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Quantensprung für Mobiles Arbeiten

Corona hat innerhalb kürzester Zeit die Digitalisierung der Arbeitswelt ein großes Stück vorangetrieben. Auch unsere Dienststellen haben von diesen positiven Nebenwirkungen profitiert.

Dank der MA 01 konnten die Abteilungen rasch auf Home-Office umsteigen ©Alexandra Siegl

Innerhalb weniger Tage war möglich, was vorher undenkbar war: Bis zu 1.000 Videokonferenzen pro Tag - mehr als sonst in einem Monat - wurden nach der raschen Umorganisation von den KollegInnen im Wiener Magistrat abgehalten. Bis zu 9.000 AnwenderInnen aus Magistrat, AKH und den Wiener Städtischen Krankenhäusern haben täglich aus dem Home-Office auf die internen Netze zugegriffen - vor Corona waren es rund 500.

Vorsprung durch Innovationsbewusstsein

Dass der abrupte Umstieg beinahe reibungslos und ohne größere Komplikationen klappte, ist der Gründung der MA 01 - Wien Digitalzu verdanken, die im Sommer 2018 ein Pilotprojekt zum mobilen Arbeiten startete. Das erklärte Ziel, dass bis zu 60% der Arbeitszeit mobil verrichtet werden können, hat nicht nur im normalen Arbeitsalltag sehr gut funktioniert, es wurde in der Corona-Krise zum echten Glücksfall.

25.000 AnwenderInnen waren schon vor dem Lockdown für den "Virtuellen Arbeitsplatz" berechtigt, sie haben für die Arbeit im Home-Office nur noch die Berechtigung für die Zwei-Faktor-Authentifizierung gebraucht.

Erfahrung war wertvoll

Die optimale technische Ausstattung der Arbeitsplätze war für die MA 01 von Beginn an zentral. Darum blieben den KollegInnen zeitraubende Diskussionen wie "Über welches Videokonferenztool können wir am besten zusammen arbeiten?" oder "Wie schnell können Tools aktiviert werden, mit denen die MitarbeiterInnen von zu Hause arbeiten können?" erspart. Die Datenleitungen wurden rasch von 1 Gigabit/s auf 3 Gigabit/s erweitert, die Server-Ressourcen für die virtuellen Arbeitsplätze umgehend vervierfacht.

Learnings für die Zukunft

Das Umstellen auf mobiles Arbeiten hat aus technischer Sicht einwandfrei funktioniert. Die überraschenden als auch praktischen Erkenntnisse: Unterbrechungsfreies Arbeiten im Home-Office macht oft produktiver. Und für Meetings hat sich die Videokonferenz definitiv etabliert und den Schritt aus der "Nische" geschafft.

Die Vereinbarkeit von mobilem Arbeiten und Arbeiten im Büro wird durch die Regelungen im Magistrat optimal ermöglicht. Auch das hat Corona gezeigt. Aber vor allem die Angst, Produktivität und Effizienz könnten unter mobilem Arbeiten leiden, wurde durch den Härtetest der letzten Wochen ein für alle Mal ausgeräumt. "Was sich am Konzept 'Digitales Amt' in der Krise bewährt hat, sollte zur dauerhaften Einrichtung werden", fordert deshalb auch younion-Vorsitzender Christian Meidlinger.

barbara.bilka(at)wien.gv.at

andreas.borusik(at)wien.gv.at

alexandra.siegl(at)wien.gv.at

"Der Sprung in die digitale Zukunft
ist geschafft und wird sich nicht
wieder zurückdrehen lassen."