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Kein Kindergartenplatz ohne Servicestelle

HG1 fordert Aufwertung der Dienstposten

Teddybär, Bild: N Grey, flickr.com

Es ist bei Weitem nicht reine Kanzleiarbeit, die die MitarbeiterInnen der Kindergarten-Servicestelle zu erfüllen haben. Man erwartet von ihnen ein hohes Maß an Kompetenz und souveränen Umgang mit ihren vielfältigen Aufgaben, von deren sehr guter Erfüllung das Image der Stadt und die Zufriedenheit der Eltern abhängen. Für etliche andere Dienststellen sind Datenmaterial und effiziente Zusammenarbeit unabdingbare Grundlagen bei der Arbeit. Kein Wunder, dass die KollegInnen längst eine Aufwertung ihrer Dienstposten von C III auf C IV fordern. Auf diese Anerkennung warten die MitarbeiterInnen der Servicestellen hoffentlich nicht umsonst. Die Gewerkschaft unterstützt sie dabei.

 

Über 810 Erstkontakte in wenigen Wochen
Vor allem im Jänner und Februar kommen die Eltern jener Kinder, die schon groß genug sind, einen Kindergarten zu besuchen und deshalb einen Platz brauchen. 36.450 hat die Stadt Wien in ihren eigenen 361 Kindertagesheimen und Horten, noch einmal so viele gibt es in den privaten Einrichtungen. 45 KundInnenbetreuerInnen sind in der MA 10 dafür zuständig. Statistisch gesehen kommen also mindestens 810 Erstkontakte innerhalb weniger Wochen auf jede/n von ihnen. Oft sind zahlreiche Kontaktaufnahmen mit den städtischen und privaten Kindergärten notwendig, um einen Platz in geeigneter Nähe zu Wohnung oder Arbeitsplatz vergeben zu können.

 

KundInnenkontakt als große Herausforderung
Ab Mai kommen aufgrund der vom Team zusammengestellten Statistiken die ersten Schulberechnungen für das kommende Schuljahr (Ganztagsschulen) und die privaten und städtischen Hortverlängerungen. Wenn nicht alles so klappt, wie sich das die Eltern vorstellen, sind Beschwerden zu managen und möglichst positiv zu erledigen. Schwerpunktmonat ist der April, nachdem Absagen verschickt werden mussten. Immer mehr KundInnen sind aggressiv, manche sogar handgreiflich – mit ein Grund, warum die KollegInnen der Servicestelle auf dem direkten Weg ins Burn-out sind.

 

ursula.brandner(at)wien.gv.at, susanne.darazs(at)wien.gv.at

(Text aus teamwork 2/11, Seite 13)