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KAV: Keine Einsparungen bei Personal

Erfolg für die Gewerkschaft

Rathaus, Bild: weisserstier, flickr.com

Es hat nicht einmal einen Monat gedauert, bis sich die überzeugende Kraft des besseren Arguments durchgesetzt hat: Die Stadt Wien lenkt ein und ist gesprächsbereit. Die Hauptgruppe 2 der GdG-KMSfB hat die schlechten Arbeitsverhältnisse im Wiener Gesundheits- und Pflegebereich angeprangert, die auf chronischen Personalmangel zurückzuführen sind. Die Spitäler und Pflegeheime des KAV dürfen künftig wieder zusätzliches Personal einstellen. Dies hat Dr. Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes der Gewerkschaft nun schriftlich zugesichert. Außerdem solle bis Jahresende erhoben werden, wo Nachholbedarf bestehe.  HG2-Vorsitzender Bernhard Harreither: "Dieser Erfolg ist dem guten Gesprächsklima zu verdanken, vor allem aber haben die unzähligen Aktionen der Beschäftigten selbst dazu geführt, dass das Thema Arbeitsdruck an entscheidender Stelle diskutiert wurde."

Streitpunkt zwischen KAV und Gewerkschaft waren 1.200 Dienstposten, die zwar auf dem Papier existieren, viele davon jedoch unbesetzt geblieben sind. Der chronische Mangel an Personal hat über die Jahre hindurch zu mehr und mehr  Arbeitsdruck auf die MitarbeiterInnen in den Spitälern und im Pflegebereich geführt. Die Folge: Burn-Out, arbeitsbedingte Gesundheitsschäden. Um dieser fatalen Entwicklung entgegen zu halten, hat die Hauptgruppe 2 der GdG-KMSfB am Abend des 14. September vor dem Wiener Rathaus ihre Kampagne "Es ist Zeit für Menschlichkeit!"gestartet. In intensiver Öffentlichkeitsarbeit haben sich innerhalb kurzer Zeit mehr als 7.000 Kollegen und Kolleginnen solidarisch erklärt und mit Nachdruck Verbesserungen zum Wohle der ArbeitnehmerInnen und der PatientInnen gefordert.

Was die weiteren Reformen angeht, ist HG2- Vorsitzender Bernhard Harreither nun zuversichtlich: "Man hat sich für die Umsetzung des Wiener Spitalskonzept 2030 einvernehmlich einigen können, deshalb gehe ich davon aus, dass wir auch die bestehenden Fragen zu aller Zufriedenheit lösen werden." Bleibt noch, den Kollegen und Kolleginnen zu danken, die die Kampagne unterstützt haben!

 

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