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Pelzer begrüßt Gleichbehandlungsgesetz

Aber: "Freiwilligkeit bringt uns nicht weiter"

Norbert Pelzer, copyright: HG1

"Als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet der HG1-Vorsitzende Norbert Pelzer das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz, das am 20. Jänner im Nationalrat beschlossen wurde. "Das Mehr an Transparenz durch die Einkommensberichte wird zu einer positiven Entwicklung der Einkommensgerechtigkeit beitragen", ist Pelzer überzeugt. "Auf ihrer Grundlage können Arbeitnehmerinnen gemeinsam mit dem Betriebsrat gegen die Einkommensunterschiede vorgehen."

 

Sanktionen für "schwarze Schafe" erwünscht
Begrüßenswert sei auch die Verpflichtung, in Stellenausschreibungen die kollektivvertragliche Mindestentlohnung anzugeben - sowie die Möglichkeiten der Überzahlung. Ebenso sei die Anhebung des Mindestschadenersatzes bei sexueller Belästigung von derzeit 720 Euro auf 1.000 Euro positiv zu beurteilen. Unverständlich ist für den HG1-Vorsitzenden jedoch, dass es für die Betriebe, die keinen Einkommensbericht erstellen, keine Sanktionen gibt. "Auch wenn BetriebsrätInnen nun die Möglichkeit haben, die Einkommensberichte einzuklagen, hat das für die schwarzen Schafe kaum Konsequenzen," bedauert Pelzer.