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Umfassend aktualisiert und modernisiert

Die neue, modular konzipierte Dienstausbildung für alle KollegInnen, die nach dem Wiener Bedienstetengesetz aufgenommen wurden, startet im Herbst 2019.

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Im neuen Wiener Bedienstetengesetz gibt es traditionelle Bedienstetenkategorien, z. B. Kanzleidienst oder Fachverwaltungsdienst, nicht mehr. Statt der Dienstprüfung wurde die neue Dienstausbildung entwickelt. Basis ist ein 3-Säulen-Modell: Die erste Säule stellt die mitgebrachte Ausbildung dar (z. B. Lehrabschluss, Matura etc.). Die zweite Säule beinhaltet die zentral von der Wien-Akademie durchgeführte Dienstausbildung für bestimmte Modellfunktionen. Und die dritte Säule beschreibt die dienststellen- oder arbeitsplatzbezogene Aus- und Weiterbildung.

Bis auf weiteres Parallelbetrieb

Für welche Modellfunktionen eine Dienstausbildung vorgeschrieben wird, ist auf der Intranetseite der Wien-Akademie nachzulesen. Für KollegInnen, die vor dem 1. Jänner 2018 aufgenommen wurden und denen im Dienstvertrag das Absolvieren einer Dienstprüfung vorgeschrieben wurde, gilt: Die alte Form der Dienstprüfung und die dazugehörigen Kurse bleiben vorläufig aufrecht, solange ein paralleler Kursbetrieb für eine Bedienstetenkategorie wirtschaftlich sinnvoll ist.

Kompakt konzipiert

Die Dienstausbildung ersetzt die fachspezifische Schulung in der Dienststelle nicht, sondern rundet diese mit wichtigen Themen ab. Neu eingetretene KollegInnen erhalten magistratsweit relevantes Basiswissen: Welche Struktur und Organe hat die Stadt Wien, wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung und vieles mehr. An ihrer Konzeption haben über 80 KollegInnen aus unterschiedlichen Abteilungen sowie die younion mitgewirkt. Sie achteten darauf, die Lerninhalte verständlich und praxisorientiert zu gestalten.

Modular gegliedert

Durch ihren modularen Aufbau unterscheidet sich die neue Dienstausbildung von der bisherigen Dienstprüfung deutlich. Die Inhalte wurden in Basismodule und - je nach Modellfunktion - zusätzliche Vertiefungsmodule gegliedert. Damit gibt es keine Gesamtprüfung mehr, der Lernstoff wird künftig in Teilprüfungen abgefragt. Außerdem kommen die KursteilnehmerInnen künftig aus verschiedenen Berufsfamilien. Das ermöglicht ihnen einen Blick über den Tellerrand der eigenen Berufsfamilie sowie berufsgruppenübergreifende Netzwerke aufzubauen. Auch die Berufsfamilien "Soziale Arbeit" und "IKT" werden nun miteinbezogen.

angelika.schleinzer(at)younion.at

guenter.unger(at)wien.gv.at