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Daumen hoch im Rathaus

16 besonders behindertengerechte Dienststellen des Wiener Magistrats konnte die GdG-KMSfB am 19. September 2011 im Rathaus mit einem "Daumen hoch" auszeichnen.

Über die Belegschaftsvertretungen hatte die GdG-KMSfB eine Feedback-Umfrage für die "Daumen Hoch - Aktion" zum Thema "Integration von Menschen mit Behinderung und/ oder chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt" gestartet. Eine streng anonymisierten Auswertung lieferte wertvolle Rückschlüsse für unsere zukünftigen Forderungen. Erste Ergebnisse: KollegInnen mit Behinderung wollen sinnvoll eingesetzt werden. Und: Sie sind strikt gegen übertriebene Fürsorge.

 

16 besonders behindertengerechte Dienststellen des Wiener Magistrats konnte die GdG-KMSfB am 19. September 2011 im Rathaus mit einem "Daumen hoch" auszeichnen. Nicht zuletzt spielte bei der Bewertung freilich eine Rolle, wie viele der Befragten Personen auch an der Umfrage teilgenommen hatten. Der Rücklauf war hoch: Von 2575 ausgesendeten Fragebögen an Kolleginnen und Kollegen, welche dem Kreis der begünstigt Behinderten angehören, wurden 739  Fragebögen (das sind 28,9 Prozent oder 420 Frauen und 319 Männer) für die Auswertung zurückgesendet.

 

 

Die Ergebnisse sind die Grundlage für die Arbeit der Belegschaftsvertretung, um Vorschläge und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation vor Ort zu erreichen. Dazu zählen Verbesserungen wie zum Beispiel: Beratungsgespräche, bauliche Barrierefreiheit, Einsatz von MitarbeiterInnen, Bewusstseinsbildung bei Führungskräften durch Seminare und Schulungen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Weiterentwicklung der Sonderaktion, Arbeitsmedizinische Betreuung und Team-Integration.

 

Insgesamt konnte Alexander Kronabeter aus dem Referat für Humanisierung der GdG-KMSfB eine erfreuliche Bilanz ziehen: "Die Situation für Menschen mit Behinderung hat sich im Magistrat der Stadt Wien in den letzten Jahren verbessert. Da betrifft vor allem Bereiche wie die Arbeitsumgebung, Integration und Arbeitsumfeld. Problembereiche sind nach wie vor Arbeitsklima, Zusammenarbeit mit Vorgesetzten, die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten." Vordringlicher Verbesserungsvorschag der Befragten: Einsatz der MitarbeiterInnen nach Ihren körperlichen, geistigen Fähigkeiten und Ihrer Qualifikation. Besonders negativ bewertet: "Überfürsorge" im Sinn von "Diese Tätigkeit traue ich Ihnen nicht zu, weil Sie damit sicher überfordert wären."Das meiste Lob erhielten Dienststellen, in denen Menschen mit Behinderung sich als gleichwertig ins Team integrierte MitarbeiterInnen mit ergonomischen Arbeitsplätzen empfinden.

 


"Daumen hoch" (nach Alphabeth)

 

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