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Wiener Berufsrettung für alle Katastrophen gerüstet

Großunfälle oder gar Katastrophen kündigen sich nicht an, sie sind plötzlich da. Egal bei welcher Wetterlage, ob bei Tag oder Nacht, in welcher Region oder wie viele Menschen das Ereignis betrifft: Unsere Spezial-Züge stehen bereit.

Der moderne Fuhrpark der Wiener Berufsrettung

Die Wiener Rettung muss neben ihren täglichen Einsätzen auch jederzeit für alle denkbaren Katastrophen-Szenarien gerüstet sein. Mit konkreten, erprobten Plänen und Strategien, aber auch mit geeigneten Einsatzmitteln. Dafür gibt es den K-Zug – den Katastrophen-Zug – bereits in der zweiten, noch moderneren Generation. Der K-Zug besteht aus sieben Fahrzeugen, zu denen unter anderen eine mobile Leitstelle, ein Kommandofahrzeug, ein Bergefahrzeug sowie ein schwerer Anhänger als mobile Küche gehören.

 

Multifunktionelle Ausstattung

Die Bezeichnung K-Zug ist eigentlich nicht ganz korrekt, denn eine Katastrophe definiert sich als „ein Ereignis, das mit eigenen Mitteln und Strukturen nicht bewältigt werden kann und länderübergreifende oder internationale Hilfe benötigt.“ Für einen eventuellen Großunfall oder Massenanfall von Verletzten, auch MANV genannt, sind diese Fahrzeuge aber äußerst wertvoll. Die Fahrzeuge K2 und K3 mit ihrer multifunktionellen Einrichtung zum Beispiel bieten je fünfzehn Personen Platz. Sie kommen häufig zum Einsatz, wenn eine größere Anzahl an Leichtverletzten zu versorgen ist. Aber auch bei einer Evakuierung eines Wohnhauses bieten sie den Betroffenen Schutz und Erste Hilfe. Für all diese Eventualitäten sind die Fahrzeuge medizinisch vollständig ausgerüstet, klimatisiert und rollstuhlgerecht. Sie haben auch einen Kühlschrank und ein Notstromaggregat – im Gegensatz zu den Städtischen Autobussen, die früher bei solchen Ereignissen eingesetzt wurden.

 

Optimale Erstversorgung am Einsatzort

Noch größer ist der K5: ein 25 Tonnen-LKW mit Ladekran, ausgestattet mit Material und Ausrüstung, um bis zu fünfzig PatientInnen gleichzeitig adäquat versorgen zu können. Je nach Wetter, Temperatur, der Umgebung vor Ort und vielen anderen Gegebenheiten ist die Versorgung einer großen Anzahl von PatientInnen meist sehr materialintensiv. Aber ein sofortiger Abtransport zahlreicher unversorgter PatientInnen in Krankenhäuser ist ein Problem der Transportkapazität und verlagert die zu bewältigende Erstversorgung in die Aufnahmestationen.

 

Ganz entscheidend ist aber die spezielle Ausbildung der Mannschaft unseres K-Zugs – sie garantiert den WienerInnen die optimale Versorgung in einem Katastrophenfall.

 

 

erwin.feichtelbauer(at)wien.gv.at