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Traumberuf mit hohen Einstiegshürden

Bis Jahresende sollen der Wiener Berufsrettung 82 neue KollegInnen zur Verfügung stehen. Die Anforderungen sind hoch, garantieren aber attraktive Entwicklungsmöglichkeiten.

Zwei KollegInnen der Berufsrettung Wien im Krankenwagen im Einsatz

Nicht wenige sagen, Rettungssanitäter sei ihr Traumberuf - um diesen ergreifen zu können, seien so einige Herausforderungen zu meistern, betont Erwin Feichtelbauer, Personalvertreterbei der Wiener Rettung. "Gefordert werden die physische und psychische Eignung, ein Zeugnis als Rettungssanitäter, Tragetest, Topas-Test, fachliche Überprüfung, C-Führerschein, persönliches Gespräch und vieles mehr. Wer aber die Aufnahmetests positiv bewältigt, auf den wartet ein interessanter, spannender Beruf mit Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen", ist er überzeugt.

Anspruchsvoller Härtetest

Das Aufnahmeverfahren findet in drei Tranchen statt, zur Hälfte an der Rettungsakademie und zur Hälfte im Wiener Polizeiausbildungszentrum Marokkanerkaserne. Ganz zu Beginn wird überprüft, ob dieb ereits mitzubringenden Kenntnisse als RettungssanitäterIn den Standards der Wiener Berufsrettung genugen. Dabei müssen BewerberInnen zwei Aufgaben lösen: Einerseitsist die Reanimation einesP atienten vorzuzeigen, deren Erfolg nach internationalen Standards mit Computer gemessen wird, andererseits müssen Trauma-Patienten diagnostiziert werden können, was schon einiges an Erfahrung voraussetzt.

Umfassende Eignungsprufung

Beim Tragetest sind Tragenmit zig Kilo Gewicht rasch und sicher zu transportieren, der Topas-Test überprüft erworbenes Wissen und assoziatives Denken. Daruber hinaus wirdg roßer Wert auf die körperliche Leistungsfähigkeit künftiger MitarbeiterInnen gelegt. Beim Herz-Kreislauf-Test müssen 90 Prozent der dem Alter entsprechenden maximalen Leistungsfähigkeit erbracht werden. "Denn beim Einsatz kann es schon einmal vorkommen, dass man PatientInnen fünf Stockwerke ohne Lift so rasch wie möglich runtertragen muss", begründet Feichtelbauer die hohen physischen Anforderungen.

Sind die Aufnahmetests bestanden, startet man imsogenannten Fahrdienst. Nach einigen Jahren beginnt dann die Laufbahn als DisponentIn in der Leitstelle. Allen jenen, die später mit einer Ausbildung zum Notfallsanitäter Zusatzkompetenzen erwerben, stehen neue Wege offen: LehrerIn in der Rettungsakademie, MitarbeiterIn des Katastrophenzugs oder FlugretterIn im Rettungshubschrauber.


erwin.feichtelbauer(at)wien.gv.at