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Berufliche Gesundheitsförderung

Wir alle müssen zu einwandfreien Arbeitsplätzen beitragen!

Stethoskop, Bild: rosmary, flickr.com

Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) muss für die Unternehmen und Betriebe angesichts wachsender Arbeitsbelastungen, gesundheitlicher Einschränkungen sowie des Anstiegs psychischer Erkrankungen ein wichtiges Thema sein! Sie ist als Organisationsentwicklungsstrategie zu begreifen, da sie sich so nah wie möglich an jenen Faktoren der Arbeitswelt orientiert, die Krankheiten auslösen können. Sie umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, MitarbeiterInnen und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, wobei die Maßnahmen der BGF bei der Verhältnisprävention (Ursachenbekämpfung) ansetzen sollen, selbstverständlich ergänzt um die Verhaltensprävention (Bekämpfung der Symptome).

 

Beste Grundlage für BGF-Maßnahmen bieten die Ergebnisse der Ermittlung und Bewertung der Gefahren und Belastungen der Arbeitsplätze (Evaluierung), wobei hier die aktive Beteiligung der MitarbeiterInnen als Arbeitsplatz-ExpertInnen für den Projektablauf wichtig ist, um adäquate Problemlösungen zu entwickeln. Verdichtung der Arbeitsanforderungen und gesundheitliche Beschwerden durch hohe Arbeitsbelastungen (Lärm, Hitze, Staub usw.), wirken sich genauso negativ auf das Arbeitsklima aus wie Führungsschwäche, Arbeits- und Beinahe-Unfälle, Sucht, Konflikt/Mobbing und innere Kündigung. BGF ermöglicht folglich eine Win-Win-Situation und bringt sowohl den MitarbeiterInnen als auch den Gemeinden eine Reihe von Vorteilen (z. B. Verringerung individueller gesundheitlicher Risikofaktoren, Erweiterung der Strategien im Umgang mit Belastungen sowie der Fähigkeit, mit spezifischen Problemen besser umzugehen, Erhöhung der Kompetenz der Beschäftigten in Gesundheitsfragen, Steigerung von Arbeitszufriedenheit, Verbesserung des Betriebsklimas, Fehlzeitenreduzierung bzw. Verminderung von Krankenständen bei den MitarbeiterInnen).

 

Fachkundige Hilfe bieten ArbeitsmedizinerInnen, ArbeitspsychologInnen, Sicherheitsfachkräfte und Sicherheitsvertrauenspersonen, wie sie das Arbeitnehmerschutz- und die Bedienstetenschutzgesetze der einzelnen Bundesländer vorsehen.

 

Forderungen der GdG-KMSfB

Über Betriebsvereinbarungen erzwingbare

  • Durchsetzung von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Flächendeckende Ausbildung von GesundheitslotsInnen
  • Verpflichtende Führungskräfteschulung – "Gesundes Führen"
  • Verpflichtende Gesundheitszirkel zur Überprüfung der aktuellen Ressourcen und Belastungen am Arbeitsplatz

Alexander Kronabeter, alexander.kronabeter@gdg-kmsfb.at