News Archiv Beiträge 

Meidlinger: "Papamonat, ein toller erster Schritt"

Bedienstete der Stadt Wien haben künftig Anspruch auf Väterkarenz

Bild: manue_aka_crazeecrafteez, flickr.com

Männer, die bei der Stadt Wien beschäftigt sind, haben künftig Anspruch auf einen Monat Väterkarenz. „Noch kein endgültiger Durchbruch, aber ein toller erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärte dazu heute, Donnerstag, der Vorsitzende der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), Christian Meidlinger.

 

Ein entsprechender Initiativantrag der Stadtregierung wurde am 30. Juni in der Sitzung des Wiener Landtages beschlossen. Einziger Wermutstropfen: Die Väterkarenz wird finanziell nicht abgegolten. Meidlinger: „Leider sind wir mit unserer Forderung, dass die Bezüge während des Papamonats weiterlaufen sollen, noch nicht durchgedrungen. Aber was wäre das Gewerkschaftsleben ohne ein nächstes Ziel vor Augen?“

 

Durch die Einführung der Väterkarenz soll die Zahl der Männer steigen, die in Elternkarenz gehen. Die Schaffung eines Papamonats ist eine langjährige Forderung der Frauenabteilung der GdG-KMSfB. „Dass die Stadt als eine der größten Arbeitgeberinnen Wiens den Wunsch nach aktiver Vaterschaft politisch und betrieblich vorantreibt, ist anzuerkennen. So können Männer in Zukunft von Anfang an Mitverantwortung übernehmen. Schließlich ist Kinderbereuung nicht Frauensache, sondern Elternsache“, schloss Meidlinger.