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Neue Karriere-Perspektiven für TechnikerInnen

Berufserfahrung, aber auch welche Funktion MitarbeiterInnen ausüben, soll beim beruflichen Aufstieg künftig genau so viel zählen wie die formale Schulbildung.

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Besonders in den technischen Abteilungen des Wiener Magistrats wird die Unzufriedenheit unter den Bediensteten immer größer. Viele KollegInnen wechseln die Abteilung oder gehen wieder in die Privatwirtschaft zurück. Denn aufgrund ihrer, manchmal auch schon länger zurück liegenden, schulischen Ausbildung haben sie bei der Stadt Wien keinerlei Aufstiegschancen – der Wechsel in höhere Verwendungsgruppen ist ihnen verwehrt.

Karrierepfade anbieten

Es wird auch immer schwieriger, qualifiziertes Personal aus der Privatwirtschaft anzuwerben, im Bauwesen ganz besonders. Darum fordert die younion einen Karrierepfad für sämtliche technische Berufe, der in den Abteilungen auch realisiert werden kann.

Die Lösung wäre ganz einfach: Alle MitarbeiterInnen, die vor dem 1. Jänner 2018 bei der Stadt Wien eingetreten sind, sollen sich auf höherwertige vakante technische Dienstposten bewerben können, wenn sie über eine ausreichende facheinschlägige Berufserfahrung verfügen. Dabei soll die erworbene Praxiserfahrung, aber auch die Funktion, welche KollegInnen in der Dienststelle ausüben, genauso
anerkannt werden wie der formale Schulabschluss.

Berufserfahrung zählt

Für KollegInnen in der handwerklichen Verwendungheißt das zum Beispiel, dass sie sich auch ohne zusätzliche Schulausbildung für eine CIII-Stelle bewerben können sollen, wenn sie einschlägige qualifizierte Berufserfahrung nachweisen können. Nach einer probeweisen Verwendung von sechs Monaten erfolgt bei praktischer Bewährung die Überstellung in die vorgesehene Verwendungsgruppe. Diese Verwendungsgruppe wird dauerhaft, wenn auch die vorgeschriebene Dienstprüfung positiv absolviert wird.

In der Privatwirtschaft weiß man längst, dass interne Karrierechancen nicht nur Motivation und Engagement der MitarbeiterInnen fördern, sondern auch zum erfolgreichen Wissenstransfer beitragen.

Diese Vorteile von gezielter Aufstiegsförderung sollten wir auch im Magistrat nutzen.

martin.kaba@wien.gv.at

"In der modernen Personalentwicklung
zählen Berufserfahrung
und Praxis-Know-how genauso
viel wie formale Schulabschlüsse."