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Sozialarbeit: Neues Berufsgesetz jetzt!

Gegen Lohn- und Qualitätsdumping

Seit 15 Jahren kämpft Sozialarbeiter und HG1-Personalvertreter Georg Dimitz mit den KollegInnen des Österreichischen Berufsverbandes der SozialarbeiterInnen OBDS für ein Berufsgesetz, in dem Berufsbezeichnungen, Ausbildungseinrichtungen, Anrechnungen ausländischer Ausbildungen, Aus- und Fortbildungsstandards sowie Qualitätskriterien festgelegt werden. Damit auch Sozialarbeit drin ist, wo Sozialarbeit draufsteht. Die KollegInnen des FSW, der MA 15 und MAG 11 wollen nicht mehr länger auf die gesetzliche Regelung von Berufsschutz und Berufsethik warten. Der Gemeinderatsbeschluss vom 30. März 2007 muss endlich umgesetzt werden.

Im September 2013 haben GdG-Vorsitzender Christian Meidlinger, Andreas Walter, Gabriele Zahrer, Georg Dimitz und ich die von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten initiierte Petition den verantwortlichen Stadträten Sandra Frauenberger, Christian Oxonitsch und Sonja Wehsely im Rathaus übergeben. Nach der Zusage von Stadtrat Oxonitsch zum Gesetzwerdungsprozess für das Land Wien hat Georg Dimitz vor kurzem eine Einladung in den Petitionsausschuss Ende September erhalten. Die Gesetzwerdung ist auf Schiene.


Ziele des Berufsgesetzes für SozialarbeiterInnen

Qualitätssicherung: Festlegung der Aus- und Fortbildungsstandards

Regelung der Verschwiegenheitspflicht: Ausnahmen von der Anzeigepflicht mit Festlegung der Konsultationspflicht

Entsprechung des Reglementierungserfordernisses: Voraussetzung für einen „tertiären Beruf“, Abbau der „Forschungsfremdbestimmung“

Berufsschutz: Berufsfeldbeschreibung, Titelschutz, Abwehr der Existenzbedrohung durch Low-Level-Ausbildung, Laisierung, Sozialdumping

Berufsethik: Beschreibung der Berufsethik – Schutz vor „verordneten, der Berufsethik widersprechenden Arbeitsbedingungen“

Gremialstruktur: Verbleib im Verband des ÖGB und der AK (vgl. Hebammen)

norbert.pelzer(at)wien.gv.at