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Kann ich mir aussuchen, wie Überstunden abgegolten werden?

Wie Überstunden abgegolten werden, liegt im Ermessen der anweisenden Dienststelle.

Die Dienst- und die Vertragsbedienstetenordnung normieren dazu Folgendes: Angeordnete Überstunden sind im Verhältnis 1 : 1,5 nach den besoldungsrechtlichen Bestimmungen bzw. in Freizeit auszugleichen. Dasselbe gilt im Verhältnis 1 : 2 für angeordnete Überstunden, die in der Nacht (von 22 Uhr bis 6 Uhr) bzw. an Sonn- und Feiertagen geleistet werden.

Teilzeitkräfte sollten allfällige Mehrdienstleistungen innerhalb eines Quartals 1 : 1 in Freizeit ausgleichen bzw. nach Ablauf des Quartals 1 : 1,25 ausbezahlt bekommen. Eine Kombination aus Freizeit und monetärer Abgeltung ist selbstverständlich auch möglich (z.B. 1 Stunde Freizeitausgleich und eine halbe Stunde monetäre Bezahlung oder umgekehrt).

Ebenso können seit einiger Zeit Nacht- bzw. Sonn- und Feiertagsstunden (Verhältnis 1 : 2) auch ausschließlich in Freizeitausgleich konsumiert werden.

Bei der Art der Abgeltung ist in jedem Fall darauf zu achten, dass der ordentliche Dienstbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre FSG-GewerkschafterInnen.

manfred.obermueller©wien.gv.at

Wirkt sich die Auszahlung von Überstunden negativ auf meinen Nettobezug aus?

Hüherer Bruttobezug (etwa durch zusätzliche Überstunden) und das Erreichen einer höheren Steuerklasse verringern den Nettobezug nicht. Eine höhere Steuerklasse wirkt sich nur auf den eine bestimmte Grenze überschreitenden Teil des Bezuges aus (Grenzsteuersatz).

Es wird also nicht der gesamte Bezug h.her versteuert, sondern nur der überschreitende Teil. Monatlich werden bis zu zehn Überstunden mit 50%igen Überstundenzuschlägen begünstigt. Diese sind maximal mit € 86 monatlich begrenzt. Außerdem werden einzeln verrechnete Nebengebühren, die während des Urlaubes und einer Pflegefreistellung nicht anfallen, über die Urlaubsabgeltung finanziell abgegolten.

Die Höhe der Urlaubsabgeltung beträgt 12 % der im Berechnungszeitraum von August bis Juli des Folgejahres geleisteten einzelverrechneten Nebengebühren. Die Auszahlung erfolgt mit dem am 31. August gebührenden Monatsbezug bzw. bei Beendigung des Dienstverhältnisses.

Weitere Infos erhalten Sie bei Ihrer Personalvertretung.

margit.pollak©wien.gv.at

Bekomme ich Kinderzulage, wenn mein Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat?

Für ein Kind, welches das 18. Lebensjahr vollendet hat, besteht Anspruch auf Kinderzulage, wenn

a) für das Kind Familienbeihilfe gebührt,

b) für volljährige Kinder, die sich in Berufsausbildung befinden und die die Voraussetzungen für die Gewährung der Familienbeihilfe erfüllen,

c) das Kind, welches das 26. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, den Präsenzdienst oder Zivildienst leistet und dem unmittelbar vorher Kinderzulage gebührte und weder das Kind noch sein Ehegatte über eigene Einkünfte verfügen, die die Hälfte des Anfangsgehaltes der Verwendungsgruppe C erreichen.

WICHTIG: Die Auszahlung erfolgt nicht automatisch durch die MA 2, sondern nur auf Antrag. Grundlage dafür ist der Familienbeihilfenbescheid oder die Mitteilung (Kopie) des Finanzamts. Die Auszahlung erfolgt für den Zeitraum, für den vom Finanzamt die Familienbeihilfe weiter anerkannt wurde.

Die Kinderzulage ist ein Bezugsbestandteil und wird nach Höhe des Beschäftigungsausmaßes ausbezahlt. Nur bei Vollbeschäftigung beträgt die Zulage 14,53 Euro pro Kind.

Für Detailfragen steht Ihnen die Hauptgruppe 1 gerne zur Verfügung.

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Wer hat Anspruch auf eine Pendlerpauschale und „Pendlereuro“?

Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte kann die kleine oder große Pendlerpauschale bzw. der Pendlereuro gewährt werden, wenn

  • die Entfernung zwischen dem Wohnsitz und der Arbeitsplatzmöglichkeit 20 km oder mehr beträgt, und dabei die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist,
  • an mindestens elf Arbeitstagen im Kalendermonat von der Wohnung zur Arbeitsstätte gefahren wird (volle Pendlerpauschale).

Seit 1. Jänner 2013 haben auch (teilzeitbeschäftigte) Bedienstete, die weniger als elf Tage im Kalendermonat zu ihrer Arbeitsstätte fahren, Anspruch auf eine Pendlerpauschale. Sie beträgt ein Drittel (vier bis sieben Arbeitstage im Kalendermonat) oder zwei Drittel (acht bis zehn Arbeitstage im Kalendermonat) der jeweiligen (vollen) Pendlerpauschale.

Pendlereuro: Bei Anspruch auf Pendlerpauschale gebührt zusätzlich der Pendlereuro als Steuerabsetzbetrag (jährlich zwei Euro pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte).

Die Pendlerpauschale vermindert die jeweilige Lohnsteuerbemessungsgrundlage.Von der so ermittelten (geringeren) Lohnsteuer wird dann der Pendlereuro (monatlich ein Zwölftel des Jahresbetrages) abgezogen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Personalvertretung.

margit.pollak©wien.gv.at

Übergenuss bei Rehabilitationsgeld?

Ein Antrag auf Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension entspricht bei Vertragsbediensteten gleichzeitig auch einem Antrag auf Rehabilitation.

Bis über die Gewährung von Rehabilitationsgeld von der Pensionsversicherungsanstalt entschieden wird, geht die Dienstgeberin im Regelfall davon aus, dass ein Anspruch auf Krankengeld besteht - und zahlt in den Sonderzahlungsmonaten die gebührende Sonderzahlung weiterhin aus. Wird Rehabilitationsgeld gewährt (rückwirkend ab der Antragstellung), schließt dies jedoch den Anspruch auf Krankengeld und damit gleichzeitig auch den Anspruch auf bereits bezahlte Sonderzahlungen aus.

In diesen Fällen kommt es dann zu einer Rückforderung (Übergenuss) der ungerechtfertigterweise ausgezahlten Sonderzahlungen. Es können dabei durchaus höhere Geldbeträge rückgefordert werden!

Beachten Sie bitte außerdem die Meldepflicht: Sie müssen der Dienstgeberin (MA 2) sofort melden, dass Sie tatsächlich Rehabilitationsgeld gewährt bekommen. Falls Sie also einen Antrag auf Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension stellen, kalkulieren Sie bitte die Möglichkeit mit ein, dass ab dem Zeitpunkt der Antragstellung ausbezahlte Sonderzahlungen nachträglich rückgefordert werden können.

Ihre Personalvertretung hilft Ihnen bei Fragen dazu gerne weiter.

guenter.unger©wien.gv.at