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Wir haben eine Stimme und bestimmen mit!

Politisch interessierte Jugendliche sehen viele Entwicklungen sehr kritisch, zeigt eine anonyme Umfrage bei unseren Lehrlingen und jungen ArbeitnehmerInnen.

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Ein Großteil der Jugendlichen findet es sehr positiv, dass man in Österreich ab dem 16. Lebensjahr wählen und politisch mitbestimmen kann. Ein paar kritische Stimmen beschwerten sich allerdings darüber, dass sie zwar gerne von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen würden - sie mussten aber ehrlich zugeben, allein durch den Schulunterricht viel zu wenig über die aktuelle politische Situation sowie die Spielregeln und Abläufe in unserem Land zu wissen.

Die Frage "Findest du es gut, dass man ab 16 Jahren wählen kann?" beantwortete eine junge Arbeitnehmerin mit: "Ja, jedoch sollten Jugendliche besser über die einzelnen Parteien und ihre Ziele informiert werden." Denn bei den meisten Jugendlichen wird zu Hause nur bei größeren Ereignissen, die auch in den Medien besprochen werden, über Politik geredet.

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Auch wenn viele meinen, nur wenig darüber zu wissen, wie Politik eigentlich funktioniert - in einem sind sich fast alle einig: Sie sind unzufrieden damit, dass von Politikern oft viel versprochen, aber nur wenig auch wirklich umgesetzt wird. "Mich nerven die Streitereien, dass sich alle gegenseitig schlecht machen, anstatt zusammen zu arbeiten", so einer unserer Lehrlinge. Auch dass Parteien nicht kompromissbereit sind, wurde vielfach kritisiert.

Wählen gehen - ja bitte!

Die vom Ibiza-Skandal ausgelösten Neuwahlen begründen die meisten unserer Jugendlichen. Nur vereinzelt gab es kritische Meinungen, wie etwa: "Neuwahlen werden nichts ändern", oder "Die derzeitige Expertenregierung ist allerdings erfrischend stabilisierend".

Fest steht: Die Mehrzahl der Jugendlichen interessiert sich sehr wohl für Politik, auch wenn von den älteren Generationen oft der Vorwurf kommt, dass dies nicht der Fall sei.

melanie.orou(at)wien.gv.at