Wir für Sie Die HG1 Aktuelle Forderungen 

Die aktuellen Forderungen der HG1

  • KFA - Übertritt von 13.000 der bei der WGKK versicherten Vertragsbediensteten (Eintritt vor 2001)
  • Zeitgemäßes Besoldungssystem
  • Internes Arbeitsmarktservice und betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Verwaltungsreform im Dialog, statt eines reinen -10% Programmes
  • FH-Abschlüsse anerkennen
  • Wiedereingliederung des FSW in den Magistrat der Stadt Wien
  • Pflegefreistellung reformieren
  • Finanzielle Abgeltung von Reisezeiten
  • Änderung der Anrechnung von geleisteten Nachtdiensten für BeamtInnen
  • Abschluss einer Vereinbarung über Entgeltfortzahlung bei Sonderurlaub aus  wichtigen persönlichen oder familiären Gründen

Zeitgemäßes Besoldungssystem

Die HG1 fordert die Dienstgeberin seit Jahren auf, ein neues, zeitgemäßes Besoldungssystem zu entwickeln. Unsere Ziele:

  •  Mehr  Gerechtigkeit und Transparenz bei der Entlohnung: Bewertung der Arbeitsplätze nach den tatsächlichen Arbeitsanforderungen (notwendiges Wissen, Erfahrung, Verantwortung, KundInnenverkehr, Zeitdruck etc.). Niederösterreich , Tirol und Kärnten haben die Besoldung der Landesbediensteten bereits erfolgreich auf dieses System umgestellt.

  •  Auf Basis der Erhebung der tatsächlichen Arbeitsanforderungen muss die Weiterbildung sowie die Personalentwicklung reformiert werden – ganz im Sinne von lebenslangem Lernen sowie zur „Burn-Out“-Prävention
  • Mehr Gehalt, weniger Zulagen: alle Nebengebühren in den Lohn

  •  Attraktive Einstiegsgehälter und flachere Gehaltskurven: mehr Gehalt in jungen Jahren, Abschwächen des Senioritätsprinzips und selbstverständlich ein Optionsrecht für die schon lange im alten Besoldungssystem befindlichen Kolleginnen und Kollegen

  • Verantwortung - Personal, Finanzen, Bewilligungen etc. - muss stärker im Lohnsystem berücksichtigt werden. Die Stadt Wien muss sich als attraktive Arbeitgeberin für Top-Kräfte etablieren. 

  •  Karrieren für Expertinnen und Experten, auch ohne Führungsaufgaben, sollen weiterhin bei der Stadt Wien ermöglicht werden.

Internes Arbeitsmarktservice und betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Um dem betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement zum Durchbruch zu verhelfen bedarf es einer koordinierenden Stelle. Die Praxis hat gezeigt, dass aufgrund des zunehmenden Kostendrucks Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit gesundheitlichen Problemen nur ungern auf vakante Stellen eingewiesen werden. Genauso verhält es sich mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die in ihrem derzeitigen Arbeitsumfeld nicht zu ihrer Höchstform auflaufen.

Für diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist eine Stelle zu schaffen die eine entsprechende Beratungsleistung anbietet und ihre Empfehlungen gegenüber einer aufnehmenden Dienststelle auch durchsetzen kann. Anders gesagt könnte das interne Arbeitsmarktservice nach unserer Ansicht nur in einem zentralen Bereich mit Weisungsrecht (Magistratsdirektion) untergebracht werden.

Die Dienstgeberin ist hier ebenfalls unter Druck, da nach Ansicht der mehr oder weniger qualifizierten Öffentlichkeit die durchschnittlichen Krankenstandstage bei öffentlich Bediensteten zu hoch und das Pensionsalter zu niedrig sind.


FH-Abschlüsse anerkennen

Der Bachelor-Titel, den die meisten FachhochschulabgängerInnen heute tragen, findet in der Stadt Wien zur Überraschung aller keinen Niederschlag im Gehalts- bzw. Besoldungssystem. Nicht weil das Qualifikationsniveau schlechter geworden wäre, sondern weil es die Dienstgeberin aus Spargründen nicht anerkennen will. In Wien entspricht ein FH-Abschluss darum einer B-Verwendung, für den bisher lediglich Matura Voraussetzung war. Wer jahrelang Energie, Nerven und Geld in eine Weiterqualifizierung investiert hat, schaut in Wien durch die Finger. Kann aber eine moderne öffentliche Verwaltung auf diese mit aktuellem Wissen ausgestatteten ArbeitnehmerInnen verzichten? Natürlich nicht! Wir fordern deshalb die Dienstgeberin auf, den Bologna-Prozess und seine Folgen für den Arbeitsmarkt zu akzeptieren.

Unsere Forderungen:

  • Analytische Dienstpostenbewertung als Voraussetzung für ein modernes Besoldungssystem
  • Vorbildung, Erfahrung, Anforderungen, Leistung als Kriterien bei der Bemessung der Besoldung – und beim Entwerfen eines Anforderungsprofils
  • Den öffentlichen Dienst durch Anerkennung von FH-Abschlüssen für praxisorientierte, junge Mitarbeiter attraktiv machen
  • Quereinsteiger zwischen Privatwirtschaft und Verwaltung gezielt ansprechen
  • Die öffentliche Diskussion über Bildungsreform nutzen, um die (Aus-)Bildung im öffentlichen Dienst zum Thema zu machen

Wiedereingliederung des FSW

Der Initiativantrag zur Auflösung des FSW und dessen Wiedereingliederung in den Magistrat der Stadt Wien im Rahmen der Wiener Stadtverfassung wurde einstimmig beschlossen. Die Regulierung des Gesundheits- und Sozialbereiches einer Stadt zählt zu Ihren Kernaufgaben, die nach Ansicht der Hauptgruppe 1 nicht nach privatwirtschaftlichen Überlegungen organisiert werden sollen.

Die Aufgaben im kommunalen Sozialbereich haben sich ausschließlich an sozialpolitischen Überlegungen zu orientieren und sind nicht dazu geeignet, nach den Grundsätzen des Public Managements geführt zu werden.

Für die KollegInnen im FSW geht es der Gewerkschaft insbesondere darum, 

  • sichere Beschäftigungsverhältnisse für alle zu schaffen, wie sie die Vertragsbedienstetenordnung der Stadt Wien bietet
  • Besoldungsgerechtigkeit zu erreichen, anstatt einem Nebeneinander von Privatangestellten, Vertragsbediensteten, BeamtInnen, freien DienstnehmerInnen und ZeitarbeiterInnen mit jeweils völlig unterschiedlichen Bedingungen

Kostenexplosion im FSW trägt zu Spardruck bei der Stadt Wien (Wista) bei!