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Neue Langzeitversicherung diskriminiert

GdG-KMSfB-Bundesfrauenausschuss fordert Änderung des Entwurfs.

Ab 2014 steigt das Antrittsalter für die Langzeitversichertenregelung bei Männern auf 62 Jahre und bei Frauen auf 57 Jahre. Bei Männern bleibt das Antrittsalter auch nach 2014 bei 62 Jahren, bei Frauen wird es jährlich bis zum 60. Lebensjahr angehoben, die Zahl der erforderlichen Beitrittsjahre soll schrittweise auf 45 ansteigen. "Während Männer trotz der Anhebung des frühesten Antrittsalters der Langzeitversicherungsregelung von 60 auf 62 eine Differenz zum Regelpensionsalter von drei Jahren haben, sieht die neue Regelung für Frauen eine Reduzierung dieser Differenz bis auf Null zum Regelpensionsalter vor", erklärte dazu GdG-KMSfB-Bundesfrauenvorsitzende Christa Hörmann. Diese geplante Verschlechterung würde im Zuständigkeitsbereich der GdG-KMSfB überwiegend Frauen treffen.

Betroffen wären vor allem die Jahrgänge 1960 bis 1964. Erst die Jahrgänge ab 1968 haben durch das Regelpensionsalter von 65 mit dem Antrittsalter 62 bei der Langzeitversicherungsregelung wieder den dreijährigen Vorteil des früheren Pensionsantritts. "Diese Regelung ist unverständlich. Warum sollen Frauen plötzlich benachteiligt werden", kritisiert GdG-KMSfB-Frauenreferentin Sabine Weissmann. Der Bundesfrauenausschuss als höchstes Gremium der Vertretung weiblicher Mitglieder der GdG-KMSfB fordert eindringlich, diese Diskriminierung aus dem vorgesehenen Entwurf zu streichen.