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Kritik am EU-Energiegipfel

GdG-KMSfB Kattnig: "Keine Schritte hin zu Effizienz und Investitionen"

Windräder, Bild: Peter Heilmann

"Der Zugang zu Energie ist eine Dienstleistung  von allgemeinem Interesse.
Entsprechend sind wir in der Europäischen Union gefordert, Maßnahmen für soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu diesem zentralen Versorgungsthema zu setzen", so Thomas Kattnig, Internationaler Sekretär der GdG-KMSfB.


"Die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre sind bereits definiert: Neben demographischen Entwicklungen beeinflussen steigender Lebensstandard, eine zunehmende Technologisierung sowie steigende Nachfrage in den Bereichen Mobilität und Wohnflächen nachhaltig unseren Energieverbrauch", umreißt Kattnig die kommenden Herausforderungen. "Dazu kommt, dass genau dieser steigende Energieverbrauch unter den derzeitigen Bedingungen nicht abschätzbare, negative Folgen auf den Klimawandel hat", führt Kattnig aus.

 

Problem der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Von besonders politischer Brisanz sieht er die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus instabilen Regionen, sowie nicht kalkulierbare Weltmarktpreise von Energieträgern: "Sparsamkeit und Effizienz werden in diesem Zusammenhang nicht ausreichen." "Was wir brauchen sind umfassende öffentliche Investitionen in die Energieinfrastruktur, um allen einen leistbaren Zugang zu gewährleisten und der drohenden Energiearmut entgegenzuwirken", stellt Kattnig klar, der jegliche Marktlogik für öffentliche Dienstleistungen entschieden ablehnt.

 

Wo sind die Green Jobs?
"Für die EU ist es höchste Zeit, 2011 endlich Entscheidungen zu
treffen, die den zukünftigen Anforderungen und dem allgemeinem
Interesse gerecht werden", so Kattnig. Notwendig seien außerdem
Investitionen in leistbaren, öffentlichen Verkehr und verstärkte
Anreize, auf grüne Energie umzusteigen: "Der Rat muss endlich die
Weichen stellen, damit die lang ersehnten Green Jobs endlich
Wirklichkeit werden", so Kattnig.

(Quelle: OTS.at)