News Archiv Beiträge 

Neu: Eingliederungs-Management

Gewerkschaftsforderung erfüllt

Der Magistrat ist nun endlich einer längst erhobenen Forderung der Gewerkschaft nachgekommen und hat „Betriebliches Eingliederungsmanagement - BEM“ und „step2job“ als neue, notwendige Instrumentarien eingeführt.

Modernes Personalmanagement erfordert gezielte Maßnahmen, damit MitarbeiterInnen länger im Arbeitsprozess bleiben können. Es reicht nicht, tüchtige und sehr gute KollegInnen zum Gesamtwohl der Stadtverwaltung zu fördern. Vielmehr ist die Dienstgeberin auch angehalten, ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Schwer integrierbare Bedienstete bzw. Personen, die aus Krankheitsgründen ihren Dienst in der derzeitigen Dienststelle bzw. ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben können, sollen bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz unterstützt werden.

step2job statt Arbeitsplatzverlust

Mit step2job werden Bedienstete, die sich verändern wollen oder sollen, durch die Dienststellen zu unterstützt, geeignete Tätigkeiten in anderen Bereichen finden, die ihren Interessen, Eigenschaften und Möglichkeiten entsprechen. Die bisherige und die neue Dienststelle sind unter Einbindung der MA 3 und der Personalvertretung bemüht, diese KollegInnen bestmöglich zu integrieren. Hier wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass mit den neuen KollegInnen wertschätzend und umsichtig umgegangen wird, insbesondere dann, wenn sie die Veränderung nicht selbst initiiert haben. Nach sechs Monaten wird eine „ehrliche“ MitarbeiterInnenbeurteilung angefertigt, die die fachliche und soziale Kompetenz bewerten soll. Sollten drei Integrationsversuche in drei Dienststellen scheitern, kann die Dienstgeberin das Dienstverhältnis auflösen.


BEM: Hilfe beim passenden Arbeitsplatz

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) dient hingegen dazu, MitarbeiterInnen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre bisherigen Tätigkeiten nicht mehr oder nur eingeschränkt ausüben können, länger im Arbeitsbetrieb zu halten und Vorkehrungen zu treffen, um Dienstunfähigkeit zu vermeiden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit kann in anderen Bereichen oder Dienststellen erfolgen. Notwendige Erhebungsschritte werden von den Pilotdienststellen unter Begleitung der MA 3 und – auf Wunsch der betroffenen MitarbeiterInnen auch der Personalvertretung –, eingeleitet und umgesetzt. Neben der Wiederherstellung der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit geht es vor allem auch darum, massive Einkommensverluste durch vorzeitige Pensionierungen zu vermeiden. Auf die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen wird mittels schriftlicher Zustimmung der betroffenen Personen besonders geachtet.

Als Gewerkschaft erachten wir diese Maßnahmen als erste Schritte in die richtige Richtung. Es wäre wünschenswert, dass sich alle Dienststellen im Magistrat daran beteiligen. Wir fordern, umgehend Verbesserungen für alternsgerechtes Arbeiten zu schaffen. Die gestiegene Lebenserwartung und die damit einhergehende Anhebung des Pensionsantrittsalters begründen diese Forderung, damit nicht wertvolles MitarbeiterInnenwissen verloren geht. Immerhin kann Arbeiten bei geeigneten Rahmenbedingungen bis ins hohe Alter Spaß machen. Als FSG versprechen wir, bei dieser Forderung nicht locker zu lassen.

 

manfred.obermueller(at)wien.gv.at