News Archiv Beiträge 

Mehr Personal – Daseinsvorsorge sichern!

Wir leben in einer Stadt, der im Rahmen der Mercer-Studie zum 9. Mal die höchste Lebensqualität weltweit attestiert wurde. Das kommt nicht von ungefähr – die MitarbeiterInnen der Stadt Wien leisten tagtäglich einen entscheidenden Beitrag, damit die Daseinsvorsorge für die BürgerInnen gewährleistet ist.

©shutterstock

Wien wächst Jahr für Jahr - im nächsten Jahrzehnt voraussichtlich auf 2 Millionen EinwohnerInnen. Eine wachsende Stadt braucht mehr Wohnraum, mehr Infrastruktur, mehr Kindergärten, mehr Schulen genauso wie ein mehr an Verwaltung. Und darum auch mehr MitarbeiterInnen.

Zu Recht können wir WienerInnen auf international beachtete soziale Errungenschaften stolz sein: Auf das öffentliche, qualitativ äußerst hochwertige Sozial- und Gesundheitssystem zum Beispiel, auf - im Vergleich zu anderen Hauptstädten - leistbaren Wohnraum, auf den gerechten Zugang zu Bildungseinrichtungen, auf ein lebenswertes Umfeld in der Stadt.

Solides soziales Fundament erhalten

Wien schaut nicht weg bei Krankheit, Alter oder Armut, sondern fördert ein solidarisches Miteinander und starken sozialen Zusammenhalt in der Stadt, um allen WienerInnen ein gutes Leben zu ermöglichen. Das rasante Wachstum der Stadt erhöht jedoch den Druck auf die sozialstaatlichen Einrichtungen und deren MitarbeiterInnen enorm. Als Interessenvertretung sehen wir uns verpflichtet, die hohen sozialen Standards zu schützen und weiterzuentwickeln. Denn das quantitative Wachstum muss mit qualitativem Wachstum Hand in Hand gehen, wenn wir in Zukunft keine Abstriche bei der Lebensqualität machen wollen.

MitarbeiterInnen & Wissen aufstocken

Der Personalstand im Wiener Magistrat muss konsequent an die sich verändernden demographischen Gegebenheiten angepasst werden, um parallel mit der wachsenden Bevölkerungszahl mitzuwachsen. Außerdem kommen in den nächsten Jahren auch altersstrukturbedingte Veränderungen auf uns zu: Die Generation der Babyboomer geht in den Ruhestand bzw. in die Pension. Ohne zeitgerechten Wissenstransfer wird es zu massiven Wissensverlusten kommen, welche die Leistungsfähigkeit der Verwaltung beeinträchtigen könnten. Darum ist es wichtig, auch auf die Motivation sowie auf die Unterstützung der Gesundheit der DienstnehmerInnen zu achten. Vorausschauende, aktive Personalplanung in der Stadt muss nicht nur die Dynamik am Arbeitsmarkt der Zukunft berücksichtigen, sondern genauso die Potenziale des eigenen Personals fördern und weiterentwickeln. Anerkennung und Wertschätzung der MitarbeiterInnen, aber auch angemessene Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz werden in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen, besonders um engagierte Nachwuchskräfte für die Verwaltung zu bekommen.

Die steigende Lebenserwartung verlangt zudem nach mehr qualifiziertem Personal in Pflege und Betreuung. Um hier nicht schon bald vor unüberwindbarer Personalknappheit zu stehen, müssen rasch entsprechende Ausbildungsplätze geschaffen werden. Denn die Lebenserwartung steigt auch dank der vorbildlichen Gesundheitsversorgung und des lebenswerten Umfelds in Wien.

Bereits viel erreicht ...

Personalvertretung und Gewerkschaft agieren für ihre Vertretenen immer am Puls der Zeit. Gemeinsam haben sie erreicht, dass einige Dienststellen auf den sich abzeichnenden Personalbedarf bereits reagiert haben. Seit 2014 wurden in der MA 40 beispielsweise insgesamt 157 neue Dienstposten geschaffen. Auch der Personalvertretung der MA 35 ist es gelungen, dass alle freien Dienstposten nachbesetzt und zusätzliche Dienstposten geschaffen wurden, um die ständig steigende Arbeitsbelastung abzufedern.

Die wachsende Bevölkerungszahl hat auch die Anzahl der Rettungseinsätze ansteigen lassen. Den KollegInnen der MA 70 wurden nach eindringlichen Forderungen der dortigen Personalvertretung in einem ersten Schritt 80 neue Dienstposten zugesagt.

Das kann aber nur der Anfang sein. In den großen Feldern wie dem Bildungs- und Jugendbereich, im Bereich Gesundheit & Betreuung oder Wohnen & Infrastruktur ist noch viel zu tun, damit das Angebot der Stadt Wien der wachsenden Bevölkerung gerecht wird. Ihre PersonalvertreterInnen und Ihre GewerkschafterInnen werden sich weiter dafür einsetzen, dass sich die Dienstgeberin auch in Ihrer Dienststelle rechtzeitig um ausreichend Personal kümmert.

elisabeth.jarolim(at)wien.gv.at

regina.mueller(at)wien.gv.at

"Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt."

Marie Curie