Themen Förderung Gesundheit 

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Gesundheitsbewusster Leben ist modern und für viele Menschen untrennbar mit ihren Vorstellungen von Lebensqualität verbunden. Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein macht natürlich auch nicht vor den Betriebstoren nicht Halt. In den letzten Jahren setzen Unternehmen zunehmend Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Die grundsätzlichen Ziele von BGF sind Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen, die Gesundheit zu stärken und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer zu verbessern. Die Zielsetzungen bestehen in der Schaffung von menschenwürdigen und menschengerechten Arbeitsplätzen.

Betriebliche Gesundheitsförderung als Unternehmensstrategie

Im Wesentlichen ist BGF als eine Organisationsentwicklungsstrategie zu begreifen. BGF orientiert sich so nah wie möglich an jenen Faktoren der Arbeitswelt, die Krankheiten auslösen können. Da der Gesundheitszustand der Beschäftigten natürlich auch vom persönlichen Lebensstil und vom Risikoverhalten abhängt, kann bei BGF-Projekten der Verhaltensförderung durchaus Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Magistrat der Stadt Wien wird die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) von der MA 3 übernommen. 

Bedienstetenschutz und berufliche Gesundheitsförderung (MA 3)

7., Hermanngasse 24-26/2. Stock

Telefon: (+43 1) 4000-75067

E-Mail: post(at)ma03.wien.gv.at

Fax: (+43 1) 4000-9975051

Gesundheitsförderung: Vorteile für die DienstnehmerInnen

Generell zielt die BGF auf die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Beschäftigten ab. Die folgende Tabelle gibt eine beispielhafte Übersicht möglicher positiver Effekte für die Belegschaft und die Vorteile für die Dienstnehmer:

  • generell Verringerung individueller gesundheitlicher Risikofaktoren,
  • Reduzierung gesundheitlicher Risiken auch für das Auftreten chronischer Krankheiten und damit längerfristig für Frühinvalidität,
  • Verbesserung des individuellen Wohlbefindens,
  • Erweiterung der Fähigkeiten im Umgang mit Belastungen und der Fähigkeit, mit spezifischen Problemen besser umzugehen,
  • Erhöhung der Kompetenz der Beschäftigten in Gesundheitsfragen,
  • Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmoral,
  • Verbesserung der Kommunikation in Gesundheitsfragen im Betrieb,
  • Verbesserung der Beziehung der Beschäftigten untereinander und
  • ein erhöhtes Selbstwertgefühl.

Gesundheitsförderung: Vorteile für die Dienstgeberin

Die Effizienz und Qualität öffentlicher Dienstleistungen hängen angesichts immer komplexer werdender Technik und flexiblerer Fertigungstechnologie sowie Organisationsformen stark von seinen Humanfaktoren ab. Sämtliche dokumentierten Programme bestätigen indirekte Wirkungen wie verbesserte Arbeitsmoral, verringerte Fluktuation oder ein verbessertes Firmenimage. Und tatsächlich nennen Unternehmen laut europäischen Untersuchungen bei innovativen Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz den Imagenutzen für die Firmen fast gleich oft wie den gesundheitlichen Nutzen. Auch die Vorteile aus einer damit verbundenen Verbesserung des Betriebsklimas werden noch vor die Verringerung von Fehlzeiten gereiht.

Beispiele für Vorteile für die Dienstgeberin:

  • Förderung der Kommunikationsstrukturen und -prozesse sowie des Innovationsklimas im Betrieb,
  • Steigerung von Arbeitszufriedenheit, Einstellungswandel und Motivation der Beschäftigten sowie Identifikation mit dem Betrieb,
  • Verbesserung des Betriebsklimas,
  • Verhaltensänderungen bei den Beschäftigten,
  • Fehlzeitenreduzierung bzw. Verminderung von Krankenständen bei den Beschäftigten,
  • Verringerung der Fluktuationsrate bei den Beschäftigten, damit weniger innerbetriebliche "Reibungs"-verluste,
  • Veränderte Risikowahrnehmung bei den Beschäftigten,
  • Strukturelle und ähnliche Verbesserungen verschiedenster Art, wie: technische Änderungen zur Arbeitserleichterung (z. B. Hebehilfen), organisatorische Zuständigkeitsänderung (z. B. Aktualisierung der Maschinenpläne), organisatorische Ablaufänderungen (z. B. bei der Bänderbesäumung), Normenänderungen (z. B. sitzende Arbeitshaltung an bisherigen Steh-Arbeiten).

Instrumente der BGF

BGF muss bei der methodischen Planung und Durchführung darauf ausgerichtet sein, wie die Arbeit innerbetrieblich organisiert ist, und dies für ihre Ziele nützen. Gerade weil BGF außer dem Lösen von Problemen immer auch Organisationsentwicklung bedeutet, sind Projekte eine sehr geeignete Methode und Form für die Durchführung einer umfassenden BGF. Zur Abwicklung von BGF-Projekten steht ein ganzes Bündel möglicher Instrumente zur Verfügung:

  • Steuerungsgruppe: Vor Beginn eines BGF-Projektes wird diese eingerichtet. Sie unterstützt und begleitet das Vorhaben.
  • IST-Analyse: In der BGF kommt der Ermittlung der bestehenden Arbeits- und Arbeitsumweltbedingungen sowie der Gesundheitsrisiken der Beschäftigten als Ausgangsbasis für notwendige Maßnahmen zentrale Bedeutung zu.
  • Gesundheitszirkel: Viele moderne Unternehmen haben längst erkannt, dass die Kenntnisse und Fähigkeiten der Belegschaft genützt werden können, um Qualität und Produktivität zu steigern und die Kosten zu senken. Die Beteiligung der Beschäftigten verbessert Gesundheit und Arbeitssicherheit im Betrieb.
  • Gesundheitsbericht: Der Gesundheitsbericht liefert die Informationsgrundlagen für unternehmensbezogene Arbeitsschutzaktivitäten, Maßnahmen der BGF und Zwecke der betrieblichen Personal- und Sozialpolitik.
  • Erfolgsmessung: Die Bewertung ist der systematische Versuch, in einem kontinuierlichen Prozess aus Erfahrungen zu lernen und die Prüfung der Wirksamkeit durchgeführter Maßnahmen, Programme, Projekte. Man unterscheidet dabei die Effektivitätskontrolle (In welchem Ausmaß wurden die Ziele einer Maßnahme erreicht?) und die Effizienzkontrolle (In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Ertrag einer Maßnahme?).

Schutzimpfungen

Gemäß § 37 Abs. 4 des Wiener Bedienstetenschutzgesetzes 1998 sind den Bediensteten der Stadt Wien erforderlichenfalls wirksame Impfstoffe zur Verfügung zu stellen. Die in den Dienststellen aufliegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente enthalten das Erfordernis sowie die Art der anzubietenden Schutzimpfungen.

Impfliste

Die jeweilige Dienststelle erstellt unter Beratung der Arbeitsmedizinerin oder des Arbeitsmediziners für jede erforderliche Impfung eine Impfliste mit allen laut Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten gefährdeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen eine Schutzimpfung anzubieten ist. Diese sind von der Möglichkeit der Schutzimpfung in geeigneter Form zu informieren. Die Teilnahme an der Impfung ist freiwillig. Die Impflisten sind in der jeweiligen Dienststelle aufzubewahren und eine Kopie ist der zuständigen Arbeitsmedizinerin oder dem zuständigen Arbeitsmediziner zu übermitteln.

Kosten

Um vom jeweiligen Unfallversicherungsträger den Impfstoff zur Verfügung gestellt beziehungsweise die Kosten ersetzt zu bekommen (Diphtherie/Tetanus-Impfung), sind die Vorgaben der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA zu beachten. Die Vorgaben der Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter (BVA) sind im Wesentlichen auf die der AUVA abgestimmt. Grundlegende Informationen dazu enthalten die Informationsblätter der MA 3. 

Durchführung der Schutzimpfung

Die Lieferung des Impfstoffes erfolgt an die MA 3, Dezernat Arbeitsmedizin, Hermanngasse 24-26, Stg. 2, EG. Die Arbeitsmedizinerin oder der Arbeitsmediziner legt den Impftermin fest und sorgt im Zusammenwirken mit der Dienststelle für eine zeitgerechte Bekanntgabe von Zeit und Ort der Impfungen. Die Arbeitsmedizinerin oder der Arbeitsmediziner trägt die Impfung entweder im mitgebrachten Impfpass ein oder stellt einen Impfpass aus und vermerkt das Datum der Verabreichung in der Impfliste. 

Für medizinische Fragen stehen die ArbeitsmedizinerInnen der Stadt Wien zur Verfügung.

Bildschirmarbeitsbrille 

Nach den bedienstetenschutzrechtlichen Bestimmungen haben Mitarbeiter/innen, die durchschnittlich ununterbrochen mehr als zwei Stunden oder durchschnittlich mehr als drei Stunden ihrer Tagesarbeitszeit mit Bildschirmarbeit beschäftigt werden, das Recht auf eine Untersuchung der Augen und des Sehvermögens, vor Aufnahme der Tätigkeit, anschließend im Abstand von drei Jahren sowie bei Auftreten von Sehbeschwerden. Falls sich in der Folge das Erfordernis ergibt, ist der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter eine Bildschirmarbeitsbrille zur Verfügung zu stellen.


Arbeitsmedizinisches Info-Telefon 

Das arbeitsmedizinische Info-Telefon ist als eine magistratsinterne Hotline Anlaufstelle für gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz. Es bietet die Möglichkeit individueller präventivdienstlicher Beratung durch Arbeitsmediziner/innen und Sicherheitstechniker/innen der MA 3. In Einzelfällen und nur mit Einwilligung der Bediensteten oder des Bediensteten kann das Problem mit den vor Ort betreuenden Arbeitsmediziner/innen und Sicherheitstechniker/innen besprochen und an diese weitergeleitet werden. Selbstverständlich werden Ihre Anliegen streng vertraulich und auf Wunsch anonym behandelt.

ArbeitsmedizinerInnen 

ArbeitsmedizinerInnen beraten die Dienstgeberin, die Bediensteten, Sicherheitsvertrauenspersonen und PersonalvertreterInnen in Fragen 

  • der Erhaltung und Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz und der Verhinderung arbeitsbedingter Erkrankungen,
  • bei der Planung von Arbeitsstätten,
  • bei der Beschaffung oder bei der Änderung von Arbeitsmitteln,
  • bei der Einführung oder Änderung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen,
  • bei der Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung,
  • in Fragen der Arbeitspsychologie, Arbeitsphysiologie, Arbeitshygiene und Ergonomie,
  • Organisation der Ersten Hilfe,
  • in Fragen des Arbeitsplatzwechsels sowie der Eingliederung und Wiedereingliederung Behinderter in den Arbeitsprozess,
  • Ermittlung und Beurteilung von Gefahren,
  • Festlegung von Maßnahmen zur Gefahrenverhütung,
  • Organisation der Unterweisung.

Kontakt:

Eine kompetente Ansprechperson der MA 3 erreichen Sie Montag von 14 bis 16 Uhr. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr und Montag von 7.30 bis 14 Uhr können Sie eine Nachricht hinterlassen und werden so rasch wie möglich zurückgerufen.

Telefon:(+43 1) 4000-75099

E-Mail: arbeitsmedizinisches-infotelefon(at)wien.gv.at


Psychologische Beratungsstelle der MA 3

Die Psychologische Beratungsstelle der MA 3 bietet allen Mitarbeiter/innen des Magistrats Unterstützung bei der Aufrechterhaltung und  Förderung der psychischen Gesundheit und damit der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Die Psychologische Beratungsstelle bietet als psychologische Anlauf- und Beratungsstelle folgende Leistungsvielfalt an:

  • professionelle psychologische Beratungsgespräche
  • Krisenintervention
  • Vermittlung von arbeitspsychologischem Fachwissen
  • Kontakte zu vernetzten Einrichtungen und Personen im psychosozialen Bereich
  • psychologische Serviceleistungen
  • Informationsvermittlung
  • Inhaltliche Beratung bei der Umsetzung des Fehlzeitenmanagements (z.B.: Krankenstandsrückkehrgespräche,...)
  • Koordination und Moderation von Gesundheitszirkeln

Rahmenbedingungen

Die Inanspruchnahme der Leistungen erfolgt freiwillig! Die Inhalte der Beratungsgespräche unterliegen der Verschwiegenheitspflicht! Für alle Beratungsgespräche sind ca. 50 Minuten vorgesehen, bei Bedarf kann mehrmalige Beratung in Anspruch genommen werden. 

Themenvielfalt

  • Gestaltung von gesundheitsfördernden Arbeits- und Organisationsabläufen
  • Probleme im Arbeitsbereich
  • Fragen zu psychologischen Anliegen
  • Konflikte am Arbeitsplatz
  • Krisen
  • sexuelle Belästigung
  • Burn-out
  • Sucht- und Drogenprobleme
  • Supervision 

Beratungsangebote

Die telefonische Terminvergabe erfolgt durch das Team der psychologischen Beratungsstelle unmittelbar und unbürokratisch! Beratungsterminvereinbarung unbedingt erforderlich!

Psychologische Beratungsstelle der MA 3

7., Hermanngasse 24-26/Erdgeschoss/Top E03

E-Mail: psychologischeberatungsstelle(at)ma03.wien.gv.at


Betriebliche Sozialarbeit der MA 3

Die Betriebliche Sozialarbeit bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönliche Beratung und Unterstützung bei Belastungen im Kontext des Arbeitsumfeldes sowie Unterstützung bei der Erarbeitung lösungsorientierter Ansätze (Mediation).

Bereitstellung sonstiger Angebote betrieblicher Sozialarbeit im Rahmen der MA 3

  • Krisenintervention für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Magistrats der Stadt Wien im Fachbereich der Betrieblichen Sozialarbeit
  • Persönliche und telefonische Einzelberatung
  • Mediatorinnentätigkeit und berufliches Konfliktmanagement, sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting
  • Vernetzung, Koordination und Kooperation mit internen und externen Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachrichtung

Mediation

Mediation ist eine Methode, um auf dem Verhandlungsweg zur konstruktiven Lösung eines Konfliktes zu gelangen - zwischen zwei Personen bis hin zu größeren Gruppen. 

Wozu? Konflikte können besser mit Vernunft und auf dem Verhandlungsweg gelöst werden als durch gegenseitiges Bekämpfen. MediatorInnen helfen als neutrale Dritte faire Lösungen zu finden, indem sie den Prozess der Aushandlung in Richtung konkreter und tragfähiger Vereinbarung steuern.

Einsatz - Wann/Warum?

  • Wenn die eigene Einschätzung gegenüber dem Konflikt keine Lösungen mehr zulässt.
  • Wenn der Konflikt bereits den Lebens- und Arbeitsalltag beeinflusst.
  • Wenn das Trennende über dem Gemeinsamen steht.
  • Wenn es scheint, dass ein "Miteinander" nicht mehr möglich ist.

Voraussetzung: Alle Beteiligten haben ein Interesse daran gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

Die Beratungen erfolgen freiwillig und unterliegen der Verschwiegenheitspflicht. 


Suchtprävention 

Sucht ist eine Krankheit - sie tritt nie plötzlich auf, vielmehr ist die Entwicklung ein länger dauernder Prozess. Suchtprobleme sind gar nicht so selten. Vorgesetzte sowie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in unterschiedlichster Form davon betroffen. Suchtmittelmissbrauch und andere Suchtprobleme (Spielsucht, Esssucht) wirken sich negativ auf alle Lebensbereiche aus.

Sucht schafft immer Probleme

Sie führen nicht nur zu Leistungseinbußen und Verhaltensauffälligkeiten am Arbeitsplatz, sondern auch zu schwerwiegenden gesundheitlichen, familiären und sozialen Problemen, die nur mit Unterstützung von Familie, Freunden, Kolleginnen, Kollegen, Vorgesetzten und der Belegschaftsvertretung bewältigt werden können.

Magistratsabteilung 3 - Bedienstetenschutz und berufliche Gesundheitsförderung

Innerhalb der Stadt befasst sich die Magistratsabteilung 3 - Bedienstetenschutz und berufliche Gesundheitsförderung mit dem Thema Suchtprävention und bietet Beratung an.

Beratungsangebot der KFA - Sanatorium Hera

Zur fachlichen Erstberatung von Führungskräften bei Suchtproblemen von Mitarbeiter/innen haben Führungskräfte die Möglichkeit, sich an die KFA - KA Sanatorium Hera, Neurologische Ambulanz, Lustkandlgasse 24, 1090 Wien, Montag - Freitag von 08.00 - 10.00 Uhr, Telefon: 01/31350/45258 unter Angabe "Suchtpräventionsprogramm" zu wenden. Diese Beratung soll die erforderlichen Interventionsmaßnahmen aufzeigen und gewährleisten, dass Hilfe rechtzeitig erfolgt. Details erfahren sie unter diesem Link!

 

psychologischeberatungsstelle©ma03.wien.gv.at