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Krisenzentren

FSG fordert mehr Sicherheit und Doppelbesetzung

SozialpädagogInnen in den Krisenzentren brauchen mehr Schutz. Sie arbeiten mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr – und das meist alleine! Beschimpfungen, Angespucktwerden und immer öfter auch tätliche Übergriffe gehören zum traurigen Alltag.

Dass das nicht so sein muss, beweist das Beispiel Krisenzentrum Pleischlgasse. In Zusammenarbeit mit der FSG wurde dort erreicht, dass immer zwei SozialpädagogInnen gleichzeitig im Dienst sind. Dazu kommen Notfallarmbänder für die KollegInnen sowie Alarmschalter im gesamten Krisenzentrum. Eine Videoanlage wurde beim Eingang installiert, Sicherheitstüren eingebaut. Wird Alarm ausgelöst, meldet sich sofort die Rathauswache.
Seit der Errichtung dieser Schutzmaßnahmen geht das Ausmaß der Übergriffe deutlich zurück. Das subjektive Sicherheitsgefühl unserer KollegInnen ist deutlich gestiegen, was sich auch positiv auf unsere KlientInnen auswirkt.


Beim Thema Sicherheit spielt auch die Größe der Räume eine wichtige Rolle: Genug Platz wirkt deeskalierend. Auch Einzelzimmer, in die sich die KlientInnen zurückziehen können, sind dringend erforderlich.

Die FSG fordert daher entsprechende Räumlichkeiten und Einzelzimmer für alle KlientInnen sowie die Begrenzung der KlientInnenzahl in den Krisenzentren auf maximal acht Personen. Die FSG-GewerkschafterInnen und -PersonalvertreterInnen verlangen raschen Ausbau der Sicherheitsvorkehrungen in allen Krisenzentren sowie durchgehende Doppelbesetzungen.

andreas.walter(at)wien.gv.at