gibt es einen gleich hohen Gesamtbetrag für die Eltern. Berechnet wird nach Tagen statt Monaten.

Nehmen beide Elternteile das Kinderbetreuungsgeld (KBG) in Anspruch, ergibt sich ein Gesamtbetrag ab Geburt von € 15.449. Achtung: Bei Wochengeldbezug erfolgt eine neue Berechnung. Ebenfalls neu ist, dass das Konto auf Bezugstage und nicht mehr auf Lebensmonate berechnet wird. Mütter und Väter können selbst die Dauer des Anspruches bestimmen.

Bezieht nur ein Elternteil das KBG, beträgt die kürzeste Bezugsdauer 365 Tage (rund zwölf Monate) und die längste 851 Tage (rund 28 Monate). Nutzen beide Elternteile das KBG, wird es für 456 Tage (rund 15 Monate) und 1.063 Tage (rund 35 Monate) ausbezahlt. Je nach gewählter Bezugsdauer errechnet sich ein Tagesbetrag.

Nur dasselbe Modell für beide Elternteile

Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bleibt weiterhin bestehen. Auch hier erfolgte eine Umstellung von Monaten auf Tage. Wie bisher sind beide Eltern an das gewählte Modell gebunden. Entscheidet sich ein Elternteil für das Konto, so muss der zweite Elternteil ebenfalls das Konto wählen. Ebenso verhält es sich bei der einkommensabhängigen Variante.

Eine Änderung des Modells ist nur innerhalb von 14 Tagen möglich. Beim ersten Bezugswechsel können jetzt beide Eltern gleichzeitig bis zu 31 Tage KBG beziehen. Die Anspruchsdauer verringert sich dadurch um die gleichzeitig bezogenen Tage. Diese Neuerung gilt für das Konto und für die einkommensabhängige Variante. Bei partnerschaftlicher Teilung (40:60 bzw. 50:50) des Kinderbetreuungsgeldes erhalten bei de Elternteile auf Antrag einen Partnerschaftsbonus von insgesamt € 1.000. Dieser Bonus ist auch für die BezieherInnen der einkommensabhängigen Variante möglich.

Familienzeitbonus - Schritt in die richtige Richtung

Für Geburten ab 1. 3. 2017 gibt es als Geldleistung den Familienzeitbonus für erwerbstätige Partner unmittelbar nach der Geburt des Kindes. Diesen Bonus können Väter, Adoptiv- oder Pflegeeltern sowie gleichgeschlechtliche PartnerInnen in Anspruch nehmen. Achtung: Der Betrag wird später vom Kinderbetreuungsgeld des "Vaters" abgezogen, wenn er/sie Kinderbetreuungsgeld in Anspruch nimmt. Der Familienzeitbonus steht für 28 bis 31 Tage zu, beträgt € 22,60 täglich und muss innerhalb der Schutzfrist der Mutter nach Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden.

Dank des Einsatzes der Frauenabteilung der younion ist es gelungen, dass der Familienzeitbonus auch für Partner im Gemeindedienst möglich ist. Ein erster Entwurf hatte vorgesehen, dass der Familienzeitbonus nur für die Dauer von durchgängig 31 Tagen zusteht. Eine durchgängige Dauer von 31 Tagen stimmt jedoch nicht mit der im Dienstrecht verankerten Frühkarenz überein (eine bis vier Wochen).

regina.mueller(at)wien.gv.at