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Feinheiten der Kommunikation

Seminare für Vertrauensleute und PersonalvertreterInnen

Mikrofon, Bild: visual dichotomy, flickr.com

Kommunikation war schon immer wichtig im zwischenmenschlichen Zusammenleben. Egal, ob es gilt, jemandem seine Liebe einzugestehen, zu trösten, Probleme anzusprechen oder Konflikte zu bereinigen – es kommt immer darauf an, wie man etwas sagt. Kommunikation gehört wohl zu den komplexesten zwischenmenschlichen Mechanismen. Das Zusammenspiel von verbaler und nonverbaler Kommunikation wie Gestik, Mimik, Emotionen, Sprache, Wortwahl, Sprachmelodie und vieles mehr erzeugt beim Empfänger einer Botschaft Wirkungen, mit denen wir umgehen müssen. Nicht immer wissen wir diese Reaktionen richtig zu deuten; oft sind wir total überrascht. Trotzdem ist es immer wichtig, Dinge anzu sprechen, die einem am Herzen liegen. Ansonsten kommt es zum berühmten Knödel im Magen, der sich aufstaut und sich irgendwann unkontrolliert entlädt.


Im Juli 2011 wurde von der GdG zu diesen Themen ein Intensiv-Workshop veranstaltet, wobei die KommunikationstrainerInnen der HG I wiederum neue Werkzeuge zur Vermittlung solcher Mechanismen in Trainings und Seminaren kennengelernt hatten. Schon Paul Watzlawick, wohl der Vater der Kommunikationswissenschaften, hat formuliert, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Wesentlich dabei ist es, dass sich beide KommunikationspartnerInnen auf derselben Ebene befinden. Denn sollte einer der beiden auf der emotionalen Ebene und der oder die andere sich auf der rationalen Ebene befinden, reden beide wunderbar an einander vorbei und fühlen sich vom jeweils anderen nicht verstanden.


Wichtig ist, was beim anderen ankommt. Dort entsteht nämlich erst die, zugegeben subjektive, Information. Und diese ist für die möglichen Reaktionen verantwortlich. Es lohnt also, sich auf den Kommunikationspartner gut einzustellen.

 

Felix Steiner, felix.steiner@wien.gv.at