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Gleichstellung statt Doppelbelastung

Gleiche Chancen für Frauen und Männer - trotz zahlreicher Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung sind essentielle Forderungen wie Einkommensgerechtigkeit und die tatsächliche Gleichstellung in der Gesellschaft auch im 21. Jahrhundert keine Selbstverständlichkeit. "Chancengleichheit 'passiert' nicht von selbst. Damit etwas weiter geht, braucht es den Druck der Frauen. Je mehr wir sind, umso stärker können wir auftreten und unseren Forderungen ein ernstzunehmendes gesellschaftspolitisches Gewicht verleihen", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht.
 

"Als Vertreterinnen der Arbeitnehmerinnen können wir nicht tolerieren, dass die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern weiter auseinander klafft. Typische Beispiele aus der Einstellungspraxis zeigen auf, dass, bedingt durch die ungleiche Bewertung der von Frauen und Männern geleisteten Arbeit, oft bereits bei der Ausschreibung einer Stelle unterschiedliche Einkommenshöhen angesetzt werden", so ÖGB-Bundesfrauensekretärin Sylvia Ledwinka, die die Problematik auf den Punkt bringt: "Neue Formen der Arbeitsbewertung, erste Schritte zur Einkommenstransparenz in den Betrieben - geregelt in den notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingen - sind erforderlich, um einen aktiven Prozess der Bewusstseinsbildung zu unterstützen. Wir alle tragen Verantwortung, diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu lösen.

Ziele und Forderungen

  • 1.300 Euro Mindestlohn in den Kollektivverträgen
  • Beseitigung der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede - gleiches Geld für gleichwertige Arbeit
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie - optimale Rahmenbedingungen, damit Frauen beides haben können: Kind UND Karriere
  • die volle Einbeziehung der a-typisch Beschäftigten in den sozial- und arbeitsrechtlichen Schutz
  • eine aktive Förderung des Wiedereinstiegs
  • fairen Zugang für Frauen zu betrieblicher Weiterbildung und faire Aufstiegschancen im Unternehmen
  • mehr Frauen in Führungspositionen und eine verpflichtende Quote in Vorstandsgremien und Aufsichtsräten - analog dem norwegischen Modell
  • Gender Mainstreaming als Strategie in allen Lebensbereichen, um eine nachhaltige Veränderung von Rollenbildern und Lebensmodellen zu bewirken
  • die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft
  • eine gerechte Umverteilung der Steuereinnahmen
  • und eine eigenständige Alterssicherung für Frauen

Die younion-Frauenabteilung

Die Frauenabteilung ist ein wichtiger Bereich in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. Unser Kapital sind die Mitglieder aus allen Bereichen und Unternehmungen der kommunalen Einrichtungen Österreichs.

Die Frauenabteilung hat ihren Sitz in Wien und setzt sich für die Anliegen der Gewerkschaftsmitglieder für ganz Österreich ein. Jedes Bundesland und jede Wiener Hauptgruppe hat ein eigenes Frauenreferat. Länderübergreifende Angelegenheiten werden im Bundesfrauenausschuss und hauptgruppenübergreifende Angelegenheiten im Wiener Frauenausschuss  behandelt.

Frauenpolitik ist eine Querschnittsmaterie, welche sich in allen Bereichen widerspiegelt. Die Frauenabteilung ist daher Ansprechpartnerin für alle Mitglieder der GdG, in welcher Anstellungsform auch immer und wo sie beschäftigt sind.

Unsere Aufgaben und Forderungen

  • entschiedenes Auftreten gegen Diskriminierung jeder Art
  • Mitwirkung bei der Gestaltung der Arbeitswelt
  • Aufzeigen von Benachteiligungen in Gesetzesentwürfen und Begutachtungen
  • Gleichbehandlung im Sinne der Gleichberechtigung
  • vehementes Auftreten gegen Privatisierung kommunaler Dienstleistungen
  • und vieles mehr ...

Wir helfen Ihnen bei

  • familienpolitischen Fragen
  • dienstrechtlichen Belangen
  • Lohn- und Gehaltsfragen
  • privaten Anliegen
  • und vielem mehr ...

Für weitere Fragen steht Ihnen die Frauenvorsitzende der Hauptgruppe 1 zur Verfügung:

Regina Müller

1., Zelinkagasse 4, 1. Stock

3., Am Modenapark 1-2, 3. Stock

Telefon: +43 1 4000-83902

Mobil: +43 676 8118-59243

Fax: +43 1 4000-50243

Mail:         regina.mueller(at)wien.gv.at