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8. März - Internationaler Frauentag!

Gleichberechtigung und Chancengleichheit sind leider nicht selbstverständlich. Der Internationale Frauentag zeigt Jahr für Jahr, dass die Forderung nach der Gleichstellung auch nach mehr als hundert Jahren noch immer nicht erfüllt ist.

Egal ob Karrierechancen oder Einkommen, ob Doppelbelastung, weil Frauen nach wie vor den Großteil an Erziehungs- und Haushaltsarbeit übernehmen müssen, oder das Messen mit zweierlei Maß - was bei Männern als zielstrebig gilt wird bei Frauen als verbissen abgewertet: Von tatsächlicher gesellschaftlicher Gleichstellung von Mann und Frau sind wir noch meilenweit entfernt.

Viele frauenpolitische Errungenschaften in Österreich hat die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal erkämpft - am 14. Februar wäre sie 81 Jahre alt geworden. Johanna Dohnal hat uns ein wichtiges Erbe hinterlassen, das es zu schätzen gilt und auf dem wir aufbauen müssen. Ihrem unermüdlichen Einsatz verdanken wir die Fristenregelung, die Familienrechtsreform, das Gleichbehandlungsgesetz und das Gewaltschutzgesetz, das zu ihrer Zeit eines der modernsten in ganz Europa war.

Hart erkämpfte Rechte ...

Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass uneheliche Kinder noch bis 1970 einen männlichen Vormund benötigten. Und dass Frauen noch 1975 - vor der hart erstrittenen Familienrechtsreform - ohne Erlaubnis des Mannes weder einen Beruf ausüben oder noch bei der Entscheidung über den gemeinsamen Wohnsitz mitreden durften. All das ist der Verdienst mutiger FeministInnen und für uns heute selbstverständlich.

... werden wieder in Frage gestellt

Die Frauenabteilung der younion hat anlässlich eines internationalen Frauentages einmal sehr treffend formuliert: Gleichberechtigung beinhaltet die Worte "Gleich" und "Recht" - also gleiches Recht. Umso erschreckender ist es, dass wir im 21. Jahrhundert sogar darum kämpfen müssen, das zugestandene Rechte nicht wieder in Frage gestellt und ausgehöhlt werden.

Regina Müller Frauenvorsitzende der Hauptgruppe1

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