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Frauen arbeiten häufiger unbezahlt als Männer

Ergebnis einer OECD Studie

Elternkarenz, flickr.com

Unbezahlte Arbeit – oftmals mit einem verständnisvollen Kopfnicken zur Kenntnis genommen. Eine OECD-Studie aus 2011 definiert unbezahlte Arbeit wie folgt: Das Herstellen von Gütern oder das Erbringen von Leistungen durch Familienmitglieder; die Güter/Leistungen werden nicht auf dem freien Markt gehandelt/verkauft. Beispiel Hausarbeit: Kochen, Aufräumen, Einkaufen, Kinder- und Altenbetreuung, Erziehung und Pflege.

 

 

 

International gibt es zwischen den Ländern deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei Menge und Art der unbezahlten Arbeit. Frauen erbringen in allen untersuchten Ländern mehr unbezahlte Arbeit als Männer. In Österreich erbringen Männer ca. 140 min./Tag und Frauen ca. 270 min./Tag an unbezahlter Arbeit. Leisten Frauen mehr an bezahlter Arbeit, so übernehmen Männer tendenziell mehr an unbezahlter Arbeit.


Frauen widmen den größten Teil der Kinderbetreuung den Grundbedürfnissen wie Anziehen, Füttern, Windeln wechseln, Aufsicht usw. Nach dem OECD-Durchschnitt sind das 60 % der Zeit, der sie der Kinderbetreuung widmen. Männer widmen den größten Teil der Kinderbetreuung der Erziehung und Freizeit, z. B. Hausaufgaben, Lernen, Lesen, Spielen. Im OECD-Durchschnitt sind das ca. 41 %; im Vergleich dazu widmen Frauen nur 27 % der Zeit diesen Tätigkeiten.


Jedenfalls verbringen Frauen doppelt so viel Zeit mit Kindern wie Männer; in Zahlen ausgedrückt (OECD-Durchschnitt): Frauen: 1 Std. 40 min./Tag und Männer: 42 min./Tag.

 

Regina Müller, regina.mueller@wien.gv.at