Erwin Feichtelbauer, MA 70
Erwin Feichtelbauer

Erwin Feichtelbauer, MA 70

Man muss Menschen lieben.

Rund 30.000 Einsätze im Rettungsauto, etwa 7.000 Starts und Landungen mit dem Rettungshubschrauber hat er absolviert: Erwin Feichtelbauer. Er leitet seit drei Jahren den DA 118 - Wiener Berufsrettung und unterrichtet seit zwölf Jahren an der Rettungsakademie. Er hat, wie er sagt, das Unfassbare erlebt. "Ich weiß, was die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich leisten, was sie verarbeiten müssen", erklärt er. Es gehe dabei immer um das Wertvollste überhaupt: das Leben von Menschen.

Als Personalvertreter müsse man empathisch sein und gut zuhören können. "Ich versuche immer das Gute im Anderen zu sehen, bis man mich vom Gegenteil überzeugt", betont er. "Man muss Menschen lieben."

Beim Verhandeln mit der Dienstgeberin müssten Fakten und Gesetze im Vordergrund stehen, sowie die Bereitschaft, sich damit zu befassen. Emotionen hätten da nichts verloren. Unaufrichtigkeit und Überheblichkeit kann er nicht leiden. "Ich mag Menschen, die auf dem Boden geblieben sind." In der Freizeit geht er gerne Wandern, Schifahren und hört Musik: "Alles, außer Rap und Techno". Sein Lieblingskomponist ist Antonín Dvořák ("Aus der neuen Welt"), ansonsten Pink Floyd und Joe Bonamassa. Gewerkschaftliches Engagement ist tief in seiner Familie verwurzelt. "Es gibt Grundwerte, die nicht verhandelbar sind", betont er. "Für mich kann es nur den Weg der Solidarität geben!