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Neues Dienstrecht für neu eintretende KollegInnen

Lange gefordert und seit heuer in Kraft: ein neues Dienstrecht mit neuen Gehaltstabellen für alle neu eintretenden MitarbeiterInnen bei der Stadt Wien.

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Ein neues Dienstrecht und neue Gehaltstabellen mit umverteiltem Lebensverdienst: Für alle KollegInnen, die seit dem 1. Jänner 2018 in den Dienst beim Wiener Magistrat eingetreten sind, ist das nun verwirklicht. Denn für Neuaufnahmen gilt seit Jahresbeginn das neue Wiener Bedienstetengesetz, zwischen Stadt Wien und younion sozialpartnerschaftlich ausverhandelt.

Für die bestehenden KollegInnen bleiben die Dienstordnung, die Vertragsbedienstetenordnung und die Besoldungsordnungweiter gültig. Erst nach und nach wird für immer mehr KollegInnen das Wiener Bedienstetengesetzgelten.

Attraktives Dienstrecht ...

Die Einstufung der neuen KollegInnen orientiert sich stärker an der ausgeübten Tätigkeit (Funktion) und weniger an der mitgebrachten Ausbildung. Der Lebensverdienst wird umverteilt - am Anfang mehr, zur Familiengründung oder Wohnraumbeschaffung zum Beispiel, dafür flacht die Gehaltskurve im weiteren Verlauf ab. Vieles, was bestehenden KollegInnendurch Nebengebühren weiterhin gesondert abgegolten wird, ist im Funktionsgehalt neuer KollegInnen gemäß Wiener Bedienstetengesetz bereits mit eingerechnet.

Neben dem Funktionsgehalt wird es in Zukunftnur mehr ganz bestimmte "Vergütungen" geben: etwa arbeitszeitbezogene Vergütungen (z. B. Überstunden). Außerdem ist es gelungen, ein Mindestgehalt von EUR 1.671,45 zu verankern - die gewerkschaftliche Forderung nach EUR 1.500 Mindestlohn ist für unsere künftigen KollegInnen damit erfüllt

.... für die nächste Generation

Der Paradigmenwechsel im Wiener Bedienstetengesetz - weg von ausbildungsorientierter, hin zu funktionsorientierter Entlohnung - wird die gesamte Personalarbeit, aber auch die Tätigkeit der Personalvertretungen stark beeinflussen, vor allem aber mehr Durchlässigkeit und Mobilität ermöglichen.

Der younion ist wichtig: Für die bestehenden KollegInnen muss das bisherige Dienst- und Besoldungsrecht kontinuierlich weiterentwickelt werden - zumal es für sie über viele Jahre weiter gelten wird. Es gibt also noch viel zu tun.