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Burnout-Prävention

Die Wiener Ärztekammer setzt zum Thema Burnout neue Initiativen.

Burn out ernstnehmen

Etwa 500.000 Österreicher sollen unter einem behandlungsbedürftigen Burnout-Syndrom leiden und 1,5 Millionen gefährdet sein, „auszubrennen“. Das trifft besonders Menschen, die sich für andere engagieren und hohe Verantwortung tragen, aber auch solche, die schwierige und stressbelastete Lebenssituationen durchmachen.

 

Zum persönlichen Leid der Betroffenen, die besonders in Zeiten eines unsicheren Arbeitsmarktes Sorge haben, sich als "Burnout-Opfer" zu deklarieren und meist erst viel zu spät professionelle Hilfe suchen, kommt aber auch der enorme volkswirtschaftliche Schaden durch Burnout hinzu. Für Österreich liegen auch dazu keine genauen Zahlen vor.

 

Betroffene fühlen sich grundsätzlich energielos und erschöpft. "Burn-out ist sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich beheimatet", erklärte Amanda Nimmerrichter, Ärztin am Institut für Burn-out und Stressmanagement, bei der Präsentation des Themenschwerpunkts. Die Folgen sind einerseits etwa Herz-Kreislauf-Leiden, Bluthochdruck, Nackenschmerzen oder Wirbelsäulenbeschwerden, andererseits Depressionen, Panikattacken oder Suchterkrankungen. Die Ursachen dafür seien oft beim stets zunehmenden Druck am Arbeitsplatz zu finden, hieß es.

 

Broschüre: "Wahrnehmen. Auf die Psyche achten"

 

Die Ärztekammer für Wien hat Mitte Jänner 2010 ihren aktuellen Aufklärungsschwerpunkt unter dem Titel " Wahrnehmen. Auf die Psyche achten" präsentiert. Dazu liegt auch eine Aufklärungsbroschüre zum Thema beispielsweise in Arztordinationen auf, die jedoch auch direkt über die Pressestelle der Wiener Ärztekammer bezogen werden kann (Tel: 01/51 501/DW 1223; E-Mail: pressestelle@aekwien.at).