FH-Abschlüsse anerkennen
Der Bachelor-Titel, den die meisten FachhochschulabgängerInnen heute tragen, findet in der Stadt Wien zur Überraschung aller keinen Niederschlag im Gehalts- bzw. Besoldungssystem. Nicht, weil das Qualifikationsniveau schlechter geworden wäre. Sondern, weil es die Dienstgeberin offensichtlich aus Spargründen nicht anerkennen will. In Wien entspricht somit ein FH-Abschluss einer B-Verwendung, für die man bisher Matura haben musste. Wer jahrelang Energie, Nerven und Geld – nebenher oder Vollzeit – in eine Weiterqualifizierung investiert hat, schaut am Ende durch die Finger. Kann aber eine moderne öffentliche Verwaltung auf diese mit aktuellem Wissen ausgestatteten ArbeitnehmerInnen verzichten? Natürlich nicht! Wir fordern deshalb die Dienstgeberin auf, den Bologna-Prozess und seine Folgen für den Arbeitsmarkt zu akzeptieren.
Unsere Forderungen:
- Analytische Dienstpostenbewertung als Voraussetzung für ein modernes Besoldungssystem
- Vorbildung, Erfahrung, Anforderungen, Leistung als Kriterien bei der Bemessung der Besoldung – und beim Entwerfen eines Anforderungsprofils
- Den öffentlichen Dienst durch Anerkennung von FH-Abschlüssen für praxisorientierte, junge Mitarbeiter attraktiv machen
- Quereinsteiger zwischen Privatwirtschaft und Verwaltung gezielt ansprechen
- Die öffentliche Diskussion über Bildungsreform nutzen, um die (Aus-)Bildung im öffentlichen Dienst zum Thema zu machen





























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