Behindertenvertrauenspersonen der Dienststellen

Inklusion leben

Für die „Gleichberechtigte Teilhabe“ am Leben sind in der Hauptgruppe 1 für ca 1.000 Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung ca 50 Behindertenvertrauenspersonen (BVP) vor Ort unabhängig, weisungsfrei und vertraulich tätig.

Wir handeln nach dem Behinderteneinstellungsgesetz und beraten Sie gerne bei Fragen, Anliegen oder individuellen Problemen.

Unsere Aufgaben…
Wir vertreten die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen der begünstigt Behinderten. Wir schauen darauf, dass

  • die Gesetze eingehalten werden,
  • bei Verstößen Meldung gemacht wird.
  • es Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt,
  • es gleiche Aufstiegschancen gibt,
  • Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Wir bieten Hilfestellung hinsichtlich…

  • Gleichstellung in der Arbeitswelt
  • Rehabilitationsmöglichkeiten, Umschulungsmaßnahmen etc.
  • Feststellungs-, Pflegegeld-, Pensionsanträgen
  • Finanziellen Fördermöglichkeiten
  • Jobcoaching oder Arbeitsassistenz 

Mag. Harald Castek
Vorsitzender der Behindertenvertrauenspersonen der HG 1

Ebendorferstrasse 2/6. Stock/Top 6.10
t: 01 / 4000 86262
m: behinderte(at)hg1.wien.gv.at
p: www.hg1.at/bvp
(Terminvereinbarung erwünscht)

 


BVP-Büro stellt sich vor

Mag. Harald Castek

Eigentlich wollte der junge Magister der Wirtschaftswissenschaften 1988 (Diplomarbeit: „Schließen der Pensionslücke mit Aktienvorsorgeplänen“ in einer Bank im Aktienwesen Fuß fassen. Daraus wurde wegen starker Sehbehinderung nichts. Die Stadt Wien hat Mag. Harald Casteks Qualität aber sehr wohl erkannt: In der Finanzverwaltung kann er seinen Job mit viel Freude trotz 75 % Behinderung voll ausüben.

Auch in stadtnahen Aufsichtsräten bringt er seine Fachkenntnis ein. Der Weg in die Behindertenvertretung ergab sich ganz von selbst. „Ich kenne die Probleme Behinderter bei der Arbeitssuche und sehe immer wieder, wie schwer sich ,gesunde‘ Mitmenschen tun, sich in andere hineinzuversetzen. Klar, hier sollte ich mich engagieren.“ Denn: „Man spürt ja auch nicht das Kopfweh des anderen!“ Wer nicht selbst betroffen ist, urteilt schnell über Behinderte.

Nach seiner Wahl 1992 in die Behindertenvertretung und den Landesvorstand war der „logische“ Weg, heuer auch zum Vorsitzenden der Behindertenvertretung in der HG1 gewählt zu werden. Castek: „Neben lieben ist helfen das schönste Zeitwort“. „Meine Familie ist mir alles“, sagt Castek. Mit meiner Frau Birgit und den gemeinsamen Töchtern verbringt er noch immer gemeinsame Urlaube. Seine historische Mercedes-Sammlung hat er nicht nur zum Anschauen, sondern auch für seine Urlaubsreisen.

Petra Reitsamer MA

Petra unterstützt seit Mai 2018 das Team der Behindertenvertretung. Nach einer drohenden Arbeitsunfähigkeit und der trotzdem absolvierten Handelsschule begann sie in einem Geriatrischen Tageszentrum der Stadt Wien zu arbeiten. Später beschäftigte sie sich dann im Fonds Soziales Wien mit Anknüpfungspunkten zu Projekten der Europäischen Union. Nach einer Tätigkeit im Kindergarten und Pflegeheim kann sie ihren Wunsch, mit Menschen zu arbeiten, nun im Rahmen der Behindertenvertretung weiterhin mit viel Elan und Empathie ausüben.

Die Soziologin machte berufsbegleitend die Matura und das Studium, wurde aber zwischenzeitlich immer wieder von gesundheitlichen Barrieren gebremst. Nun kann sie ihre Erfahrungen in der Mitarbeit bei der Behindertenvertretung einfließen lassen, sich aber auch neuen Herausforderungen der Behindertenpolitik stellen.

In ihrer Freizeit reist Petra mit ihrem Partner gerne per Bahn und mit dem Rucksack durch Europa, es dürfen aber auch manchmal ganz ferne Länder dabei sein. Sie engagiert sich auch gerne ehrenamtlich im Pflegeheim Simmering und liebt es zu orientalischen Klängen zu tanzen.

Rainer Flandorfer

Im Anschluss an die Handelsschule habe ich durch Zufall den Job als Datenerfasser in einer Firma angenommen und dabei Gefallen an der EDV gefunden. Über immer wieder neuen Herausforderungen und Dienstgebern war ich zuletzt als EDV-Abteilungsleiter tätig. Nach 14 Jahren Privatwirtschaft habe ich den Weg zur Gemeinde Wien angetreten. Auch dort bin ich der EDV treu geblieben, bin zwar in der MA6 (Buchhaltung) tätig, aber nach wie vor ist die EDV mein Aufgabengebiet. Ich bin mit 2 Jahren an Kinderlähmung erkrankt und kann seit dem meinen linken Arm kaum einsetzen. Durch meine Behinderung war und bin ich immer wieder gefordert, bei Problemen Alternativlösungen zu finden. Eine sehr gering besuchte Behindertenversammlung hat mich dazu bewogen, in der Behindertenvertretung mitzuwirken.

Vielleicht gelingt es mir weiterzugeben, dass eine Behinderung zwar eine Einschränkung darstellt, aber auf keinen Fall einen Mangel.

Und ACHTUNG: Niemand ist davor gefeit, nicht blitzartig zu unserem Personenkreis zu gehören.

Privat bin ich glücklich verheiratet, habe einen erwachsenen Sohn und verbringe viel Zeit mit meiner Frau in unserem Haus und Garten.

Mag.a Gabriele Karoh

Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, unter anderem im Kulturmanagement, begann Mag.a Gabriele Karoh bei der Stadt Wien und kam zunächst in die ungewohnte Welt einer Behörde. Nach einigen Jahren zog es sie aber aus dem Verwaltungsjob wieder zurück zur Kultur. Bereits als Kind von der Mutter – eine Pianistin – inspiriert, lernte sie Klavier und Violoncello.

Daher fand sie in der Musikschule der MA 13 den richtigen Aufgabenbereich. Der Umgang mit einem behinderten Kollegen, der von den anderen „geschnitten“ wurde, berührte sie sehr – „Behandle deinen Nächsten stets so, wie du selbst behandelt werden möchtest!“ –, sodass sie seit 2008 in die Behindertenvertretung hineingewachsen ist. Einen fixen Platz in ihrer Freizeitgestaltung hat vor allem (wegen ihrer orthopädischen Erkrankung) muskelstärkendes Kiesertraining.Das hilft ihr beim Aufrechtgehen.

Als Ausgleich zu ihrer bewegungsarmen beruflichen Tätigkeit schwingt Gaby Karoh auch gerne einmal das Tanzbein von Rumba bis Cha-Cha-Cha. Da sie andere Länder und Völker schon immer fasziniert haben, zählt Reisen zu ihren größten Leidenschaften. Besonders beindruckt ist sie von Norwegen.

Mag.a Ruth Kaltenbacher

Ruth Kaltenbacher, ausgebildete Sonderschullehrerin (Diplompädagogin), hat mehrere Jahre behinderte Kinder unterrichtet. Nach einem Jus-Studium ist sie seit 2003 in der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft beschäftigt. Hier kann sie ihre beiden Ausbildungen und die Berufserfahrung vereinen. Im Jahr 2014 wurde Ruth Kaltenbacher als Behindertenvertrauensperson für den DA 101 gewählt.

Seit dem Jahr 2016 verstärkt sie das Team des Vorsitzenden der Behindertenvertrauenspersonen der HG1 als Stellvertreterin. Kaltenbacher ist es wichtig, Diskriminierungen und Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen klar zu benennen und aufzuzeigen. „KollegInnen mit Behinderung haben Anspruch auf faire Arbeitsbedingungen und gleichberechtigte Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Dafür setze ich mich ein“, sagt Ruth Kaltenbacher.

News aus der Hauptgruppe 1