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Aktienhändler rücksichtsloser als Psychopathen

Ergebnis einer Studie der Universität St. Gallen

Wallstreet, New York, Bild: derbokon, flickr.com

Aktienhändler verhalten sich rücksichtsloser als Psychopathen - zu diesem Ergebnis kommt eine Sudie der Universität St. Gallen. Untersucht wurde dabei die Kooperationsbereitschaft und der Egoismus von 25 Aktienhändlern anhand einer Computersimulation und eines Intelligenztests, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

 

Das Ergebnis übertraf die Erwartungen des Teams um Pascal Scherrer und Thomas Noll, Forensiker und Vollzugsleiter des Schweizer Gefängnisses Pöschwies nördlich von Zürich. "Natürlich kann man die Händler nicht als geistegestört bezeichnen, aber sie verhielten sich zum Beispiel noch egoistischer und risikobereiter als eine Gruppe Psychopathen, die den gleichen Test absolvierten," erzählt Noll im "Spiegel"-Interview.

 

Die Aktienhändler agierten bei ihren Entscheidungen nicht etwa sachlich oder nüchtern, sondern es ging ihnen vor allem darum, mehr zu bekommen als ihre Gegenspieler. Sie brachten viel Energie auf, um diese zu schädigen. Erklären kann das Forscherteam den Hang diesen Hang zur Zerstörung nicht. Ein besonders überraschendes Detail: Insgesamt erzielten die Aktienhändler nicht mehr Gewinn als die Vergleichsgruppe.