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Für das gute Zusammenleben im Gemeindebau!

Wer im Gemeindebau seinen Hund nicht an die Leine nimmt, seinen Sperrmüll ablagert oder am Kleinkinderspielplatz zur Zigarette greift, verstößt gegen die geltenden Bestimmungen von Hausordnung und Wiener Reinhaltegesetz.

Ordnungsberaterin Michaela Wohlmuth und ihr Kollege, Personalvertreter Karl Klauda, sind bei jedem Wetter im Einsatz ©PID/Votava

Damit die gemeinsamen Regeln für das gute Zusammenleben in den Wiener Gemeindebauten auch eingehalten werden, kontrollieren die OrdnungsberaterInnen von Wiener Wohnen bis zu 100 Wohnhausanlagen pro Tag.

Rücksichtnahme fördern

Seit 2009 sind die OrdnungsberaterInnen mittlerweile in den Gemeindebauten im Einsatz. Sie ahnden „Fouls an der Hausgemeinschaft“ genauso wie die Einhaltung des Wiener Reinhaltegesetzes. Allein im letzten Jahr wurden mehr als 16.000 Kontrollen durchgeführt.

Wird zum Beispiel ein Verstoß gegen das Wiener Reinhaltegesetz geahndet, kann ein Organmandat in der Höhe von 50 Euro ausgestellt werden. „Wer sein Geld für wichtigere Dinge braucht, sollte daher die leere Cola-Dose lieber im Mistkübel entsorgen!“, meint Karl Klauda, seit 2013 Ordnungsberater und Personalvertreter bei Wiener Wohnen. Bei einer Anzeige, etwa wegen illegaler Sperrmüllablagerungen, können die Kosten sogar bis auf 2.000 Euro steigen.

Bei jedem Wetter im Einsatz

„Eine oft unterschätzte Herausforderung für die OrdnungsberaterInnnen ist auf jeden Fall das Wetter“, weiß Karl Klauda. „Wir sind bei Eiseskälte, bei Regen und auch bei brütender Hitze stundenlang im Freien unterwegs. Der Tag beginnt also immer mit der Frage: Was ziehe ich an? Da wir täglich sechs Stunden der Witterung ausgesetzt sind, ist eine gute Bekleidung das Um und Auf für unseren Job.“

Fingerspitzengefühl gefragt

Besonders belastend sind die Konfliktsituationen beim notwendigen Verhängen von Ordnungsstrafen. Wenn trotz einfühlsamen Umgangs die Situation eskaliert, sind diese nur noch mit Polizeiunterstützung zu bewältigen. Die allermeisten VerursacherInnen sind aber einsichtig und nach einem aufklärenden Gespräch verstehen sie, dass das gute Miteinander im Gemeindebau vom Verhalten jedes/r Einzelnen abhängt.

„Durch unsere Arbeit tragen wir viel dazu bei, dass das Sicherheitsgefühl und die Sauberkeit im Gemeindebau zunehmen“, erzählt Karl Klauda stolz. „Der persönliche Kontakt mit den Menschen ist für mich der wichtigste und auch der schönste Aspekt unserer Tätigkeit – wir bekommen viele positive Rückmeldungen von den MieterInnen, die sich freuen, dass wir OrdnungsberaterInnen ihre Wohnqualität verbessern!“

birgit.kern@wien.gv.at

„Wo Menschen zusammenleben, sind Rücksichtnahme und Verständnis füreinander sehr wichtig."