Wir für Sie PV im Porträt 
Heinz Altenburger, MA 68
Heinz Altenburger

Heinz Altenburger, MA 68

Mit Feuer und Flamme!

Kommunikativ, offen, sportlich-bodenständig; ein fester Händedruck. Das ist Heinz Altenburger, ein Mann mit viel Erfahrung: 15 Jahre Personalvertretung, davon seit sieben Jahren nun Vorsitzender des Dienststellenausschusses 122 in der Berufsfeuerwehr. "Ich bin einer, der sein Mundwerk nicht halten kann", sagt er schmunzelnd. "Wenn was nicht passt, dann sag ich es gerade raus. Das schätzen viele an mir!" Auf Wunsch seiner Kollegen ist er damals Personalvertreter geworden. "Bereut habe ich es nie", betont er. Wer ihn näher kennt, weiß: Bei ihm gibt es nichts Halbes, kein Wischi-Waschi, kein Abkanzeln und kein Unter-den-Teppich-kehren.

"Ich bin hartnäckig", sagt er von sich. "Es gelingt mir sehr gut, bei Verhandlungen die Wogen zu glätten." Empathie, also sich in andere hineinzudenken, das sei das Um und Auf, denn es gehe immer um Menschlichkeit. Die Arbeit bei der Berufsfeuerwehr verlange psychisch und physisch extrem viel ab. "Dafür müssen alle gesund sein", ist er überzeugt: weniger Fleisch, Wurst, Schweinsbraten, hin zu Sport und einer umfassenden Gesundheitskontrolle. Als seinen größten Verhandlungserfolg sieht er die Aufnahme der Feuerwehrleute in das Nacht-Schwerarbeitergesetz. Damit ist es für sie möglich, mit 57 mit reduzierten Abschlägen in Pension zu gehen.

Privat macht Heinz Altenburger gerne Sport: Wandern und Klettern. Er reist gerne, und liest viel - von deutschen Klassikern bis hin zu Belletristik. Die Arbeit in der Personalvertretung macht ihm großen Spaß: Er ist quasi mit Feuer und Flamme dabei. :-)

Leopold Bubak, PGA A
Leopold Bubak

Leopold Bubak, PGA A

Die Stadt muss für AkademikerInnen noch attraktiver werden.

Immer mehr Aufgaben und Verantwortung, aber: immer weniger Personal und Geld - mit diesem Spannungsfeld kämpft Leopold Bubak täglich als Leiter der MA 65, Rechtliche Verkehrsangelegenheiten, und Vorsitzender des Personalgruppenausschusses "A". Die Interessen der AkademikerInnen vertritt er mit viel Empathie, Humor und Engagement seit vielen Jahren.

"Wichtig ist, dass wir AkademikerInnen die Stadtverwaltung aktiv weiterentwickeln. Wir brauchen dieses Miteinander, die gegenseitige Unterstützung!" sagt Bubak. "Durch gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung wollen wir, dass die Stadt für Spitzenkräfte noch attraktiver wird." Privat sucht er den inneren Ausgleich vor allem im Ausdauersport und in der Musik. Er hört gerne russische Komponisten und ist ein begeistertes Mitglied des MagVoice-Chors.

"Singen macht mir großen Spaß. In unserem Chor sind Sängerinnen und Sänger aus vielen Bereichen der Stadt Wien, die hoch motiviert und professionell bei verschiedenen Auftritten einen wichtigen Beitrag für das Miteinander und die Kommunikation innerhalb des Magistrates leisten." Wenn es seine Zeit zulässt liest Bubak sehr gerne: Vor allem Belletristik von der deutschen Klassik bis hin zu Tolstoi, Dostojewski und Kafka. Eines ist für ihn klar: "Die besten kafkaesken Geschichten schreibt das Leben selbst!"

Stefano Falchetto, MA 11

Stefano Falchetto, MA 11
Stefano Falchetto

Raunzen war mir immer zu wenig!

Die große Umstrukturierung in der Dienststelle, der ständige Sparzwang und das Aufrechterhalten der hohen Qualität beschäftigen uns in der MA 11 sehr", erzählt Stefano Falchetto, Vorsitzender des Dienststellenausschusses 129 - Ämter für Jugend und Familie. "Wir werden als nächsten Schritt die Dienstposten neu berechnen, die erforderlich sind!"

Veränderungen zum Positiven mitzugestalten, sei der Grund gewesen, sich seit 2008 in der Personalvertretung für die KollegInnen zu engagieren. "Zu raunzen war mir immer zu wenig!", betont er. Was ihm Sorgen bereitet, sei die Politik der türkis-blauen Regierung. Die Verwirtschaftlichung aller Lebensbereiche, die Ausgrenzung und der Rassismus würden dem Land schaden, ist er überzeugt. Mehr denn je brauche es heute eine starke, beschützende Gewerkschaft.

Als Ausgleich zur Arbeit liest er gerne und liebt es, Freunde zu bekochen. Er ist ein absoluter Familienmensch, verbringt gerne viel Zeit mit seinen Kindern und lacht gerne. Er mag Fußball (Rapid!) und interessiert sich für alte Autos. Was ihm widerstrebt, sind Menschen, die Vorurteile ungefragt übernehmen und voreilig Schlüsse ziehen. "Mit geistig Festgefahrenen tue ich mir persönlich schwer. Denn der pure Hass und die Abwertung von Schwächeren lösen keine Probleme, sondern spalten unsere Gesellschaft. Da gilt es mit voller Kraft dagegen zu halten!"

Erwin Feichtelbauer, MA 70
Erwin Feichtelbauer

Erwin Feichtelbauer, MA 70

Man muss Menschen lieben.

Rund 30.000 Einsätze im Rettungsauto, etwa 7.000 Starts und Landungen mit dem Rettungshubschrauber hat er absolviert: Erwin Feichtelbauer. Er leitet seit drei Jahren den DA 118 - Wiener Berufsrettung und unterrichtet seit zwölf Jahren an der Rettungsakademie. Er hat, wie er sagt, das Unfassbare erlebt. "Ich weiß, was die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich leisten, was sie verarbeiten müssen", erklärt er. Es gehe dabei immer um das Wertvollste überhaupt: das Leben von Menschen.

Als Personalvertreter müsse man empathisch sein und gut zuhören können. "Ich versuche immer das Gute im Anderen zu sehen, bis man mich vom Gegenteil überzeugt", betont er. "Man muss Menschen lieben."

Beim Verhandeln mit der Dienstgeberin müssten Fakten und Gesetze im Vordergrund stehen, sowie die Bereitschaft, sich damit zu befassen. Emotionen hätten da nichts verloren. Unaufrichtigkeit und Überheblichkeit kann er nicht leiden. "Ich mag Menschen, die auf dem Boden geblieben sind." In der Freizeit geht er gerne Wandern, Schifahren und hört Musik: "Alles, außer Rap und Techno". Sein Lieblingskomponist ist Antonín Dvořák ("Aus der neuen Welt"), ansonsten Pink Floyd und Joe Bonamassa. Gewerkschaftliches Engagement ist tief in seiner Familie verwurzelt. "Es gibt Grundwerte, die nicht verhandelbar sind", betont er. "Für mich kann es nur den Weg der Solidarität geben!

Claudia Frank, PGA H
Claudia Frank

Claudia Frank, PGA H

Die Dienstgeberin muss hinschauen und rasch handeln!

"Es brodelt bei den Wiener Kindergärten. Die Stimmung ist schlecht", sagt Claudia Frank, Vorsitzende desPersonalgruppenausschusses "H". Sie spricht von einer völligen Überlastung der Kindergarten-AssistentInnen in der MA 10. Diese müssten Arbeiten verrichten, für die sie gar nicht ausgebildet seien. Oft seien sie stundenlang - ohne PädagogIn - in einer Gruppe alleine und müssten die gesamte Verantwortung tragen. "Das stresst und überfordert, ist eine Zumutung. Und wenn dann Fehler passieren, gibt es extrem harte Konsequenzen. Was soll das?" fragt sich Frank.

"Viele KollegInnen haben bereits gesundheitliche Probleme. Die Dienstgeberin muss jetzt rasch handeln!" Auf die Frage, was gute PersonalvertreterInnen ausmache, kommt von Frank eine klare Antwort: "Man muss ein gutes Herz haben, zuhören können und Verständnis haben! Die KollegInnen rufen mich oft auch am späteren Abend und am Wochenende an. Ich versuche, für sie da zu sein. Über Probleme und Sorgen zu reden, ist immer der erste Schritt."

Wichtig sei, nicht zu vergessen, woher man selbst komme und unter welchen Bedingungen man selber gearbeitet hat. Überheblichkeit ist fehl am Platz.

Jelka-Erika Fröhlich, MA 54
Jelka-Erika Fröhlich

Jelka-Erika Fröhlich, MA 54

Nicht ohne meine Familie

Am wichtigsten im Leben ist Jelka-Erika Fröhlich die Familie. Die Dienststellenausschussvorsitzende der MA 54 bekommt Sternderl in den Augen, wenn sie "nicht ganz zufällig" auf ihre Enkelkinder zu sprechen kommt. Das Ja-Wort vor Jahrzehnten ist der Hauptgewinn in ihrem Leben. Gleich danach schwärmt sie von ihrem großen Steingarten an einem Badeteich mit Rosen, Tulpen, Sommerflieder - und das Gemüsegarterl im Hochbeet. Dort kann sie sich beim Unkrautzupfen prompt abreagieren, wenn der grundsätzlich ja Friedfertigen irgendwann doch die Hutschnur reißt.

Gemeinsam mit der HG 1-Frauenabteilung schafft sie beeindruckende Kunstwerke, deren Erlös beim HG 1-Weihnachtsmarkt Menschen in schwierigen Situationen zugutekommt. "Die KollegInnen, die mich brauchen, können sicher sein, dass ich mich für sie einsetze", macht Erika Fröhlich klar, konzediert allerdings, dass nicht alles wie gewünscht gelingen kann, weil ja oft die Zustimmung oder Unterstützung der Vorgesetzten notwendig ist. Die kennen sie auch als harte Verhandlerin, die sich nicht über den Tisch ziehen lässt.

Hohe Wertschätzung genießt sie allerorten, liegt doch der Organisationsgrad der 125 KollegInnen bei 100 Prozent Stimmen für die FSG. Und so kam es wohl auch, dass im Dienststellenausschuss spontan für einen Lehrling gesammelt wurde, damit er sich die Fortbildung leisten konnte.

Grün Sabine, MA 34
Grün Sabine

Grün Sabine, MA 34

Personal muss aufgenommen werden!

"Die Dienstgeberin muss die durch Krankheit und Pensionierung frei werdenden Dienstposten in der MA 34 rasch nachbesetzen", fordert Sabine Grün. Sie ist Vorsitzende des Dienststellenausschusses 131 - Ämterreinigung und Gruppe Rathaus und seit 1999 gewerkschaftlich aktiv. "Zudem erleben wir seit Jahren, dass durch die Schließungen und Zusammenlegungen von Abteilungen Reinigungsflächen der MA 34 verloren gehen. Das führt zu großer Verunsicherung", erklärt Grün.

Genau in solchen Zeiten brauche es eine kraftvolle Personalvertretung. Denn nur sie setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen ein, für gerechte Bezahlung, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Was ein/e gute PersonalvertreterIn brauche, sei ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der KollegInnen. Ihre Mutter habe ihr viele Werte mitgegeben. "Sie hat mir die Bedeutung von sozialem Engagement und Gerechtigkeit vermittelt. Egal wie emotional ein Thema diskutiert wird: Ein respektvoller Umgang ist mir wichtig."

Energie tankt Sabine Grün beim Spazierengehen, beim Lesen, aber auch in der Therme. Gerne geht sie ins Theater. Ihr Lieblingsstück: "Der Mann von La Mancha", ihr Lieblingsschauspieler: Josef Meinrad. "Manchmal fühle ich mich wie Don Quijote. Wenn Menschen Argumenten nicht zugänglich sind, wenn alles abprallt, dann ist das mein Kampf gegen Windmühlen."

Johann Holl, MA 40
Johann Holl

Hans Holl, MA 40

Mehrbelastungen müssen abgegolten werden!

"Seit Jahren gibt es in der MA 40 laufende Reorganisationen. Für die Bediensteten und die Personalvertretung ist das eine ganz große Herausforderung", erzählt Hans Holl. Er ist Vorsitzender des Dienststellenausschusses 115 - Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht und ist seit 1998 in der Personalvertretung aktiv.

"Wir fordern von der Dienstgeberin, dass die neue Organisation längerfristig bestehen bleibt und Mehrbelastungen abgefedert werden. Es darf auf keinen Fall zu einer Reduktion von Dienstposten oder finanziellen Einbußen kommen." Gerade in Zeiten von Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit und Zeitarbeitsfirmen seien Gewerkschaften wichtig, betont er. Nur gemeinsam könne man die Interessen der ArbeitnehmerInnen kraftvoll artikulieren. Konflikte lohnten sich, wenn sie "erwachsen" ausgetragen würden.

Was Holl gar nicht mag, sind "ungesunder" Egoismus und Falschheit. Eine offene, klare Kommunikation ist ihm sehr wichtig. Den Ausgleich zum beruflichen Alltag findet er beim Schifahren, Radfahren, im Fußballstadion (Rapid!), auf Reisen und bei Besuchen von Kabaretts, Musicals und Opernvorstellungen. Sein Lieblingsbuch: Michael Niavaranis "Der frühe Wurm hat einen Vogel", sein Lieblingsfilm: "Einer flog über das Kuckucksnest". Eines ist für ihn klar: "Mit Humor geht Vieles leichter."

Elisabeth Jarolim, MA 15
Elisabeth Jarolim

Elisabeth Jarolim, MA 15

Die Gewerkschaft ist ein wesentlicher Teil meines Lebens.

"Der Druck auf die Sozialpartnerschaft in Österreich steigt. Fast täglich agitieren türkise oder blaue PolitikerInnen gegen den Sozialstaat", erklärt Elisabeth Jarolim, Vorsitzende des DA 128 - Gesundheitsdienst der Stadt Wien. Sie ist seit 1998 Personalvertreterin und kämpft besonders engagiert für eine faire Arbeitswelt. "Mir ist wichtig, dass die Stadt als Arbeitgeberin noch attraktiver wird." So fordert sie die Altersteilzeit, das Jobticket und eine IBS-Zulage für OrdinationsassistentInnen. Jarolim kommt aus einer tiefroten Familie. Der Vater: Straßenbahner und Gewerkschafter, die Mutter: emanzipiert, die erste Fahrlehrerin Österreichs, der Freundeskreis: sozialdemokratisch.

"Die Gewerkschaft ist seit meiner Kindheit ein wichtiger Teil meines Lebens", erzählt sie. "Etwas ganz Selbstverständliches!" Was eine gute Personalvertretung ausmache, das seien Vertraulichkeit, Ehrlichkeit, Fachwissen, Verlässlichkeit und Furchtlosigkeit. "Dampfplaudereien", Opportunismus und Ungerechtigkeiten kann sie gar nicht ausstehen. Ebenso wenig Leute, die Hass und Neid schüren und Halbwahrheiten verbreiten.

In ihrer Freizeit liebt sie Kochen, Schwammerl suchen, mit dem Hund spazieren gehen, im Garten werkeln und das Reisen. Vor zwei Jahren wurde sie Großmutter. Ob ihre kleine Enkeltochter auch einmal Gewerkschafterin wird? Die Chancen sind äußerst gut. Mit so einer Oma!

Marianne Klepac-Baur, PGA L
Marianne Klepac-Baur

Marianne Klepac-Baur, PGA L

Anliegen der PädagogInnen müssen ernst genommen werden!

Gerade heute, wo Erwartungen und Anforderungen an Bildungseinrichtungen immer zahlreicher werden, ist es Marianne Klepac-Baur wichtig, faire Bedingungen für alle KollegInnen umzusetzen. Realität und Anspruch in den Bildungseinrichtungen widersprächen einander nämlich ziemlich oft.

"Pädagogik lebt von Veränderungen. Es gibt aber einen Unterschied zwischen 'gerade in Mode' und 'Verbesserung'", verweist sie auf ein häufiges Missverständnis. Darum ist es ihr besonders wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben. Denn Änderungen sollen keine Nachteile für die KollegInnen und deren Aufgaben bedeuten.

Der PGA-L vertritt rund 4.000 KollegInnen aus drei Abteilungen - KindergartenpädagogInnen, KindergartenleiterInnen und Lehrkräfte an den Privatschulen der Stadt Wien - mit sehr vielfältigen Bedürfnissen. Diese zu bündeln und gegenüber derDienstgeberinmit ordentlichem Nachdruck zu unterstützen, dafür setzt sich der Personalgruppenausschuss ein.

Die KollegInnen vor Ort wissen sehr genau was es braucht, um gut arbeiten zu können - und gerne zu arbeiten. Denn dass zur Arbeit mit Kindern und jungen Menschen auch viel Liebe und Herzblut gehört ist für die engagierte Pädagogin selbstverständlich. "Menschen im pädagogischen Berufsfeld nehmen ihre Aufgaben sehr ernst. Sie wollen qualitätsvoll arbeiten können. Da gilt es für die Dienstgeberin besser hinzuhören, Anliegen ernst zu nehmen und dann entsprechend zu handeln!" betont Klepac-Baur. Aber das ist nur möglich, wenn auch die Rahmenbedingungen passen.

Werner Krachler, MA 42
Werner Krachler

Werner Krachler, MA 42

Mir missfällt eine Politik der sozialen Kälte!

"Wir wollen, dass die Arbeitsplätze bei den Wiener Stadtgärten erhalten bleiben und bekämpfen Privatisierungen. Wir fordern von der Dienstgeberin genug budgetäre Mittel, damit wir die uns anvertrauten Flächen fachgerecht pflegen können. Nicht mehr und nicht weniger", betont Werner Krachler.

Er leitet den Dienststellenausschuss 121 - Wiener Stadtgärten. Krachler ist seit 1992 in der Personalvertretung aktiv und das mit viel Leidenschaft. Einfühlungsvermögen, Durchsetzungskraft und Gerechtigkeitssinn, aber auch Kompromissbereitschaft zugunsten der Kolleginnen und Kollegen seien für einen guten Personalvertreter wichtig, sagt er.

Egal ob Beruf oder Freizeit: Krachler ist ein echter Naturmensch. Er geht gerne wandern und hört klassische Musik. Sein Lieblingsbuch ist "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, seine Lieblingsfilme sind Harry Potter-Filme. "Die habe ich mir mit meinen Kindern angeschaut", erzählt er. Wer Krachler näher kennt, weiß: Sein großes Vorbild ist Victor Adler. Er bewundert dessen Einsatz für die Rechte der Arbeiterschaft. Große Sorgen bereiten ihm der Rechtsruck in der Gesellschaft und Entsolidarisierung mit den Ärmsten bei gleichzeitiger Begünstigung von Unternehmern. "Die Politik der sozialen Kälte gegenüber Arbeiterinnen und Arbeitern ist unerträglich", sagt Krachler. "Unsere Arbeitswelt wandelt sich unglaublich rasch. Daher ist die gewerkschaftliche Arbeit heute genauso wichtig wie vor über 100 Jahren".

Alfred Kral, MA 6
Alfred Kral

Alfred Kral, MA 6

Zufriedene KollegInnen sind mein Ziel!

"Die neue Dienstrechts- und Besoldungsreform ist die größte Herausforderung für uns", erzählt Alfred Kral, Vorsitzender des DA 104 - Finanzen und Wirtschaft. "Für viele KollegInnen ist die PV wohl die wichtigste Anlaufstelle für die vielen Fragen, Sorgen und Ängste." Kral ist seit 1972 bei der Stadt Wien. Er ist ein Mann mit sehr viel Erfahrung im Umgang mit Menschen. Als Außendienstbeamter des Erhebungs- und Vollstreckungsdienstes der MA 6 war er jahrelang in Wien unterwegs und hat dabei schon "alles" erlebt.

Warum er in der Gewerkschaft aktiv ist? "Weil ich mit Einsatz und Ideen einiges verbessern und verändern kann." Als Personalvertreter müsse man immer ein offenes Ohr für die KollegInnen haben, kommunikationsfähig sein. Auch ein gewisses Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit seien hilfreich. "Wir fordern von der Dienstgeberin eine faire Altersteilzeit. Mir ist wichtig, dass die KollegInnen zufrieden sind und mit Freude arbeiten!" betont Kral.

In seiner Freizeit macht er Sport, reist gerne oder entspannt sich bei der Gartenarbeit. Wer ihn näher kennt, weiß, dass ihm Familie und Freunde sehr wichtig sind. Gerne liest er Krimis von Donna Leon. Der Held: Commissario Guido Brunetti löst jeden Fall, sei er noch so schwer. "Auch wir suchen individuelle Lösungen und bleiben dran - wie Brunetti!"

Helmuth Laschke
Helmuth Laschke

Helmuth Laschke, Wien Kanal

"Probleme müssen angesprochen werden!" 

„Die Kluft zwischen Besoldung alt und Besoldung neu ist bei Wien Kanal eine große Herausforderung“, sagt Helmuth Laschke, Vorsitzender des DA 119 – Wien Kanal. Es bräuchte dringend Weiterentwicklungen auch im alten Gehaltsschema. 

 

Laschke arbeitet seit 1982 bei der Stadt Wien und ist seit 1996 gewerkschaftlich aktiv. Was er gar nicht ausstehen kann, sind die stets zunehmenden Kontrollmaßnahmen im Magistrat. „Das muss ein Ende haben“, betont er. Laschke hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Er setzt sich daher mit viel Engagement für die KollegInnen ein und schätzt das große Netzwerk, das ihm die Gewerkschaft dabei bietet. 

 

Laschke ist ein Kämpfer, hartnäckig und zäh: „Was begonnen wird, das muss durchgezogen werden!“ Was ihm Sorgen bereitet, ist der Rechtsruck in Europa. Dieser sei brandgefährlich. Unter dieser Bundesregierung bräuchte es in Österreich mehr denn je gesellschaftliche Kräfte, die sich für die Rechte der ArbeitnehmerInnen und die Schwächeren stark machen. 

 

Privat interessiert er sich für Oldtimer der 1950er Jahre. Den Ausgleich zur Arbeit findet er im Sommer beim Garteln, beim Rad fahren und Bowlen. In seinem Leben sind ihm die Freude am Beruf und die Harmonie in der Familie ganz besonders wichtig. Sein Lieblingsschauspieler heißt Anthony Hopkins, sein Lieblingsfilm ist „Ddas Schweigen der Lämmer“. Apropos Schweigen. Das liegt Laschke gar nicht: „Ich sehe es als meine ureigenste Aufgabe, Probleme aktiv anzusprechen und Lösungen zu finden. Dafür wurde ich gewählt!“

Monika Lück, MA 56
Monika Lück

Monika Lück, MA 56

Handschlagqualität ist wichtig!

"Ich will die Arbeitsbedingungen der KollegInnen entscheidend mitgestalten: Darum bin ich Personalvertreterin", sagt Monika Lück. Sie leitet den Dienststellenausschuss 105 - Wiener Schulen.

Derzeit beschäftigen sie vor allem zwei Themen: der Personalmangel beim Hortpersonal an den Zentren für soziale Inklusion und die Fusionierungen von drei Fachschulen. "Die Fachhochschulen Hahngasse und Dörflerstraße werden bis 2019/2020 zusammengelegt; 34 LehrerInnen sind betroffen. Die Modeschule Siebeneichengasse wird in die Modeschule Hetzendorf eingegliedert. 17 LehrerInnen werden von der MA 56 in die MA 13 wechseln. Bei all diesen Veränderungen gibt es viele offene Fragen und Zukunftsängste", berichtet sie. "Ich versuche, für alle ein offenes Ohr zu haben, auch wenn nicht immer viel Zeit ist."

Als Ausgleich zu ihrer Arbeit geht sie ins Fitness-Studio, trifft sich mit Freunden oder lässt die Seele baumeln, am liebsten zu zweit. "Die Zeit mit den Enkelkindern ist mir ganz wichtig." Sie liest auch sehr gerne. Ihr Lieblingsbuch: Die Päpstin. Was sie gar nicht leiden mag, sind die Diskriminierung von Frauen, Unehrlichkeit und Menschen, die keine Handschlagqualität haben oder immer nur um den heißen Brei herumreden. "Ich mag es, wenn Leute die Dinge auf den Punkt bringen", sagt sie. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Solidarität für sozial schwache Menschen in Österreich.

Thomas Mader, MA 41
Thomas Mader

Thomas Mader, MA 41

Handschlagqualität ist mir wichtig.

"Wien ist eine rasch wachsende Stadt. Die Stadtverwaltung muss mit dem Wachstum Schritt halten und ihre Dienstleistungen ausbauen. Dennoch wird seit Jahren beim Personal eingespart. Wie soll das gehen?" fragt Thomas Mader. Er ist Vorsitzender des DA 111 - Umwelt und Planung und seit 1994 in der Personalvertretung aktiv. Ihm ist es ein großes Anliegen, den "Leisen" eine Stimme zu geben und sich für die KollegInnen einzusetzen. "Die Digitalisierung sehe ich als große Chance. Jedoch nur dann, wenn unsere Rechte als ArbeitnehmerInnen gewahrt blieben. Dafür braucht es eine starke Gewerkschaft!" betont er.

Sorgen bereiten ihm die Entsolidarisierung in der Gesellschaft und die laufenden Angriffe auf ÖGB, AK und die AUVA. "Da müssen wir uns wehren!" Als Personalvertreter brauche man Besonnenheit, Beharrlichkeit und den Blick für das Ganze. Handschlagqualität sei wichtig. Arroganz und Ignoranz kann er nicht ausstehen.

Den Ausgleich zur Arbeit findet er in der Familie und im Freundeskreis. Viel Zeit verbringt er mit seinen Kindern und Enkelkindern und mit Fußball. Mader liest aber auch gerne. Sein Lieblingsbuch: "Reden, die die Welt veränderten" von Gerhard Jelinek. Diese historischen Texte seien unglaublich kraftvoll und inspirierend. Denn "Worte haben Kriege begonnen und Frieden geschaffen."

Regina Müller
Regina Müller

Regina Müller, Marktamt & Veterinäramt

Unsere Rechte sind in Gefahr - mehr denn je!

Es geht mir ganz einfach ums Mitgestalten. Gerade jetzt! Denn unsere Rechte als ArbeitnehmerInnen sind mehr denn je in Gefahr!", sagt Regina Müller, die Frauenvorsitzende der HG1 und Vorsitzende des DA 125 - Marktamt und Veterinäramt, wenn sie auf ihr gewerkschaftliches Engagement angesprochen wird.

Müller ist ein große Kämpferin: für den Sozialstaat, für Gerechtigkeit und für Chancengleichheit. "Mir ist wichtig, dass es allen Menschen gut geht - unabhängig von ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung oder Religion", betont sie. Als Personalvertreterin sei ihr das aktive Zuhören immens wichtig. "Ich versuche, die Sorgen anderer so zu behandeln, als wären es meine eigenen!" Von der Dienstgeberin wünscht sie sich mehr Empathie, klare, ehrliche Kommunikation und Transparenz bei Entscheidungen. "Wir brauchen in unserer Dienststelle Maßnahmen, die den Zusammenhalt stärken.

Ihre Freizeit verbringt Müller gern mit ihrer Familie, mit Freundinnen und Freunden. Energie tankt sie bei Spaziergängen mit ihrem Hund, beim Garteln und Lesen. Ihr Vorbild ist ihre Großmutter. "Sie war eine starke Frau. Sie hatte ein hartes, arbeitsreiches Leben und am Ende aber keine Pension erhalten. Ein echter Skandal. Durch meine Großmutter habe ich erkannt, wie wichtig es ist, als Frau wirtschaftlich unabhängig zu sein und sich für Frauenrechte einzusetzen!"

Manfred Obermüller, Magistratische Bezirksämter
Manfred Obermüller

Manfred Obermüller

Ohne Gewerkschaften keine sozialen Errungenschaften!

Die Zusammenlegung der Magistratischen Bezirksämter, neue bundesweite EDV-Programme, die Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung und die Zusammenlegung der Standesämter, aus zehn mach fünf -das sind die ganz großen Herausforderungen für Manfred Obermüller. Er ist Vorsitzender des DA 130 -Magistratische Bezirksämter, Bezirksvorstehungen, Standesämter und Datenschutz. Seit 1992 ist er gewerkschaftlich aktiv.

Sich für andere einzusetzen, sei wichtig und richtig -ein "Bauchgefühl eben". Ohne Gewerkschaften gebe es keine sozialen Errungenschaften. Die Sozialpartnerschaft schaffe einen Interessenausgleich in Österreich und sei Grundlage für den sozialen Frieden. Von der Dienstgeberin fordert er mehr Transparenz. "Das würde vieles erleichtern!" Was er gar nicht ausstehen kann, seien Jammern und Unehrlichkeit. Ganz besonders schätzt er authentische, geradlinige Menschen.

Geprägt haben ihn seine Großeltern im Waldviertel, bei denen er ab dem fünften Lebensjahr jede freie Minute verbringen durfte. Als Ausgleich zur Arbeit geht er laufen, liest Bücher und besucht gerne mit seiner Frau Konzerte und Kabaretts. Er verbringt sehr viel Zeit mit der Familie und genießt die wunderbare Wohngegend außerhalb Wiens. Wer Manfred Obermüller besser kennt, weiß: Dieser Mann ist beharrlich und hat Ausdauer - nicht nur beim Laufen, sondern auch bei den Verhandlungen mit der Dienstgeberin, was sich ja manches Mal wirklich so anfühlt wie ein Marathon.

Robert Okenka
Robert Okenka

Robert Okenka, MA 46

Ich mag Menschen mit Handschlagqualität!

"Die Evaluierungen bzw. Änderungen bei denTätigkeitsaufgabensind im Moment die größtenHerausforderungen für uns. Wir werden allestun, um Schlechterstellungen zu verhindern, Erreichteszu verteidigen und die Rechtssicherheit für die Kolleginnenund Kollegen sicherzustellen", erklärt Robert Okenka,Vorsitzenderdes Dienststellenausschusses 110 - Baubehörde.

Begonnen hater seine Berufslaufbahnbei der Stadtmit der Lehre zumBautechnischenZeichner in derMA 46. Soziale Gerechtigkeitund anderen zu helfen waren ihm schon immerwichtig. Daher hat er sich auch fünf Jahre in derJugendabteilung der younion engagiert.

"Diese Zeit hatmich sehr geprägt", erzählt er. Wie rasch sozialer Abbaufunktionieren kann, das sehe man an der Bundesregierung.Alle türkis-blauen Verschlechterungen müsse manlaufend aufzeigen, sagt er. "Der zunehmende Egoismus,die Fremdenfeindlichkeit, Oberflächlichkeit in sozialenMedien und die Unfähigkeit, miteinander zu reden, sindgefährlich. Wenn du ein Problem hast, dann brauchst duechte Freunde, denen du hundertprozentig vertraust -und keine virtuellen!"

Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Menschen mit Handschlagqualitätsind ihm wichtig. In seiner Freizeit interessierter sich für Actionfilme und Motorsport. Er liebtes, Autos zu reparieren und Pläne zu digitalisieren sowieGrafiken und Modelle anzufertigen. "Doch ins Theater gehe ich nie", erzählt er. "Das habe ich eh jeden Tag!"

Josef Putz, Wiener Wohnen
Josef Putz

Josef Putz, Wiener Wohnen

Dienstposten müssen dringend nachbesetzt werden!

"Ich bin für alle da und versuche mit aller Kraft, Lösungen für die MitarbeiterInnen zu ermöglichen bzw. auszuverhandeln. Aber auch ehrlich zu sagen, wenn Forderungen nicht erfüllt werden können", betont Josef Putz, Vorsitzender des DA 113 - Wiener Wohnen. Er ist seit 1974 bei der Stadt Wien und seit 1982 gewerkschaftlich aktiv. "Ich bin schon sehr jung von meinem Kollegen Eduard Grünauer zur PV geholt worden. Ich habe ihm viel zu verdanken", erzählt er. Was ihm bei seiner Arbeit ganz besonders wichtig ist, dass die KollegInnen miteinander reden, sich gegenseitig helfen, für einander da sind und Verständnis zeigen."

Bei Wiener Wohnen steht Putz vor großen Herausforderungen: laufende Umstrukturierungen, Nachbesetzung von Dienstposten, Überbelastung durch das Fehlen von Personal, die hohe psychische Belastung, die Übergriffe auf KollegInnen und vieles mehr. Sturheit mag er gar nicht. "Das bringt uns nicht weiter!"

In seiner Freizeit ist er beim Fußballclub Post SV Wien als Jugendleiter aktiv. Körperlichen Ausgleich findet er bei der Gartenarbeit gemeinsam mit seiner Frau. Sein Lieblingsbuch ist "Harry Potter", sein Lieblingsfilm "Avatar - Aufbruch nach Pandora". "Aufbrechen ist auch bei Wiener Wohnen immer wieder angesagt. Wohin es gehen soll, ist aber oft nicht klar. Das erzeugt Ängste und Unruhe. Eine starke PV ist deshalb besonders wichtig!"

Christian Römer; Magistratsdirektion
Christian Römer

Christian Römer

Die Gewerkschaft kämpft für die soziale Sicherheit!

"Die Umsetzung des neuen Bedienstetengesetzes, flexibles, disloziertes Arbeiten und Altersteilzeit sind in unserem Dienststellenausschuss große Herausforderungen", erzählt Christian Römer, "auch die Beeinträchtigung durch den kommenden U-Bahn-Bau im Bereich des Rathauses beschäftigt die Kolleginnen und Kollegen."

Römer ist geschäftsführender Vorsitzender des DA 101 -Magistratsdirektion und ein Mann mit Erfahrung. Er ist seit 1982 bei der Stadt Wien tätig und seit 20 Jahren gewerkschaftlich aktiv. "Solidarität und sozialer Ausgleich waren mir schon immer sehr wichtig", sagt er, "gerade in einer Zeit, in der die soziale Ungleichheit zunimmt." Weil heute der Profit und das Wirtschaftswachstum über das Wohl der Menschen gestellt werde, brauche es eine starke Kraft, die dagegenhält. Das sei die Gewerkschaftsbewegung.

Römers Denken und seine Werte hätten seine Großeltern geprägt. Sie seien mit sehr wenig ausgekommen und waren dennoch glücklich und zufrieden. Schwarz-Weiß-Denken könne Römer gar nicht ausstehen. Probleme differenziert zu diskutieren und Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen, seien ihm als Personalvertreter wichtig. Den Ausgleich zur Arbeit findet er im Waldviertel, in der Natur, in der Familie und beim Spielen mit Enkelsohn Paul. "Der Kleine hält mich auf Trab!" sagt er. "Das ist ganz gut, denn ich mache ohnehin zu wenig Sport."

Maria Rotter, Verwaltungsgericht Wien
Maria Rotter

Maria Rotter, Verwaltungsgericht Wien

Hin und wieder muss man Härte zeigen.

"Die Zahl der Verfahren am Verwaltungsgericht Wien ist im vergangenen Jahr stark gestiegen, um mehr als tausend Fälle. Aber der Personalstand blieb unverändert. Wir sind an den Grenzen der Belastbarkeit angekommen. Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten so viel wie zwei", berichtet Maria Rotter.

Sie ist seit 2002 Personalvertreterin, zuerst beim UVS und jetzt als Richterin am Verwaltungsgericht Wien. Unermüdlich setzt sie sich für bessere Arbeitsbedingungen ein. So wurde beispielsweise auch auf Drängen der Personalvertretung beim Eingang zum Verwaltungsgericht eine Sicherheitsschleuse installiert. Wie notwendig das ist, zeigt sich daran, welche Waffen seither abgenommen worden sind: Messer, Schlagringe und Schusswaffen. "Natürlich haben wir nun bei den Verhandlungen ein besseres Gefühl."

Als Ausgleich zur Arbeit macht Rotter viel Bewegung an der frischen Luft: Wandern, Radfahren, Laufen. "Da bekommt man den Kopf frei!" Was eine gute Personalvertreterin bzw. einen guten Personalvertreter auszeichne, sei das Zuhören-Können, Konsequenz und Ausdauer. Hin und wieder müsse man aber auch Härte zeigen. Wenn sie Zeit findet, dann liest Rotter gerne. Aktuell "Schuld und Sühne" von Dostojewski. Viel Zeit verbringt sie mit ihrer Familie. "Meine Eltern haben mich geprägt und uns Kindern sehr viel Wärme und Liebe gegeben. Sie haben uns den Besuch des Gymnasiums und das Studium ermöglicht. Ich hoffe sehr, dass ich all das Gute an die nächste Generation weitergeben kann!"

Angelika Schleinzer, MA 2
Angelika Schleinzer

Angelika Schleinzer, MA 2

Man muss die Dinge beim Namen nennen!

"Die immense Arbeitsverdichtung, die ungünstige Altersstruktur und gleichzeitig unrealistische Budgetvorgaben sind große Probleme in unserer Abteilung", berichtet Angelika Schleinzer, Vorsitzende des Dienststellenausschusses 102 - Personal. "Sehr viele WissensträgerInnen werden bald in Pension gehen. Das birgt gewaltige Risiken, auf die die Personalvertretung seit langem hinweist."

Warum sich Schleinzer für die Kolleginnen und Kollegen engagiert, bringt sie in einem Satz auf den Punkt: "Wir ArbeitnehmerInnen können heute nur in einer Gemeinschaft gegen die DienstgeberInnen bestehen." Als PersonalvertreterIn brauche man Einfühlungsvermögen, aber auch den Mut, Entscheidungen zu treffen und Konflikte auszuhalten. "Ich bin nicht Everybody's Darling", sagt sie und lächelt. "Aber man muss die Dinge beim Namen nennen!"

In ihrer Freizeit liest sie sehr viel: vor allem englische Klassiker wie Shakespeare, Dickens und Austen. Eines ihrer Ziele ist es, einmal alle Weltkulturerbe-Städte in Europa besucht zu haben. Als Lieblingsschauspielerinnen nennt sie Judy Dench und Helen Mirren. "Das sind starke Frauen!" Vorbilder sind für sie Menschen, die andere inspirieren und ihnen Hoffnung geben, wie beispielsweise Martin Luther King. "Ich bin tief davon überzeugt, dass wir nur gemeinsam die Welt besser machen können! Brücken bauen ist eine Kunst, sie zu zerschlagen hingegen einfach.

Karl Schuhäker, MA 56
Karl Schuhäker

Karl Schuhäker, MA 56

Ohne HandwerkerInnen keine reibungslosen Abläufe im Magistrat.

"Saubere Amtsgebäude und Schulen, die prachtvollenWiener Parkanlagen, professionelle Logistik, top gewartete technische Geräte - all das wäre ohne unsere HandwerkerInnen völlig undenkbar", betont Karl Schuhäker, Vorsitzender des Personalgruppenausschusses "Handwerkliche Verwendung".

Was er gar nicht aushält, ist Ungerechtigkeit. "Überall wird heute rationalisiert und gespart. In einer Zeit, in der Menschen zu reinen Kostenstellen werden und sich das neoliberale Denken rasant ausbreitet, braucht es eine starke Gewerkschaft, die dagegenhält", sagt er. "Ich setze mich daher mit aller Kraft für meine KollegInnen ein - vor allem auch für jene, die keinen Lehrberuf haben."

Wer Schuhäker näher kennt, weiß, dass seine großen Vorbilder in den Anfängen der Sozialdemokratie zu finden sind: Viktor Adler und Johann Böhm.

Loyalität, gegenseitiges Verständnis und Solidarität sind ihm ganz besonders wichtig. Als ein "gewerkschaftliches Urgestein" bringt er enorm viel Erfahrung mit. Abgestumpft ist er über die Jahre nicht, ganz im Gegenteil: "Wenn ich helfen konnte und sich Menschen bei mir bedanken, dann freue ich mich jedes Mal ganz besonders. Da kommt sehr vielzurück! Solche Momente sind für mich prägende Erlebnisse!"

Alexander Schuller, MA 62

Alexander Schuller, MA 62
Alexander Schuller

Bildung ist die Waffe gegen Hetze und Rassismus!

Das Mutigste, das man tun kann, ist eigenständiges Denken. Und zwar lautstark." Dieser Satz von Coco Chanel gefällt Alexander Schuller ganz besonders gut. Die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für die KollegInnen und die Erweiterung des Horizonts liegen ihm ganz besonders am Herzen. "Mir ist wichtig, dass wir alle über den Tellerrand blicken, unsere Scheuklappen ablegen und uns mit unserer Gegenwart und Zukunft differenziert auseinandersetzen", sagt er.

Schuller ist seit 1991 bei der Stadt Wien tätig und seit 2008 in der Personalvertretung aktiv. Als Vorsitzender des Dienststellenausschusses 103 - Allgemeine Verwaltung prangert auch er die Personaleinsparungen massiv an. "Sie führen unweigerlich zu einer Überlastung der Kolleginnen und Kollegen und schließlich ins Burn-out. Das ist verantwortungslos!"

Gewerkschaftlich engagiert er sich, weil er zutiefst überzeugt ist, dass Verbesserungen im Arbeitsumfeld nur gemeinsam erreicht werden können. Privat interessiert er sich ganz besonders für Sport und Erwachsenenbildung im Zusammenhang mit dem Thema der sozialen Kompetenz. "Fakt ist, dass Bildung eine Waffe gegen Hetze und Rassismus ist. Wir müssen daher Bildung fördern und alles tun, um Menschenverachtung etwas entgegenzusetzen!", betont er. Unreflektierte Meinungsäußerungen kann er gar nicht ausstehen. Darauf könne man nur sagen: "Denken hilft!"

Michael Takats, Wiener Gewässer
Michael Takats

Michael Takats, Wiener Gewässer

Soziale Ausbeutung ist inakzeptabel!

Seit ich die Funktion als Vorsitzender übernommen habe, ist es mir ein besonderes Anliegen, ein schlagkräftiges und kompetentes Team zu bilden. Gerade weil die PV-Wahlen Anfang 2019 stattfinden und der Druck auf MitarbeiterInnen seitens Dienstgeberin und Politik stärker geworden ist, ist es wichtig, ein gutes Team als Unterstützung zu haben", erzählt Michael Takats.

Seit 2009 ist er in der Personalvertretung aktiv und seit Mai 2018 Vorsitzender des DA 108 - Stadtbaudirektion und Tiefbau. "Klar ist: Wir brauchen diesen Interessensausgleich zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, zwischen der Stadt Wien und den Bediensteten, denn nur so ist eine stabile, leistungsstarke Gesellschaft möglich." Die türkis-blaue Politik der sozialen Ausbeutung sei inakzeptabel, sagt er. Sie schade dem Land.

Die 60-Stunden-Woche und den 12-Stunden-Tag dürfe man nicht hinnehmen. Schon jetzt arbeiten viele KollegInnen, beispielsweise bei Mäharbeiten auf der Alten Donau "bis zum Anschlag", 11,5 Stunden. Als "völlig daneben" bezeichnet er die Aussage der Sozialministerin, von 150 Euro pro Monat leben zu können.

In seiner Freizeit interessiert sich Kollege Takats für Fitness und ausgewogene Ernährung. Er liebt Segeln auf dem Neusiedlersee. "Da bekomme ich den Kopf frei. Das gibt mir Energie, die ich oft dringend brauche. Denn letztendlich ist das Leben meist ein mühsamer Kampf zwischen Solidarität und Eigennützigkeit!"

Richard Tiefenbacher, YOUNG younion
Richard Tiefenbacher

Richard Tiefenbacher, YOUNG younion

Wir müssen der Jugend mehr Mitsprache geben!

"Die Interessen junger Menschen müssen noch stärker in der Personalvertretung vertreten werden", sagt Richard Tiefenbacher, Jugendreferent der YOUNG Younion. Konkret fordert er für Lehrlinge einen Bildungsurlaub vor der Lehrabschlussprüfung und eine Freistellung bei Prüfungsantritten. Tiefenbacher ist seit 2015 in der Personalvertretung aktiv -mit sehr viel Engagement.

"Meine und die zukünftigen Generationen werden es unter der sozialabbauenden Regierung nicht einfach haben. Daher kämpfe ich für die Beibehaltung und die Verbesserung des Sozialstaats in Österreich. Für die ArbeitnehmerInnen will ich das Beste erreichen!" sagt er. Sorgen bereiten ihn die vielen Ängste in der Gesellschaft: vor Wohlstandsverlust, vor Migration und Kriminalität. Dem müsse man Positives entgegen setzen. Geprägt haben ihn seine Eltern. Sie hätten gemeinsam vieles durchgestanden, sich etwas aufgebaut und seien immer für einander da gewesen. Das sei etwas unbeschreiblich Schönes.

Als Jugendvertreter müsse man gut zuhören können, brauche Geduld, Verständnis und Verhandlungsgeschick, aber auch viel Humor. Tiefenbacher beschreibt sich als Abenteurer. Seine Energie tankt er auf Entdeckungsreisen mit Freunden auf. Fragt man ihn nach seinen LieblingsschauspielerInnen, -filmen oder -theaterstücken, dann landet man bei Jason Statham, Batman oder Robin Hood. Helden, die sich für Schwächere einsetzen. Vermutlich kein Zufall.

Ursula Tomaszkiewicz, MA 10

Ursula Tomaszkiewicz, MA 10
Ursula Tomaszkiewicz

Nur durch's Reden kommen d'Leut zam

Mit viel Engagement und vor allem Erfahrung vertritt sie seit 1999 über 8.000 Kolleginnen und Kollegen: Ursula Tomaszkiewicz (früher: Brandner), Vorsitzende des Dienststellenausschusses 120 - Wiener Kindergärten. "Was an meiner Arbeit geschätzt wird? Vermutlich meine direkte Art zu kommunizieren, die Dinge klar anzusprechen", sagt sie schmunzelnd. "Auch eine gewisse Sturheit ist notwendig - im positiven Sinn!"

Für Ursula Tomaszkiewicz sind Empathie, Wertschätzung und Kommunikationsfähigkeit in der Ausschuss-Arbeit sehr wichtig. Letztendlich seien es immer Kompromisse, die zu Verbesserungen für die Bediensteten führten, ist sie überzeugt. Bessere Rahmenbedingungen brauche es aus ihrer Sicht dringend! "Unser größtes Problem ist der immense Personalmangel - von der Verwaltung bis hin zu den Elementarpädagoginnen und -pädagogen", betont sie. Dieser führe zu einer Überbelastung der Kolleginnen und Kollegen. Auch die Arbeit im Alter sei ein Riesenthema. Gleitpensionsmodelle wären dringend notwendig!

Ihre Energie holt sie sich über ihre Familie und beim Zusammensein mit Freunden - auf Schiurlauben im "Rudel" oder auch am Strand, wo sie gerne ein "echtes Buch" (und keinen Kindle!) in Händen hält. Vorzugsweise einen Krimi oder Thriller. "Wenn's besonders grauslich wird, dann blättere ich einfach ein paar Seiten weiter", sagt sie und lächelt. Eskalationen mag sie grundsätzlich nicht. Sie ist keine Verfechterin harter Maßnahmen und sucht unermüdlich das Gespräch - ganz nach dem Motto: "Nur durchs Reden kommen d'Leut zam!"

Thomas Röscher, MA 28
Thomas Tröscher

Thomas Tröscher, MA 28

Alles Komödie - oder doch nicht?

Neben der Personalvertretung ist die Schauspielerei mit "seiner" Theatergruppe in der mittelburgenländischen Heimatgemeinde seine große Leidenschaft. Thomas Tröscher ist Vorsitzender des Dienststellenausschusses 109 Straßenbau und Straßenverwaltung sowie Werkmeister und Teamleiter in Floridsdorf. "Weil ich für Gerechtigkeit bin und möchte, dass alle (mehr als 300) KollegInnen gleich behandelt werden", hat der Vater zweier Söhne vor einem Dutzend Jahren die Personalvertretung bei den Straßenbauern übernommen. Betriebsrat war er davor schon vier Jahre beim "Lugner", weil "jeder die Möglichkeit haben soll, sich im Arbeitsleben zu integrieren."

Angefangen hat Thomas Tröscher als Maurerlehrling, sich zum Polier hochgearbeitet und schließlich die Werkmeisterprüfung absolviert. Die Arbeitswelt von Grund auf kennengelernt zu haben ist für das Selbstverständnis eines Personalvertreters sicher wertvoll, sagt er, um die so wichtige Empathie mitzubringen und Vertrauen zu vermitteln. Der Umgang mit den Mitmenschen wird immer schwieriger, weil der Druck am Arbeitsplatz ständig steigt.

Wiederkehrende Organisationsänderungen, wie sie ja auch gerade im Gange sind, verunsichern und kosten den MitarbeiterInnen Kraft, zusätzlich zum fordernden Einsatz am Arbeitsplatz. Er hofft, dass sich die gesamte MA 28 in Zukunft wieder verstärkt auf die Teamarbeit und das Gemeinsame besinnt, unterstreicht Tröscher. Was er sich und anderen am meisten wünscht: "Jeden Tag gesund und glücklich zu beschließen."

Robert Tuma, MA 67 - Parkraumüberwachung
Robert Tuma

Robert Tuma, MA 67 - Parkraumüberwachung

Gemeinsam erreichen wir mehr!

Wir erleben in unserer Dienststelle turbulente Zeiten. Im Innendienst wurde im Zuge der Einführung des Verwaltungsstrafverfahrens (VStV) massiv umstrukturiert. Die Kommunikation war besonders chaotisch. Im Außendienst sind die MitarbeiterInnen extrem verunsichert durch die vielen Einvernahmen und Entlassungen von MitarbeiterInnen sowie durch die damit verbundene Medienberichterstattung", erzählt Robert Tuma, Vorsitzender des Dienststellenausschuss 117 - Parkraumüberwachung.

Er fordert von der Dienstgeberin, die gesetzlichen Mitwirkungsrechte der Personalvertretung zu beachten. Tuma ist seit 2002 gewerkschaftlich aktiv. Er kämpft für soziale Gerechtigkeit und will Erreichtes erhalten. Was er gar nicht ausstehen kann, sind ManagerInnen der Stadt, die ausschließlich neoliberal agieren und die Gewerkschaft als "Blockierer" und Behinderung des Fortschritts wahrnehmen.

Mahatma Gandhi, Bruno Kreisky und Helmut Schmidt zählen zu seinen großen Vorbildern, da sich diese für die Schwächeren stark gemacht hätten. Privat interessiert er sich sehr für Tier- und Umweltschutz. Als Ausgleich zur Arbeit gartelt er, betreibt Yoga, spielt Tennis und liest gerne. Sein Lieblingsbuch ist von Paul Watzlawick: "Vom Unsinn des Sinns". Sein Lieblingstheaterstück: "Faust" von Johann Wolfgang von Goethe. Ein Stück, das - wie Tuma sagt - aktueller ist, denn je: "Seine Seele sollte man nicht verkaufen!"

Günter Unger: Jugend, Bildung, Integration, Stadtservice, Sport, Presse und Frauenangelegenheiten

Günter Unger, Hauptgruppe 1
Günter Unger

Im Mittelpunkt muss der Mensch stehen.

Der Dienststellenausschuss 106 ist vielfältig. Jugend, Bildung, Integration, Stadtservice, Sport, Presse und Frauenangelegenheiten. Günter Unger leitet diesen Ausschuss seit Mai 2002. "In vielen der Abteilungen gab es in den vergangenen Jahren große Umorganisationen", erzählt er, "zum Beispiel in der MA 11, MA 13 oder im Bürgerdienst, der in das Stadtservice eingegliedert wurde. Zum Teil wurden diese Neuausrichtungen unprofessionell begleitet. Es fehlte an Transparenz. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen hatten große Zukunftsängste. Da waren wir als Personalvertretung besonders gefordert", betont Unger, der seit 1992 in der Gewerkschaft aktiv ist.

Unger ist ein guter Zuhörer. Engagiert kämpft er für die Rechte der ArbeitnehmerInnen. Bei jeder Umorganisation muss der Mensch im Mittelpunkt stehen! Einen Ausgleich zur Arbeit findet er beim Radfahren, Wandern, Schneeschuhwandern und Langlaufen. Musik ist ihm sehr wichtig. Er hört am liebsten Vocal-Jazz, Manhattan Transfer. Seine Lieblingsbücher sind Krimis (Donna Leon), sein bevorzugtes Filmgenre ist Science-Fiction.

Ein politisches Vorbild ist für ihn - der aus einer Arbeiterfamilie stammt - Bruno Kreisky. "Er hat sich sehr für Chancengleichheit, für Bildung für alle, vor allem auch für uns Arbeiterkinder, eingesetzt" sagt Unger. "Das hat mich sehr geprägt!"

Andreas Walter, MA 11
Andreas Walter

Andreas Walter, MA 11

Keine Personalkürzungen!

Um die Vernetzung der Ausschussvorsitzenden der Dienststellen im Zusammenhang mit den vielfältigen Anliegen der B-Bediensteten geht es im Personalgruppenausschuss "B". "Wir vertreten sehr unterschiedliche Berufsgruppen von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen bis zu RechtspflegerInnen und der großen Gruppe der Verwaltungsbediensteten im Gesamtbereich der HG 1", sagt Ausschussvorsitzender Andreas Walter.

"Die wichtigsten aktuellen Anliegen sind Nachdruck bei anstehenden Beförderungen und die Verhinderung drohender Personalkürzungen." Es gelte, die Erhaltung der B-Posten gegen Umwandlung und Einsparung zu sichern. Unsere Hauptaufgabe liegt in der Vernetzungsarbeit. Der PGA-B ermöglicht einen Überblick über die Vielfalt der Tätigkeiten in den Abteilungen. Überall dort, wo unsere Unterstützung für die Anliegen der B-Bediensteten gefragt ist, sind wir zur Stelle und helfen und beraten gerne.

Im Vordergrund steht natürlich die Arbeit der einzelnen Dienststellenausschüsse, trotzdem ist es erforderlich, dass es einen Bereich gibt, bei dem alle gemeinsamen Anliegen der B-Bediensteten zusammenlaufen. Der Personalgruppenausschuss "B" ist innerhalb der HG 1 für ca. 5.500 KollegInnen zuständig.

Michael Witzmann, Vorsitzender PGA C,D1,D,E1,E
Michael Witzmann

Michael Witzmann, Vorsitzender PGA C,D1,D,E1,E

Gläserne Decke durchstoßen können

Mit 8.000 zu vertretenen Bediensteten ist der Personalgruppenausschuss C, D1, D, E1, E der größte Ausschuss in der Hauptgruppe 1. Hier finden sich Kanzleibedienstete, WerkmeisterInnen, bautechnische ZeichnerInnen ebenso wie Parkraumüberwachungsorgane.

Personalgruppenausschussvorsitzender Michael Witzmann: "Das neue Dienstrechts- und Besoldungssystem ist ein geschichtsträchtiges Projekt und war notwendig, da unser derzeitiges Gehaltsystem seit über vier Jahrzehnten rein Ausbildungsorientiert ist. Das neue System sollte objektiv, gendergerecht, diskriminierungsfrei und transparent in seinen Bewertungen sein. Weiterer Ziele dieser Reform waren funktionsorientierte Entlohnung, Integration von Zulagen und Nebengebühren in den Funktionsbezug sowie erhöhte beziehungsweise verstärkte Durchlässigkeit. Diesbezüglich wollen wir auch das alte System weiterentwickeln und gläsernen Decke durchbrechen."

Robert Zodl, MA 34
Robert Zodl

Robert Zodl, Wohn- und Hochbau und BTS

Anpacken statt Raunzen!

"Die Dienstgeberin muss vakante Dienstposten rasch nachbesetzen, Überbelastungen müssen vermieden werden und bei Sonderstufen und Remunerationen wollen wir ein Mitspracherecht", sagt Robert Zodl, Vorsitzender des DA 112 - Wohn- und Hochbau und BTS (Betrieb und technisches Service). Er ist seit 1986 im Dienst der Stadt Wien, seit 2003 in der Personalvertretung aktiv.

"Mir ist wichtig, dass wir als DienstnehmerInnen unsere Rechte auch einfordern, damit die Dienstgeberin nicht alles mit uns machen kann!" Zodl hört gerne zu und ist für die KollegInnen da. Sein Motto: "Anpacken statt raunzen!" Ganz besonders schätzt er an Menschen Handschlagqualität und Ehrlichkeit. Viktor Adler und Bruno Kreisky zählen zu seinen großen Vorbildern. Soziale Ungerechtigkeit kann er nicht ausstehen. Die Einführung der 60-Stunden-Woche und des 12-Stunden-Tags in Österreich missfällt ihm sehr. "Diese Bunderegierung ist nicht für die arbeitenden Menschen da, sondern für ArbeitgeberInnen", ist er überzeugt.

In seiner Freizeit fährt Zodl sehr gerne mit dem Motorrad oder mit dem Fahrrad. "Da bekomme ich den Kopf so richtig frei und lade meine Batterien auf!" Harrison Ford und Daniel Craig sind seine Lieblingsschauspieler. Sein Lieblingsfilm ist "Air Force One". Alles dreht sich also um Action und Abenteuer. Wichtig ist aber, dass am Ende die Guten gewinnen!