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FSG-Jugend gegen Kürzungen

Streichung der Familienbeihilfe ist für Jugend inakzeptabel

Parlament c) bewilder2009, flickr.com

Die geplante Streichung der Familienbeihilfe für die drei Monate nach der Lehrausbildung sowie für Jugendliche ohne Job zwischen 18 und 21 Jahren ist völlig inakzeptabel. Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen dürfen nicht die Opfer eines gescheiterten, neoliberalen Systems sein. Sollten diese ungerechten Maßnahmen umgesetzt werden, wird es mit Sicherheit entsprechende gewerkschaftliche Protestmaßnahmen geben", so Christoph Peschek, Wiener Jugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), zum aktuellen Budgetentwurf.

 

Eine Frage der Gerechtigkeit
"Die Gier nach immer größeren Gewinnen und die schamlose Ausbeutung von Menschen sowie zahllose Betrügereien haben die Wirtschaftskrise verursacht. Dementsprechend muss sich unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem grundlegend verändern, nicht die Familienbeihilfe sowie Unterstützungsleistungen für Jugendliche. Wer meint, mit diesem Budget seien die Lehren aus der Wirtschaftskrise gezogen, ist auf dem Holzweg. Es braucht mehr Demokratie in allen Gesellschaftsbereichen, bessere Bildung und echte Verteilungsgerechtigkeit", so der Junggewerkschafter.

 

Zukunftschancen für die Jugend
"Wenn alle Jugendliche Zukunftschancen haben sollen, sind eine radikale Bildungsreform, ein Berufsausbildungsfonds und ein kostenlosen Bildungszugang auf allen Ebenen überfällig. Völlig falsch hingegen sind die Streichung der Familienbeihilfe und das Kürzen beim Nachholen von Bildungsabschlüssen. Wer eine gewisse Eigenverantwortung von Jugendlichen erwartet, muss eine finanzielle Basis schaffen. Ansonsten drängt man sie in die Schuldenfalle. Daher fordern wir eine Vermögenssteuer, Arbeitszeitverkürzung, faire Lehrlingsentschädigungen bzw. Einstiegsgehälter und weiterhin die
Familienbeihilfe für Jugendliche", so Peschek abschließend.

 

(Quelle: OTS.at)