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Ohne Vielfalt keine Zukunft

Menschen sind verschieden – bringen vielfältige Talente und Kompetenzen mit. Wir GewerkschafterInnen setzen uns dafür ein, Diskriminierung und Benachteiligung abzubauen.

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„Was ist der Unterschied zwischen dem Prager Telefonbuch und dem Wiener Telefonbuch? 300 Kilometer“. Dieser alter Witz aus den 60er Jahren zeigt, Wien ist immer schon für Vielfalt gestanden. Die Donaumonarchie war ein Vielvölkerstaat mit unterschiedlichen Religionen. 

 

Die Stadt Wien bekennt sich seit Jahren zu dieser Vielfalt – auch als Arbeitgeberin. Diversität findet statt und umgibt uns. Natürlich gibt es auch Probleme. Das bringt eine Großstadt einfach mit sich und wirkt sich manchmal auch auf den Arbeitsplatz aus. Diese Schwierigkeiten haben aber selten damit zu tun, in welchem Land man selbst, die Eltern, die Großeltern, die Urgroßeltern geboren sind. 

 

Wir sind für alle da

Wen vertreten wir als GewerkschafterInnen? Nur die Müllers, die Meiers, die Hubers? Oder auch die Pollaks, die Novaks und die Stipsits? Und vertreten wir auch die KollegIn Yilmaz, Dragovic und Chen? Na selbstverständlich! Als Gewerkschaftsvertretung ist uns die Herkunft der KollegInnen egal. Uns geht es um menschenwürdige Arbeitsverhältnisse und faire Chancen für alle. 

 

Gleiche Rahmenbedingungen für alle

Für die Hauptgruppe 1 ist Diversität eine Ressource! Es braucht Vielfalt, Vielfältigkeit, um zukünftige Herausforderungen anzugehen und zu bewältigen. Dazu ist es wichtig, sich zuerst einmal mit den eigenen Haltungen, Bedürfnissen und Wünschen auseinander zu setzen. Wenn man sich seinen eigenen Vorurteilen stellt, ist der Weg offen für den Blick aufs Wesentliche. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt. Faire Arbeitsbedingungen, gerechte Entlohnung, gleiche Aufstiegschancen, Anerkennung für Leistung und der Wunsch für ein respektvolles Miteinander stehen allen gleich zu. 

 

Bereicherung & Potential wertschätzen

Die Gesellschaft ist in permanentem Wandel. Wir alle können ihn aber mitgestalten. Psychologe und Berater Stefan Hölscher bringt es auf den Punkt: „Für eine gesunde Gesellschaft brauchen wir die unterschiedlichsten Typen: den Dichter wie den Busfahrer, den Arzt wie den Straßenfeger, den Ingenieur wie den Friseur. Eine Gesellschaft, der dieses Bewusstsein abhanden geht, vergeht.“

 

„Umsichtiger Umgang mit Diversität ist die Voraussetzung für Chancengleichheit.“