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Franz Nekula verstorben

HG1 trauert um ehemaligen Gewerkschafter, Gemeinderat und Stadtrat

Franz Nekula, Bild: SPÖ Wien

Der ehemalige Stadtrat, Gemeinderat und Gewerkschafter Franz Nekula ist am 26.4. 2011 in der Früh im 87. Lebensjahr verstorben. "Mit ihm verliert die Gewerkschaft einen leidenschaftlich engagierten, ehemaligen Funktionär und Kommunalpolitiker, der diese Stadt vor allem in den Bereichen Energieversorgung, Verkehr und Personal entscheidend geprägt hat", sagt HG1-Vorsitzender Norbert Pelzer. 


Gewerkschafter und Gemeinderat
Franz Nekula wurde am 16. November 1924 in Wien als Sohn eines Straßenbahnschaffners geboren. Nekula war nach dem Krieg im Fürsorgeamt für den 12. Bezirk tätig, nach weiteren Stationen war er zuletzt Sekretär des Stadtrates für Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. Gleichzeitig betätigte sich Nekula in den Jahren 1949 bis 1959 als Hauptvertrauensmann der Bezirksgruppe der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten. Seine politische Laufbahn begann in der Bezirksorganisation der SPÖ Meidling, zu deren Obmann er 1965 gewählt wurde. 1959 war er Mitglied der Bezirksvertretung Meidling und wurde 1964 in den Wiener Gemeinderat und Landtag gewählt.

 

Zwei Stadtratsämter von 1969 bis 1983
Im Juni 1969 übernahm Nekula als Amtsführender Stadtrat die Geschäftsgruppe "Städtische Unternehmungen", die er bis 1979 innehatte. In der Funktionsperiode des Wiener Stadtsenates vom 23. November 1973 bis zum 13. November 1978 war Franz Nekula politischer Verantwortlicher der Verwaltungsgruppe "Verkehr und Energie" und hatte dieses Amt zunächst auch in der nächsten Funktionsperiode bis zur Umgestaltung des Wiener Stadtsenates am 27. Februar 1979 inne. Mit diesem Tage übernahm er als Stadtrat die Leitung der Verwaltungsgruppe "Personal- und Rechtsangelegenheiten", der er bis zum 27. Mai 1983 vorstand. Nach seinem Ausscheiden aus der Funktion eines Amtsführenden Stadtrates gehörte Nekula noch bis 20. September 1984 dem Wiener Gemeinderat an.

In seine langjährige Amtszeit fiel nicht nur die Umstellung von Stadt- auf Erdgas, sondern auch die erste Phase des U-Bahn- Baues, die Modernisierung des Straßenbahnbetriebes sowie die Durchführung der Wiener Besoldungsreform. Nekula war auch für die Einführung des 1. Wiener Energiekonzeptes sowie die erstmalige Berufsausübung von Straßenbahnfahrerinnen maßgebend. Bis zu seinem Tod war Nekula Ehrenvorsitzender des Wiener Pensionistenverbandes nachdem er diesen von 1995 bis 2003 als Vorsitzender geleitet hatte. Im Jahr 2000 wurde er zum Bürger der Stadt Wien ernannt.

 

(Quelle: Rathauskorrespondenz vom 27.4.2011)