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Teilzeitarbeit

Sind Mehrdienstleistungen erlaubt?

Bei Teilzeitbeschäftigten liegen Mehrdienstleistungen vor, wenn sie über das vereinbarte Ausmaß der Arbeitszeit zu Dienstleistungen herangezogen werden, ohne dass die volle Arbeitszeit (40 Stunden pro Woche) überschritten wird. Mehrdienstleistungen müssen angeordnet sein. Wie bisher dürfen Teilzeitbeschäftigte allerdings nur dann zu Mehrdienstleistungen herangezogen werden, wenn dies zur Vermeidung eines Schadens unverzüglich notwendig ist und andere Bedienstete mit voller Arbeitszeit nicht zur Verfügung stehen.


Diese Mehrdienstleistungen sind grundsätzlich innerhalb von drei Monaten im Verhältnis 1 : 1 in Freizeit auszugleichen. Ist das innerhalb dieses Zeitraumes nicht möglich, sind die Mehrdienstleistungen entweder im Verhältnis 1 : 1,25 in Freizeit auszugleichen oder 1 : 1,25 nach den besoldungsrechtlichen Vorschriften abzugelten bzw. im Verhältnis 1 : 1 in Freizeit auszugleichen und 1 : 0,25 zusätzlich nach den besoldungsrechtlichen Vorschriften abzugelten.


Bei Heranziehung von Teilzeitbeschäftigten zu Mehrdienstleistungen besteht Informationspflicht gegenüber der Personalvertretung, sofern die Heranziehung mehrere Teilzeitbeschäftigte mehr als zwei Tage hintereinander betrifft.

margit.pollak(at)wien.gv.at