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Wer die bunten Tupfen in die Stadt bringt

Wien ist eine durch und durch grüne Stadt. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die WienerInnen und Gäste in unserer Stadt so wohlfühlen.

Es sind nicht nur die großen Flächen wie der Prater oder der Pötzleinsdorfer Schlosspark, der Oberlaaer Kurpark oder der Donaupark, die Wien prägen, sondern genauso die zahlreichen unterschiedlichen kleineren Parks.

Auch die große Anzahl an Alleebäumen und Straßenbegleitgrün sowie die zahlreich vorhandenen Blumenbeete verschönern das Stadtbild. Für uns Menschen sind all diese Grünräume nicht nur Sauerstofflieferanten, sondern wirken sich auch besonders beruhigend und Stress lindernd aus. Es ist kein Geheimnis, dass die Parks auch eine Stätte der Begegnung zwischen den Kulturen und wichtig für die Integration sind. Millionen Touristen schätzen nicht nur Oper, Stephansdom oder Hofburg, sondern genießen auch die vielen hervorragend gepflegten Parks und Grünflächen. Da macht man gerne Pause und erholt sich.

Weil uns Grün etwas wert sein muss

Natürlich kostet die ordentliche, fachgerechte Pflege von Millionen Quadratmetern Grünraum Geld. In Kürze wird etwa der neue Helmut-Zilk-Park zwischen Hauptbahnhof und Bildungscampus fertig sein und sollte selbstverständlich gepflegt werden. Nun wird aber schon jahrelang versucht, die Kosten für die öffentlichen Aufgaben zu verringern, weil sie der Stadt über den Kopf wachsen.

Das bekommen die Wiener Stadtgärtner immer mehr zu spüren. Heuer haben wir weit über hundert Saisonbedienstete weniger. Sollte es so weitergehen, werden wir die Pflege nicht mehr gewährleisten können.

Public Private Partnership auf unsere Kosten

Es werden also voraussichtlich private Firmen unsere Aufgaben übernehmen, denn gepflegt muss ja werden. Diese Firmen kosten ja scheinbar kein Geld, sonst könnte das Geld ja auch gleich uns gegeben werden, damit wir wie bisher die Arbeit ordentlich machen. Tatsächlich wird es bloß anders verbucht und damit versteckt.

Vom sozialen Standpunkt aus betrachtet ist es ohnedies eine Katastrophe. Unsere Saisonbediensteten verdienen "eh keine Häuser", und selbst das Wenige haben 140 Menschen jetzt auch nicht mehr. Sie fallen damit dem Sozialbudget der Stadt zur Last. Eigentlich könnte man sie gleich in Beschäftigung halten, denn das Geld dafür kommt ja nur aus einem anderen Topf.

werner.krachler(at)wien.gv.at